Alois Andritzki

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Alois Andritzki

Alois Andritzki (sorbisch: Alojs Andricki; * 2. Juli 1914 in Radibor bei Bautzen; † 3. Februar 1943 im KZ Dachau) war ein sorbischer römisch-katholischer Priester.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Der Selige Alois Andritzki besuchte von 1920 bis 1924 die Volksschule in Radibor bei Bautzen. 1934 legte er sein Abitur in Bautzen ab. Von 1934 bis 1938 studierte er Philosophie und Theologie in Paderborn. Das Priesterseminar in Schmochtitz bei Bautzen besuchte er 1938. 1939 wurde er im Dom zu Bautzen zum Priester geweiht und am 6. August 1939, feierte er in Radibor seine Primiz. Danach erhielt er seine erste und einzige Anstellung zum Kaplan an der Hofkirche Dresden. Von Januar bis September 1941 in Untersuchungshaft in Dresden. Transport in das KZ Dachau im Oktober 1941. Im Dezember 1942 Erkrankung an Hungertyphus. Am 3. Februar 1943 im Krankenrevier umgekommen, wahrscheinlich durch eine Giftspritze. Die Beisetzung seiner Urne erfolgte am 15. August 1943 in Dresden. Er wurde am 13. Juni 2011 in Dresden selig gesprochen.

Gebet

Herr, unser Gott,

du hast den seligen Kaplan Alois Andritzki durch Bedrängnis hindurch zur Reife des christlichen Lebens geführt. Jung an Jahren war er bereit, sich wie das Weizenkorn für die große Ernte deines Reiches hinzugeben. Hilf uns, auf seine Fürsprache alle Menschenfurcht zu überwinden und mit unserem ganzen Leben deine Zeugen zu werden und Diener der Freude für unsere Schwestern und Brüder. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.


"Das Gebet ist oftmals nur ein Stammeln und scheint das Herz nicht zu befriedigen: Und doch ist das Gebet im Auge des Vaters höher und wertvoller als mancher schöne Psalmengesang und manche Prozession."

Aus einem Brief Alois Andritzki vom 17. Mai 1942 aus dem KZ Dachau.

Andritzki-Lied

Melodie: GL 220; "Das ist der Tag, den Gott gemacht"; Text: Otto Georgens / Klemens Ullmann


1. Du Gottesmann in schwerer Zeit,

warst stets für Christi Ruf bereit.

Bleibst uns in Liebe zugewandt,

o reich uns helfend deine Hand.


2. Du wolltest Gottes Sämann sein,

die frohe Botschaft auszustreun.

In Drangsal und in Dunkelheit

schenkst du noch Licht und Fröhlichkeit.


3. Der Gotteswahrheit Bote bist.

Treu standest du zu Jesus Christ.

Hast fest das Gottesreich bezeugt

und dich dem Irrtum nicht gebeugt.


4. Sei du mit deiner Liebe Kraft

bei uns auf unsrer Pilgerschaft.

Schütz uns in allem Kreuz und Leid.

Weis uns den Weg zur Seligkeit.

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