Christa Meves

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Christa Meves (* 1925 in Neumünster) ist eine bekannte deutsche Buchautorin.


Biographie

Christa Meves wurde 1925 im schleswig-holsteinischen Neumünster geboren. Sie hatte eine älteren Bruder. Ihr Vater war nach dem Studium der Malerei in Berlin als Kunsterzieher tätig. Ihre Mutter unterrichtete bis zur Geburt ihrer Kinder als eines der ersten weiblichen Wesen neben dem Sportunterricht zusätzlich in Handarbeit. Christa Meves hatte bis zum Beginn des Hitler-Regimes eine relativ unbeschwerte Kindheit. 1935 wurde der Religionsunterricht im Gymnasium gestrichen und die Jugendlichen mussten in den Jugendorganisationen von Hitler Zwangsmitglied werden. Spätestens ab Kriegsbeginn war es dann mit der glücklichen Kindheit vorbei. Im Krieg wurde auch das Elternhaus mit Bomben beworfen. Nach dem Krieg gab es mit der Familie, die unversehrt blieb, einen Neubeginn. Meves konnte bereits ab 1945 das in Breslau begonnenn Studium der Philosophie mit den Fächern Deutsch und Geographie an der Universität Kiel fortsetzen. Bald darauf lernte sie ihren Mann, Dr. Harald Meves, kennen. Harald war als Augenarzt an der Universitätsklinik tätig. Bereits 1946 folgte die Hochzeit. Christa Meves setzte anschließend ihr Studium in den Fächern Psychologie und Pädagogik fort und machte 1949 ihr Staatsexamen.

Kurz darauf kam ihre älteste Tochter Antje zur Welt. Die finanzielle Situation der Familie war in den Nachkriegsjahren sehr schwierig. Schließlich fanden Harald in Uelzen eine Möglichkeit, eine augenärztliche Praxis zu eröffnen. Mit dem ersten Geld konnte ein Haus erworben werden. Inzwischen ist bereits mit Ulrike das zweite Kind auf die Welt gekommen. Christa Meves machte während der ersten Schuljahren ihrer Kinder an den psychotherapeutischen Instituten Hannover und Göttigen eine Zusatzausbildung zur analytischen Kinder- und Jugendpsychotherapeutin. Ab 1960 hatte sie in diesem Beruf ihr eigene Praxis. 1968 begann sie mit der Vortragstätigkeiten. 1969 veröffentlichte Meves ihr erstes Buch: 'Die Schulnöte unserer Kinder' im Furche-Verlag. Das Buch war sofort ein Bestseller. Sie bekam daher vom Südwestdeutsche Rundfunk eine Einladung zu einer Serie von Vorträgen mit Konrad Lorenz. Aus den Vorträgen entstand mit dem Titel "Manipulierte Maßlosigkeit" ein weiterer Bestseller, der im Herder-Verlag erschien. Nach wenigen Monaten war die Auflage bereits mit 340.000 unglaublich hoch. In den Folgejahren erschienen von Christa Meves mehr als 100 verschiedene Bücher. Daneben hielt sie in den letzten 25 Jahren mehr als 3000 Vorträgen in den deutschsprachigen Ländern.

1973 wurde Christa Meves berufenes Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands. 1984 verließ sie aber auf eigenen Wunsch das Gremium. 1987 konvertierte sie zum katholischen Glauben. 1978 übernahm sie mit Prof. Otto B. Roegele und Kultusminister Prof. Hans Maier die Mitherausgeberschaft der Wochenzeitung 'Rheinischer Merkur' ein.

Ehrungen

Christa Meves bekam zahlreiche Ehrungen:

1974 die Wilhelm-Bölsche-Medaille,

1976 der Prix-Amade,

1977 die Goldmedaille des Herder-Verlags,

1978 der niedersächsische Verdienstorden,

1979 der Konrad-Adenauer-Preis der Deutschland-Stiftung,

1985 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse,

1995 der Preis für Abendländische Besinnung,

1996 der Preis für Wissenschaftliche Publizistik,

2000 die "Goldene Rosine" des Vereins "Bürger fragen Journalisten",

2000 die Ehrenmedaille des Bistums Hildesheim

2001 Deutscher Schulbuchpreis