Aloysia Luise Löwenfels

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Aloysia Luise Löwenfels (* 5. Juli 1915 in Trabelsdorf; † 9. August 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau) war Jüdin und Kindergärtnerin. Sie konvertierte, und wurde die katholische Ordensschwester Maria Aloysia im Orden der "Armen Dienstmägde Jesu Christi". Sie wurde im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.

Biografie

Aloysia Luise wurde als neuntes und letztes Kind jüdischer Eltern geboren. Im zehnten Lebensjahr verstarb ihr Vater, und Luise entwickelte eine Zuneigung zum katholischen Glauben. Nach der Schule erlernte sie den Beruf der Kindergärtnerin. Sie erhielt Stellen in Frankfurt und Recklinghausen. Hier begann sie, Konvertitenunterricht zu nehmen. Aufgrund dieses Schrittes verlor sie ihre Stellung. Am 25. November 1935 wurde Luise in der Klosterkapelle der Dernbacher Schwestern getauft. Nach Übertritt in die römische-katholische Kirche erhielt sie durch eine befreundete Familie den Hinweis auf den Orden der "Armen Dienstmägde Jesu Christi" in Mönchengladbach. 1937 trat sie dieser Gemeinschaft bei. Der Orden berief Luise dann wegen der Rassenpolitik des NS-Regimes zur Sicherheit nach Geleen in den Niederlanden. In Geleen legte Luise Löwenstein 1940 ihre Profess ab und erhielt den Ordensnamen "Maria Aloysia".

Ihrer Familie gelang die Flucht in die Staaten. Aus den USA erhielt sie im Frühjahr 1942 die Nachricht vom Tode Ihrer Mutter. „Nun habe ich niemand mehr!“, war ihre trauernde Reaktion.

Ihre Mitschwestern schilderten Schwester Aloysia als fromme Nonne. Ahnte Sie Ihr schweres Schicksal? Im Sterbejahr ihrer Mutter wurde Schwester Aloysia Luise Anfang August 1942 verhaftet und mit weiteren Priestern sowie männlichen und weiblichen Ordensleuten jüdischer Herkunft, darunter auch Edith Stein, ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Vermutlich wurde Schwester Aloysia gleich nach der Ankunft am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet.

Ehrungen

  • 2006 Gedenkstein in Geleen beim ehemaligen Provinzhaus des Ordens
  • 2007 Aloysia-Löwenfels-Haus, Haus der Begegnung und Stille in Dernbach

Siehe auch: Martyrologium Germanicum

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