Benin

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Benin ist ein Staat in Afrika, der 1960 als Dahomey unabhängig wurde, nachdem das Gebiet zuvor französische Kolonie gewesen war. 1975 nannte sich die marxistische Regierung das Land in Benin um.

Geschichte der katholischen Kirche in Benin

Das erste katholische Kirchengebäude im Gebiet des heutigen Benin wurde 1680 in der Hafenstadt Ouidah (damals Ajudá, Hauptstadt des Königreiches Sahé) errichtet, wo die Portugiesen eine Befestigungsanlage unterhielten, um ihre Interessen im Sklavenhandel zu schützen. Schon zuvor hatten portugiesische Kapuziner im Rahmen des Padroado erfolglos gewirkt.[1] In der folgenden Zeit missionierten vor allem portugiesische und französische Priester, Dominikaner und Jesuiten, in der Küstenregion. Zeitlich parallel zu einer stärkeren politischen französischen Präsenz, begannen 1861 Missionare der Lyoner Gesellschaft der Afrikamissionen ihre Tätigkeit. Die erste Apostolische Präfektur Dahomey mit Sitz in Ouidah wurde 1883 errichtet. 1914 wurde dort das erste Priesterseminar gegründet, 1928 der erste Einheimische zum Priester geweiht. 1955 wurde das Erzbistum Cotonou eingerichtet. Mit der Unabhängigkeit Dahomeys (später umbenannt in Benin) wurden weitere Bistümer eingerichtet. Bedeutendster Kirchenmann des 20. Jahrhunderts war Kardinal Bernardin Gantin, erster indigener afrikanischer Kardinal der katholischen Kirche, Erzbischof von Cotonou und später in der Kurie als Präfekt der Kongregation für die Bischöfe tätig. 1982 und 1993 besuchte Papst Johannes Paul II. das Land, 2011 Papst Benedikt XVI.

Kirche heute in Benin

Heute gibt es zwei Kirchenprovinzen mit insgesamt zehn Diözesen im Land.

Es leben 1,646 Mio. Katholiken im Land, was bei 7,155 Mio. Einwohnern einem Katholikenanteil von 23 % entspricht.[2]

Anmerkungen

  1. Hubert Jedin (Hrsg.): Handbuch der Kirchengeschichte, Bd. V, Freiburg 1970, S. 296.
  2. Daten aus dem Annuario Pontificio 2005, vgl. Benin, Statistics by Diocese, CatholicHierarchy.org.
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