Clementia Killewald

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Äbtissin Clementia und Papst Benedikt XVI.

Clementia Killewald OSB (* 1954 in Duisburg); † 2. Juli 2016) war eine deutsche Benediktinerin, Organistin und Äbtissin von Rupertsberg und Eibingen[1].

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Clementia Killewald wuchs in dem katholischen Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein im Bistum Münster auf. Sie studierte Kirchenmusik, trat 1976 in das Eibinger Benediktinerinnenkloster ein, das der Beuroner Kongregation angehört, und legte 1979 die Trienalprofess ab. Im Kloster war sie Organistin und Leiterin der Krankenstation.

Im Sommer 2000 wurde sie vom Konvent zur Äbtissin gewählt und am 3. Oktober von Bischof Franz Kamphaus geweiht. Damit war sie die 39. Nachfolgerin der hl. Hildegard von Bingen. Als ihr Leitwort wählte sie „Dominus ipse faciet“ – Der Herr selbst wird es tun.[2]

Jährlich führte sie am 17. September, dem Gedenktag Hildegards von Bingen, die Eibinger Reliquienprozession an, bei der der Schrein der heiligen Hildegard durch die Straßen getragen wird.[3] Bei der Erhebung Hildegards zur Kirchenlehrerin am 7. Oktober 2012 durch Papst Benedikt XVI. sprach sie auf dem Petersplatz in Rom die Eröffnungsworte.[4]

Editionen

Benediktinerinnen Abtei St. Hildegard, Eibingen

Tätigkeit als Herausgeberin der Werke Hildegards von Bingen:

  • Hildegard von Bingen, Wisse die Wege. Werke Bd. I, hg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen, neu übersetzt von Mechthild Heieck. Beuroner Kunstverlag 2010, ISBN 978-3-87071-211-2.
  • Hildegard von Bingen, Ursprung und Behandlung der Krankheiten. Causae et curae. Werke Bd. II, hg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen, neu übersetzt von Ortrun Riha. Beuroner Kunstverlag 2011, ISBN 978-3-87071-248-8.
  • Hiltrud Gutjahr OSB, Maura Zátonyi OSB, Geschaut im lebendigen Licht. Die Miniaturen des Liber Scivias der Hildegard von Bingen, erklärt und gedeutet. Mit einer kunsthistorischen Einführung von Lieselotte Saurma-Jeltsch, hg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen, Beuroner Kunstverlag 2011, ISBN 978-3-87071-249-5.
  • Hildegard von Bingen, Lieder Symphoniae. Werke Bd. IV, hg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen, neu übersetzt von Barbara Stühlmeyer. Beuroner Kunstverlag 2012, ISBN 978-3-87071-263-1.
  • Hildegard von Bingen, Heilsame Schöpfung - Die natürliche Wirkkraft der Natur. Physica. Werke Bd. V, hg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen, neu übersetzt von Ortrun Riha. Beuroner Kunstverlag 2012, ISBN 978-3-87071-271-6.
  • Hildegard von Bingen, Das Buch vom Wirken Gottes - Liber divinorum operum. Werke Bd. VI, hg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen, neu übersetzt von Mechthild Heieck. Beuroner Kunstverlag 2012, ISBN 978-3-87071-272-3.
  • Hildegard von Bingen, Briefe. Epistulae. Werke Bd. VIII, hg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012, ISBN 978-3-87071-285-3.
  • Barbara Stühlmeyer, Sabine Böhm, Tugenden und Laster. Wegweisung im Dialog mit Hildegard von Bingen, hg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012, ISBN 978-3-87071-287-7.

Ehrungen

Widmungen

  • Ludger Stühlmeyer: Quatre pièces pour Orgue: Prélude romantique, Caprice expressionique, Hymne impressionique, Fugue baroque. 2001. „Äbtissin Clementia zugeeignet“. Sonat-Verlag, Berlin 2013, ISMN 979-0-50235-058-1.

Siehe auch

Weblinks

Anmerkungen

  1. Nachruf auf Äbtissin Clementia Killewald, 3. Juli 2016
  2. Äbtissin Clementia Biografie.
  3. Filmausschnitt Festansprache von Äbtissin Mutter Clementia und Reliquienprozession am 17. September 2011.
  4. Ansprache bei der Erhebung Hildegards zur Kirchenlehrerin am 7. 10. 2012 in Rom.
Meine Werkzeuge