Stift Herzogenburg

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Das Stift Herzogenburg ist ein Augustiner Chorherrenstift in der Diözese St. Pölten.

Geschichte

Das Stift Herzogenburg wurde am 18. August 1112 am Zusammenfluß der Traisen in die Donau gegründet, wo Bischof Ulrich I eine Eigenkirche hatte. In diese Kirche St. Georgen berief er Augustiner-Chorherren. Die Gegend wurde immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht. Dadurch wurde das Kloster etwa 100 Jahre später in das zehn Kilometer entfernte Herzogenburg verlegt.

Im 14. und 15. Jhdt. überstand das Kloster einige Eroberungen und einen großen Brand. 1498 erteilte der Papst Propst Georg Eisner das Recht zum Tragen der Pontifikalien. Damals entstanden die gotischen Fresken im Speisesaal des alten Klosters. Während der Reformationszeit ging das Kloster danieder. Erst mit der Gegenreformation kam ein neuer Aufschwung. 1683 konnte sich Herzogenburg erfolgreich gegen die Türken verteidigen.

1714 wurde auch das Stift Herzogenburg im barocken Stil erbaut. Jakob Prandtauer, J. B. Fischer von Erlach und Joseph Munggenast waren die Architekten des Neubaus. Franz Munggenast erbaute die Stiftskirche, den letzten spätbarocken Kirchenraum in Österreich. 1752 entstand die Orgel. Das Hochaltarbild und die Fresken im Presbyterium wurden von Daniel Gran gemalt. Die Seitenaltarbilder und das große Kuppelfresko stammen von Bartholomeo Altomonte.

Während des Zweiten Weltkriegs war das Stift ein Zufluchtsort für die Bevölkerung. Heute ist das Stift Herzogenburg pastoraler und kultureller Mittelpunkt des unteren Traisentales. Unter anderem gibt es die Niederösterreichischen Kindersommerspiele, die Herzogenburger Gespräche und das Forum Psychotherapie und Theologie.

Weblinks

http://www.stift-herzogenburg.at

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