Ave Maria

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Ave MARIA

Das Ave Maria (deutsch: Gegrüßet seist du Maria) ist eines der bekanntesten Mariengebete. Es beginnt mit dem Gruß des Erzengels Gabriel (Lk 1,28 EU) und Elisabeths (vgl. Lk 1,42 EU) an Maria. Etwa seit dem 16. Jh. wurde die Bitte "jetzt und in der Stunde unseres Todes" angefügt und findet sich in dieser Form seit Pius V. in den offiziellen liturgischen Büchern; so im Breviarium Romanum von 1568.

Der gemeinsame (ökumenische) Text des Vater unser und Ave Maria, den die Deutsche Bischofskonferenz beschlossen hat (Fulda 1967), trat zur Osternachtfeier am 13. April 1968 für den gottesdienstlichen Bereich verpflichtend in Kraft. Gemeinsam bedeutet hier: altkatholische, evangelische und römisch-katholische Gläubige in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben diesen Text erarbeitet und vorgeschlagen.

Inhaltsverzeichnis

Text auf Latein

Ave Maria, gratia plena;
Dominus tecum;
benedicta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui, Iesus.

Sancta Maria, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus
nunc et in hora mortis nostrae.
Amen.

Text auf Deutsch

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Text auf Italienisch

Ave, Maria, piena di grazia,
il Signore è con te.
Tu sei benedetta fra le donne
e benedetto è il frutto del tuo seno, Gesù.

Santa Maria, Madre di Dio,
prega per noi peccatori,
adesso e nell'ora della nostra morte.
Amen.

Text auf Englisch

Hail Mary, full of grace,
the Lord is with thee.
Blessed art thou among(st) women
and blessed is the fruit of thy womb, Jesus.

Holy Mary, Mother of God,
pray for us sinners,
now and at the hour of our death.
Amen

Vertonungen

Immer wieder haben Komponisten durch die Zeiten das Ave Maria vertont. Nachfolgend eine Auswahl:

Renaissance

  • Jakob Arcadelt
  • Josquin Desprez
  • Nicolas Gombert
  • Johannes Ockeghem

Barock

  • Johann Georg Braun (GL Nr. 527) Paraphrase
  • Heinrich Schütz
  • Johann Michael Weiße (GL Nr. 523) Paraphrase

Klassik/Romantik

  • Georges Bizet
  • Johannes Brahms
  • Anton Bruckner
  • Ferruccio Busoni
  • Luigi Cherubini
  • Antonín Dvořák
  • César Franck
  • Charles Gounod
  • Michael Haller
  • Franz Liszt
  • Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Josef Gabriel Rheinberger
  • Camille Saint-Saëns
  • Franz Schubert
  • Ferdinand Heinrich Thieriot

Moderne

  • Franz Biebl
  • Marcel Dupré
  • Markus Koch
  • Morten Lauridsen
  • Sergei Rachmaninow
  • Hermann Schroeder
  • Alfred Schnittke
  • Hubert Steppan[1]
  • Igor Strawinsky
  • Ludger Stühlmeyer

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Eintrag im Österreichischen Musiklexikon
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