Benediktus-Medaille

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Benediktus-Medaille

Die Benediktus-Medaille, ist eine Sakramentalie in Form einer runden Medaille, ursprünglich eines Kreuzes, zur Verehrung des hl. Benedikt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Es ist unklar, wann genau der Gebrauch dieser Medaille aufkam. Im Jahre 1647 wurden in Natternberg in der Nähe des berühmten Benediktinerklosters Metten in Bayern zwei Frauen wegen Zauberei aufgegriffen und verhört. Sie sagten, dass sie über das Kloster Metten keine Gewalt hätten, weil es auf besondere Weise unter dem Schutz des heiligen Kreuzes stehe. Bei Nachforschungen fand man an mehreren Stellen der Klostermauer Kreuze mit rätselhaften Buchstaben aufgemalt, wie sie heute noch auf den Benediktusmedaillen sind. Durch dieses Ereignis verbreitete sich der Gebrauch des Benediktuskreuzes. Abt Benno II. (1738-1752) ersuchte 1741 den Papst um Bestätigung der Benediktusmedaille. Papst Benedikt XIV. kam diesem Wunsch nach mittels Dekreten vom 23. Dezember 1741 und 12. März 1742.

Leo Papin Dupon († 1876), ein Förderer der Benediktusmedaille, veranlasste den gelehrten Abt Guéranger von Solesmes zu Nachforschungen über den ursprünglichen Wortlaut der Inschrift. Abt Guéranger war ein Wiederhersteller des Benediktinerordens in Frankreich und förderte die Verehrung des heiligen Ordensgründers nicht zuletzt auch durch die Benediktus-Medaille.

Vorderseite der Medaille

Rosenkranz mit Benediktus-Medaille

Auf der Vorderseite befindet sich ein Bild des hl. Benedikt eingeprägt, der in der rechten Hand das Kreuz und in der linken Hand das Regelbuch hält. Zu seiner Rechten ein Krug, von dem die Schlange flieht, zu seiner Linken ein Rabe, die Flügel vor Angst gespreizt.

Mit dem Zeichen des Kreuzes hat der hl. Benedikt viele Wundertaten vollbracht. Der Krug symbolisiert den Giftbecher, mit dem er einst vergiftet werden sollte, der aber auf das Kreuzzeichen des Heiligen hin zersprang. Der Rabe weist auf eine andere Begebenheit hin: der Heilige erkannte durch göttliche Eingebung, dass das Brot welches als "Liebesgabe" erhalten hatte, vergiftet war und befahl dem Raben, der ihn täglich mit Speise versorgte, das Giftbrot fort zu bringen.

Neben der Abbildung des Heilgen steht: Crux Sancti Patris Benedicti - "Kreuz des heiligen Vaters Benediktus". Und im Umkreis das Gebet: Eius in obitu nostro praesentia muniamur - "Mögen wir bei unserem Sterben durch seine Gegenwart gestärkt werden".

Rückseite der Medaille

Auf der Rückseite ist das Benediktus-Kreuz dargestellt, über dem das Wort „PAX" steht - ursprünglich ein Christusmonogramm, aber auch das lateinische Wort für Friede. Die vier Buchstaben "C-S-P-B" in den Aussenwinkeln des Kreuzes bedeuten wiederum Crux Sancti Patris Benedicti - "Kreuz des heiligen Vaters Benediktus". Auf den Kreuzbalken sind die Anfangsbuchstaben der Beschwörungsformeln eingeprägt, in denen sich der Glaube des heiligen Ordensvaters ausdrücktt.

Im Längsbalken: "CSSML" Crux Sancta Sit Mihi Lux - "Das heilige Kreuz sei mir Licht". Im Querbalken: "NDSMD" Non Draco Sit Mihi Dux - "Der Drache sei mein Führer nicht".

Die 14 Buchstaben des Umkreises: V.R.S.N.S.M.V. - S.M.Q.L.I.V.B. bedeuten: Vade retro satanas, nunquam suade mihi vana. - Sunt mala quae libas, ipse venena bibas. - "Weiche vom mir Satan und führe mich nicht zur Eitelkeit! Schlecht ist, was du mir einträufelst. Trinke selber dein Gift!"

Literatur

Franz Xaver Enzler, St. Benediktus Medaille Miriam Verlag 1994 (ISBN 3874492486; 32 Seiten).

Weblinks

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