Anton de Waal

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Anton de Waal (* 5. Mai 1837 Emmerich; † 23. Februar 1917 Rom) war Rektor des Campo Santo Teutonico von 1872-1917.

Biografie

Anton de Waal empfing 1862 in Münster die heilige Priesterweihe. Seit 1866 studierte er christliche Archäologie in Rom. Seit 1872 ist er Rektor des Campo Santo Teutonico. Waal aktivierte dessen Erzbruderschaft und baute den Campo Santo zu einem Zentrum deutschen Präsenz in Rom sowie für die christlich-archäologische und kirchengeschichtliche Forschung aus. 1876 trat auf seine Veranlassung an die Stelle des traditionellen Pilgerhauses ein Priesterkolleg, das eine Fach-Bibliothek und eine bedeutende Sammlung frühchristlicher Kleinkunst anlegte. 1887 gründete er die "Römische Quartalschrift für christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte". 1888 ermöglichte er die Gründung des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft im Gebäude des Priesterkollegs, und 1901 gründete er mit Anton Baumstark die Zeitschrift "Oriens Christianus". Anton de Waal war für die Organisation der Deutschenseelsorge in Italien zuständig. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche und volkstümliche Schriften.

Werke

  • Der Campo Santo der Deutschen in Rom, Freiburg 1896.
  • Papst Pius X. Ein Lebensbild des heiligen Vaters. Mit einem Rückblick auf die letzten Tage Leos XIII., München 1904.
  • Roma sacra. Die Ewige Stadt in ihren christlichen Denkmälern und Erinnerungen alter und neuer Zeit Zweite, neu bearbeitete Auflage von Joh. Peter Kirsch, Universitätsprofessor in Freiburg (Schweiz). Josef Habbel Verlag 1925 (703 Seiten; Mit über 500 Bildern s/w).

Literatur

  • Erwin Gatz (Hg.), Anton de Waal (1837-1917) und der Campo Santo Teutonico, Freiburg 1980.
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