Antonius Galvão de França

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Antonius Galvão de França OFMDisc (Antonius von der hl. Anna; *1739 in Guaratinguetá, Brasilien; † 25. Oktober 1822 in São Paulo) war Pater der Franziskaner-Alkantariner und ist Heiliger der katholischen Kirche. Er ist der erste aus Brasilien gebürtige Heilige. Er steht zudem für eine innere Erneuerung. Sein liturgischer Gedenktag ist der 25. Oktober.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Antonius Galvão de França genoss seine schulische Ausbildung am Jesuitenkolleg in Belém und wollte Jesuit werden. Sein Vater, ein Franziskanerterziar, war jedoch dagegen, so daß er am 15. April 1760 das Noviziat in Macacu (Rio de Janeiro) bei den Franziskanern-Alkantarinern, einem auf den hl. Petrus von Alcantara zurückgehenden (auch Observanten oder «Brüder der strengsten Observanz» genannt, eintrat. Am 16. April 1761 legte er die Feierliche Profess ab und empfing er am 11. Juli 1762 die Priesterweihe.

In São Paulo gehörte der große Marienverehrer dem Konvent des hl. Franziskus an. Bald hatte er einen großen Ruf als segensreicher und begnadeter Prediger, Beichtvater und Pförtner. Grenzenlos war seine Nächstenliebe zu den Armen, Kranken und Schwachen, die zu ihm kamen und von denen er niemanden abwies.

Zudem wirkte Frei Antonio de Sant' Ana als geistlicher Begleiter am »Rekollektionshaus«, wo eine religiöse Gemeinschaft gottgeweihter Frauen lebte. Mit der heiligmäßigen Schwester Helena Maria vom Heiligen Geist gründete er 1774 das neue »Recolhimento de Nossa Senhora da Conçeicão« (»Rekollektionshaus Unserer Lieben Frau von der Empfängnis«; lat.: recolligo = sich fassen, sich erholen) sowie im Lauf der Jahre eine neue Kirche und wegen des Anstiegs neuer Berufungen ein Kloster, das heute den Namen »Kloster des Lichtes« trägt und seit 1929 von den Nonnen der Unbefleckten Empfängnis (»Konzeptionistinnen«) bewohnt wird. Neben der geistlichen Begleitung schrieb er den Frauen eine geistliche Regel, die seine tiefe Spiritualität offenbart. 1811 gründete er den Konvent S. Clara in Soroeaba.

Am 23. Dezember 1822 verstarb der »Mann des Friedens und der Nächstenliebe«, wie ihn die Senatsversammlung von São Paulo Ende des 18. Jahrhunderts in ihrem Brief an den Provinzialminister der Franziskaner nannte, in seinem »Recolhimento da Luz«, tief betrauert von Schwestern und Volk. Er fand seine letzte Ruhestätte in der Kirche des Klosters.

Selig- und Heiligsprechung

Papst Johannes Paul II. sprach Antonius Galvão de França am 25. Oktober 1998 in Rom in Italien selig. Während des Besuches Papst Benedikt´s XVI. in Brasilien, sprach er Frei Galvão heilig am 11. Mai 2007 in São Paulo in Brasilien. Dies war die erste nicht in Rom erfolgte Kanonisation unter Benedikt XVI.. Der Papst fasste das Wesen des Ordensmannes so zusammen: »Er war ein bekannter Ratgeber, ein Friedensstifter der Seelen und der Familien, und er ließ besonders den Armen und Kranken seine Nächstenliebe zuteil werden. Er war ein gesuchter Beichtvater, weil er eifrig, weise und klug war« (Predigt am 11. Mai 2007)[1]

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. HEILIGE MESSE UND HEILIGSPRECHUNG VON FREI ANTÔNIO DE SANT'ANNA GALVÃO, OFM, PREDIGT VON BENEDIKT XVI., "Campo de Marte", São Paulo, Freitag, 11. Mai 2007.
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