Allgemeine Einführung in das Römische Meßbuch 1969

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Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch

Institutio Generalis Missalis Romani
EDITIO TYPICA 1969 (1. Auflage)


Diese ist von Papst Paul VI. approbiert und tritt am 30. November 1969 zusammen mit der erneuerten Ordnung der Messfeier in Kraft: siehe Ordine missae.

(Quelle: Nachkonziliare Dokumentation, Nr. 19, Paulinus Verlag 1970, lateinisch-deutsch, S. 26-195)
Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


Inhaltsverzeichnis

I. KAPITEL: BEDEUTUNG UND WÜRDE DER EUCHARISTIEFEIER

1. Als Werk Christi und des hierarchisch gegliederten Volkes Gottes ist die Feier der heiligen Messe für die Welt- und Ortskirche wie auch für jeden einzelnen Gläubigen Mitte des ganzen christlichen Lebens.[1] In ihr findet das Wirken Gottes seinen Höhepunkt, durch das er in Christus die Welt heiligt, aber auch der Kult, den die Menschen dem Vater erweisen, indem sie ihn durch Christus, seinen Sohn, verherrlichen.[2] In der Eucharistiefeier werden zudem die Mysterien der Erlösung im Jahresablauf so begangen, dass sie in je bestimmter Weise gegenwärtig sind.[3] Alle anderen gottesdienstlichen Feiern und alle Werke christlichen Lebens stehen mit der Messe in Zusammenhang: sie gehen aus ihr hervor und führen zu ihr hin.[4]

2. Daher ist es von größter Bedeutung, die Feier der Messe, des Herrenmahls, so zu ordnen, dass alle Teilnehmer - die Gläubigen wie auch jene, die einen besonderen Dienst versehen - entsprechend ihrer Stellung mitwirken, um so in reicherer Fülle jene Frucht zu empfangen,[5] deretwegen der Herr Jesus Christus die Eucharistie als Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt und der Kirche, seiner geliebten Braut, als Gedächtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anvertraut hat.[6]

3. Das wird am besten erreicht, wenn unter Beachtung der Eigenarten und Gegebenheiten jeder Gemeinde die ganze Messfeier so gestaltet wird, dass sie zur bewussten, tätigen und vollen Teilnahme der Gläubigen führt, einer Teilnahme, die Leib und Seele umfasst und von Glaube, Hoffnung und Liebe getragen ist. So wünscht es die Kirche, so verlangt es das Wesen der Feier, und das ist kraft der Taufe Recht und Pflicht des christlichen Volkes.[7]

4. Durch die Mitfeier und tätige Teilnahme der Gläubigen wird erkennbar, dass die Feier ihrem Wesen nach ein kirchliches Handeln ist;[8] dennoch behält auch eine Eucharistiefeier ohne mitfeiernde Gemeinde ihre Heilskraft und Würde, da sie das Tun Christi und der Kirche ist,[9] bei welchem der Priester immer zum Heil des gesamten Volkes handelt.

5. Da die Eucharistiefeier wie die gesamte Liturgie in sichtbaren Zeichen geschieht, durch welche der Glaube genährt, gefestigt und bezeugt wird,[10] müssen jeweils solche von der Kirche angebotenen Ausdrucksformen und Riten mit größter Sorgfalt ausgewählt und gestaltet werden, die unter Berücksichtigung der konkreten Situation der Gemeinde die volle und tätige Teilnahme aller ihrer Glieder am ehesten ermöglichen und dem geistlichen Wohl der Menschen am besten entsprechen.

6. Die vorliegende Allgemeine Einführung will grundlegende Richtlinien für die rechte Ordnung der Eucharistiefeier bieten und Regeln für die verschiedenen Formen der Feier darlegen. Die Bischofskonferenzen können gemäß den Bestimmungen der Liturgiekonstitution für ihren Bereich Normen festlegen, die der Tradition und Eigenart der verschiedenen Völker, Gebiete und Gruppen entsprechen.[11]

II. KAPITEL: STRUKTUR, ELEMENTE UND TEILE DER EUCHARISTIEFEIER

I. DIE GRUNDSTRUKTUR DER MESSFEIER

7. Das Herrenmahl - die Messe - ist die heilige Versammlung des Volkes Gottes, die unter der Leitung des Priesters die Gedächtnisfeier des Herrn begeht.[12] Von jeder so versammelten Gemeinde der heiligen Kirche gilt in besonderer Weise die Verheißung Christi: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dort bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20).

8. Die heilige Messe besteht gewissermaßen aus zwei Teilen, dem Wortgottesdienst und der Eucharistiefeier, die jedoch so eng miteinander verbunden sind, dass sie eine einzige Gottesdienstfeier bilden:[13] denn in der Messe wird uns der Tisch des Gotteswortes wie des Herrenleibes bereitet,[14] von ihm wird den Gläubigen Lehre und Speise geboten.[15] Dazu kommen noch jene Riten, welche die Feier eröffnen und beschließen.

II. DIE EINZELNEN ELEMENTE DER MESSFEIER

Die Verkündigung und Auslegung des Wortes Gottes

9. Wann immer in der Kirche die Heilige Schrift gelesen wird, spricht Gott selbst zu seinem Volk und verkündet Christus, gegenwärtig in seinem Wort, die Frohbotschaft.[16]

Daher sind die Lesungen des Wortes Gottes eines der wesentlichen Elemente der Liturgie und von allen mit Ehrfurcht aufzunehmen. Zwar richtet sich Gottes Wort in den Lesungen der Heiligen Schrift an alle Menschen aller Zeiten, und es ist ihnen auch verständlich, doch wird seine Wirkkraft erhöht durch eine lebendige Auslegung - die Homilie - die einen Teil des liturgischen Geschehens bildet.[17]

Die Amtsgebete des Priesters und andere ihm zukommende Aufgaben

10. 'Unter den Gebeten, die dem Priester zukommen, steht an erster Stelle das eucharistische Hochgebet als Höhepunkt der ganzen Feier; es folgen die Orationen: Tagesgebet (Kollekte), Gabengebet und Schlussgebet. Diese Gebete werden vom Priester, in dem Christus selbst der Gemeinschaft vorsteht, im Namen des ganzen heiligen Volkes und aller Anwesenden an Gott gerichtet.[18] Sie werden daher mit Recht "Amtsgebete" genannt.

11. Der Priester hat als Vorsteher der versammelten Gemeinde außerdem Hinweise, Einleitungs- und Abschlussworte zu sprechen, die für den Verlauf des Gottesdienstes vorgesehen sind, das Wort Gottes zu verkünden und den Schlusssegen zu erteilen. Er kann zudem mit kurzen Worten dia Gläubigen zu Beginn der Feier in die Tagesmesse, vor den Lesungen in den Wortgottesdienst, vor der Präfation in das Eucharistiegebet einführen und vor der Entlassung ein Schlusswort zur ganzen Eucharistiefeier sprechen.

12. Die Worte, die der Priester als Vorsteher spricht, verlangen von ihrem Wesen her, dass sie deutlich und vernehmlich vorgetragen werden, und dass die Gläubigen aufmerksam zuhören.[19] Deshalb soll gleichzeitig nichts anderes gebetet oder gesungen werden; auch Orgel und andere Musikinstrumente sollen schweigen.

13. Der Priester spricht jedoch Gebete nicht nur im Namen der ganzen Gemeinde als ihr Vorsteher; manchmal betet er nur in eigenem Namen, um seinen Dienst mit größerer Sammlung und Andacht zu versehen. Diese Gebete werden leise gesprochen.

Weitere Teile innerhalb der Messfeier

14. Da die Feier der heiligen Messe von Natur aus Gemeinschaftscharakter hat,[20] kommt den Wechselrufen zwischen dem Leiter der Feier und der Gemeinde sowie den Akklamationen eine große Bedeutung zu.[21] Sie sind ja nicht nur äußere Zeichen gemeinsamen Feierns, sondern bewirken und vertiefen die Verbindung zwischen Priester und Gemeinde.

15. Die Akklamationen und die Antworten der Gemeinde auf den Gruß des Priesters und auf seine Amtsgebete bilden jenes Mindestmaß an tätiger Teilnahme, das in jeder Form der Messfeier von den versammelten Gläubigen zu leisten ist, damit das gemeinsame Handeln deutlich zum Ausdruck kommt und gefördert wird.[22]

16. Weitere Teile der Messfeier, die eine tätige Teilnahme der Gläubigen ausdrücken sowie fördern können und der ganzen Gemeinde zukommen, sind besonders das Schuldbekenntnis mit Vergebungsbitte, das Glaubensbekenntnis, das Fürbittgebet (Gebet der Giäubigen) und das Gebet des Herrn.

17. Bei den übrigen Teilen gibt es:

a) selbständige Teile, wie der Hymnus Gloria, der Antwortpsalm, Sanctus, die Akklamation zum Einsetzungsbericht und der Gesang nach der Kommunion;

b) Teile, die eine Handlung begleiten, wie der Eröffnungsgesang, der Gesang zur Gabenbereitung, der Gesang zum Brotbrechen (Agnus Dei) und der Gesang zur Kommunion.

Die Vortragsweise der verschiedenen Texte

18. Die Vortragsweise der Texte des Priesters, der anderen Mitwirkenden oder der Gemeinde soll der Eigenart des jeweiligen Textes entsprechen, je nachdem, ob es sich nun um Lesungen, Gebete, erklärende Hinweise, Akklamationen oder Gesänge handelt. Außerdem soll sie der Form der Messfeier und dem Grad der Festlichkeit entsprechen. Die Eigenart der verschiedenen Sprachen und das Empfinden der Völker ist gleichfalls zu berücksichtigen.

Daher können in den folgenden Normen und Anweisungen die Worte "sprechen" beziehungsweise "vortragen" gemäß den vorhin angeführten Grundsätzen sowohl im Sinne von "singen" als auch im Sinne von "sprechen" verstanden werden.

Die Bedeutung des Gesanges

19. Der Apostel mahnt die Gläubigen, die sich in der Erwartung der Wiederkunft ihres Herrn versammeln, miteinander Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder zu singen (vgl. Col 3,16). Der Gesang ist ja Ausdruck der Herzensfreude (vgl. Apg 2, 46). Augustinus sagt mit Recht "den Liebenden drängt es zum Singen"[23], und in einem alten Sprichwort heißt es "doppelt betet, wer gut singt".

Wenn es auch nicht erforderlich ist, immer alle zum Singen bestimmten Texte so vorzutragen, soll doch im Gottesdienst vom Gesang ausgiebig Gebrauch gemacht werden., Dabei sind die Eigenart der verschiedenen Völker und die Möglichkeiten der jeweiligen Gemeinschaften zu berücksichtigen.

Bei der Auswahl der Teile, die gesungen werden sollen, sind die wichtigeren zu bevorzugen, vor allem jene, die vom Priester oder einem anderen Mitwirkenden im Wechsel mit der Gemeinde oder vom Priester mit der Gemeinde zusammen gesungen werden.[24]

Da immer häufiger Gläubige verschiedener Sprachen zusammenkommen, sollten alle Gläubigen wenigstens einige Teile des Messordinariums, vor allem das Glaubensbekenntnis und Vaterunser, in einfachen Vertonungen gemeinsam lateinisch singen können.[25]

Gesten und Körperhaltung

20. Eine einheitliche Körperhaltung aller Versammelten ist ein Ze-ichen ihrer Gemeinschaft und Einheit; sie drückt die geistige Haltung und Einstellung der Teilnehmer aus und fördert sie.[26]

21. Um eine einheitliche Körperhaltung zu erreichen, sollen die Gläubigen auf die Weisungen hören, die der Diakon, der Priester oder ein anderer Mitwirkender ihnen während der Feier gibt.

Soweit keine andere Regelung getroffen wird, möge man in allen Messfeiern stehen: vom Eröffnungsgesang beziehungsweise dem Einzug des Priesters bis zum Tagesgebet, beim Alleluja vor dem Evangelium, bei der Verkündigung des Evangeliums, beim Glaubensbekenntnis und beim Fürbittgebet; dann vom Gabengebet an bis zum Ende der Messe. Während der Lesungen vor dem Evangelium, beim Antwortpsalm, zur Homilie und zur Gabenbereitung möge man sitzen, unter Umständen auch während der Stille nach der Kommunion. Wenn die Platzverhältnisse oder eine große Teilnehmerzahl oder andere vernünftige Gründe nicht daran hindern, möge man zum Einsetzungsbericht knien.

Es bleibt Sache der Bischofskonferenz, die in der römischen Messordnung beschriebenen Gesten und Körperhaltungen dem Empfinden des jeweiligen Volkes anzupassen,[27] jedoch so, dass sie dem Sinn und der Bedeutung der einzelnen Teile der Feier entsprechen.

22. Zu den Gesten zählen auch: der Einzug des Priesters, das Herbeibringen der Gaben und der Kommuniongang der Gläubigen. Diese Prozessionen sollen würdig ausgeführt und die ihnen zugeordneten Gesänge in einer der vorgesehenen Formen vorgetragen werden.

Die Stille

23. Die besinnliche Stille ist als Element der Feier zu gegebener Zeit zu halten.[28] Je nach der Stelle innerhalb der Feier hat die Stille einen verschiedenartigen Sinn. Sie gibt Gelegenheit zur Besinnung beim Schuldbekenntnis und nach den Gebetseinladungen, zur kurzen Meditation nach den Lesungen und nach der Homilie, zum Lob- und Herzensgebet nach der Kommunion.

III. DIE EINZELNEN TEILE DER MESSFEIER

A) Die Eröffnung

24. Die Teile vor dem Wortgottesdienst, nämlich Einzug, Begrüßung, Schuldbekenntnis, Kyrie, Gloria und Tagesgebet dienen der Eröffnung, Einleitung und Vorbereitung der ganzen Feier.

Ihre Aufgabe ist es, die zusammenkommenden Gläubigen zu einer Gemeinschaft zu verbinden und sie zu befähigen, in rechter Weise das Wort zu hören und würdig die Eucharistie zu feiern.

Der Einzug

25. Ist die Gemeinde versammelt, beginnt man beim Einzug des Priesters und jener, die einen besonderen Dienst versehen, mit dem Eröffnungsgesang. Er hat die Aufgabe, die Verbundenheit aller Teilnehmer zu vertiefen, sie in das Mysterium der liturgischen Zeit oder des Festes einzuführen sowie den Einzug des Priesters und der Dienste zu begleiten.

26. Der Gesang wird entweder im Wechsel von Sängerchor und Gemeinde beziehungsweise im Wechsel von Kantor und Gemeinde oder allein VOn der Gemeinde beziehungsweise allein vom Sängerchor ausgeführt. Man kann dafür die Antiphon mit dem dazugehörigen Psalm aus dem Graduale Romanum oder dem Graduale Simplex verwenden oder einen anderen Gesang, der diesem Teil der Feier, dem betreffenden Tag oder der liturgischen Zeit entspricht und dessen Text von der Bischofskonferenz gebilligt ist.

Kann zum Einzug nicht gesungen werden, soll die Antiphon aus dem Römischen Messbuch von allen oder einigen Gläubigen oder vom Lektor vorgetragen werden; notfalls vom Priester selbst nach der Begrüßung.

Die Begrüßung des Altares und der versammelten Gemeinde

27. Im Altarraum angekommen, grüßen der Priester und die Dienste den Altar. Der Priester und die höheren Dienste ehren den Altar durch den Kuß; gegebenenfalls kann der Priester ihn auch mit Weihrauch ehren.

28. Nach dem Einzugsgesang macht der Priester gemeinsam mit allen das Kreuzzeichen. Dann ruft er der versammelten Gemeinde durch den Gruß die Gegenwart des Herrn ins Bewusstsein. Durch den Gruß und die Antwort der Gemeinde wird die Gegenwärtigkeit des Mysteriums der Kirche in der feiernden Gemeinde zum Ausdruck gebracht.

Das Schuldbekenntnis

29. Nach der Begrüßung der Gemeinde kann der Priester oder ein anderer Geeigneter die Gläubigen kurz in die betreffende Messfeier einführen. Dann lädt der Priester zum Schuldbekenntnis ein, das von allen gemeinsam vollzogen und durch die vom Priester gesprochene Bitte um Vergebung abgeschlossen wird.

Das Kyrie

30. Dem Schuldbekenntnis folgt - sofern es nicht darin enthalten war - das Kyrie. Da in diesem Gesang die Gläubigen den Herrn anrufen und sein Erbarmen erbitten, soll das Kyrie für gewöhnlich von allen gesungen werden, das heißt von Gemeinde und Sängerchor beziehungsweise Kantor.

Jeder Ruf wird in der Regel einmal wiederholt; doch kann man auch weitere Wiederholungen oder kurze Texteinschübe (Tropen) anfügen, sofern sich das aus der Art der verschiedenen Sprachen, aus musikalischen Erfordernissen oder aus der konkreten Gestaltung der Feier ergibt. Wird das Kyrie nicht gesungen, soll man es sprechen.

Das Gloria

31. Im Gloria, dem ehrwürdigen altchristlichen Hymnus, verherrlicht die im Heiligen Geist geeinte Kirche den Vater und das Lamm und fleht um Erbarmen. Das Gloria wird von allen gemeinsam oder im Wechsel von Gemeinde und Sängerchor oder vom Sängerchor allein gesungen. Besteht keine Möglichkeit zum Gesang, soll es von allen gemeinsam oder im Wechsel gesprochen werden.

Das Gloria ist für Hochfeste, Feste und einige besondere Feiern vorgesehen sowie für alle Sonntage, mit Ausnahme der Adventszeit und der österlichen Bußzeit.

Das Tagesgebet

32. Anschließend lädt der Priester die Gemeinde zum Gebet ein; in einer kurzen gemeinsamen Stille soll sich jeder auf die Gegenwart Gottes besinnen und sein eigenes Gebet im Herzen formen. Dann betet der Priester das Tagesgebet (das auch "Kollekte" - zusammenfassendes Gebet - genannt wird). Dabei wird die Eigenart der Feier zum Ausdruck gebracht, und mit den Worten des Priesters das Gebet durch den Sohn im Heiligen Geist an Gott den Vater gerichtet.

Die Gemeinde schließt sich dem Gebet an, macht es sich zu eigen und gibt in der Akklamation Amen ihre Zustimmung.

In jeder Messfeier wird nur ein einziges Tagesgebet gesprochen; das gilt auch für das Gabengebet und das Schlussgebet.

Das Tagesgebet endet mit dem längeren Schluss, und zwar:

Wenn es an den Vater gerichtet ist: "Durch unseren Herrn Jesus Christus deinen Sohn, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit",

wenn es an den Vater gerichtet ist, zum Schluss aber der Sohn genannt wird: "Der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit";

wenn es an den Sohn gerichtet ist: "Der du lebst und herrschest mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit."

Gabengebet und Schlussgebet enden immer mit dem kürzeren Schluss, und zwar:

wenn sie an den Vater gerichtet sind: "Durch Christus unsern Herrn";

wenn sie an den Vater gerichtet sind, zum Schluss aber der Sohn genannt wird: "Der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit";

wenn sie an den Sohn gerichtet sind: "Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit."

B) Der Wortgottesdienst

33. Der Kern des Wortgottesdienstes besteht aus den Schriftlesungen mit den Zwischengesängen. Homilie, Glaubensbekenntnis und Fürbittgebete entfalten diesen Teil und schließen ihn ab. In den Lesungen, welche dann von der Homilie ausgedeutet werden, spricht Gott zu seinem Volk,[29] offenbart er das Erlösungs- und Heilsmysterium und nährt er das Leben im Geiste. Christus selbst ist in seinem Wort inmitten der Gläubigen gegenwärtig.[30] Dieses Wort Gottes macht sich die Gemeinde in den Gesängen zu eigen und bezeugt durch das Bekenntnis des Glaubens ihre Treue gegenüber dem Wort. Durch das Wort Gottes gestärkt, bittet sie in den Fürbitten für die Anliegen der gesamten Kirche und für das Heil der ganzen Welt.

Die Schriftlesungen

34. In den Lesungen wird den Gläubigen der Tisch des Wortes Gottes bereitet und der Reichtum der Schrift erschlossen.[31] Da nach der Überlieferung das Vorlesen nicht dem Vorsteher, sondern einem anderen Mitwirkenden zukommt, soll der Diakon oder - falls kein solcher da ist - ein anderer Priester das Evangelium verkünden; ein Subdiakon oder Lektor trage die übrigen Lesungen vor. Ist kein Diakon und auch kein anderer Priester da, soll der Leiter des Gottesdienstes selbst das Evangelium verkünden.[32]

35. Dass die Verkündigung des Evangeliums in großer Ehrfurcht erfolgen soll, zeigt die Liturgie selbst, da sie dem Evangelium im Vergleich zu den übrigen Lesungen besondere Ehrung erweist: sein Verkünder bereitet sich durch ein Gebet besonders vor, beziehungsweise er bittet um den Segen; die Gläubigen bezeugen in ihren Zurufen, dass Christus gegenwärtig ist und zu ihnen spricht, und sie hören das Evangelium stehend an. Außerdem werden dem Evangelienbuch selbst Zeichen der Ehrung erwiesen.

Die Zwischengesänge

36. Auf die erste Lesung folgt der Antwortpsalm (Graduale), der ein wesentliches Element des Wortgottesdienstes ist. In der Regel soll man den im Lektionar selbst angegebenen Psalm nehmen, weil sein Text mit den Lesungen in Zusammenhang steht, denn er ist im Hinblick auf die Lesungen ausgesucht. Damit jedoch die Gemeinde leichter einen Kehrvers zum Psalm singen kann, werden einige gleichbleibende Antwortpsalmen für die verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres und für die einzelnen Gruppen von Heiligenfesten angeboten, die man an Stelle des im Lektionar vorgesehenen Psalmes besonders dann verwenden kann, wenn man den Psalm singen will.

Der Psalmsinger (Psalmist) singt am Ambo oder an einem anderen geeigneten Platz die Psalmverse. Die Gemeinde sitzt und hört zu; nach Möglichkeit soll sie mit dem Kehrvers am Gesang teilnehmen, es sei denn, der Psalm wird ohne Unterbrechung, das heißt ohne Kehrvers vorgetragen.

Für den Gesang kann man statt des im Lektionar vorgesehenen Psalmes auch das Graduale aus dem Graduale Romanum oder den Antwort- bzw. Allelujapsalm aus dem Graduale Simplex in den dort angegebenen Formen verwenden.

37. Auf die zweite Lesung folgt das Alleluja oder je nach der liturgischen Zeit ein entsprechender anderer Gesang.

a) das Alleluja singt man das ganze Jahr hindurch, ausgenommen die österliche Bußzeit. Es kann von allen gemeinsam begonnen oder vom Sängerchor beziehungsweise Kantor angestimmt und gegebenenfalls von allen wiederholt werden. Die Verse werden aus dem Lektionar oder Graduale genommen.

b) der andere Gesang besteht aus dem Vers vor dem Evangelium oder aus einem weiteren Psalm (Traktus), wie im Lektionar oder Graduale angegeben.

38. Wird vor dem Evangelium nur eine Lesung vorgetragen, so gilt folgendes:

a) außerhalb der österlichen Bußzeit kann man nehmen: einen Allelujapsalm, oder einen Psalm und das Alleluja mit einem Vers, oder nur den Psalm oder nur das Alleluja.

b) in der österlichen Bußzeit wird entweder der Antwortpsalm oder der Vers vor dem Evangelium genommen.

39. Wird der Antwortpsalm nicht gesungen, spricht man ihn. Werden das Alleluja oder der Vers vor dem Evangelium nicht gesungen, so können sie entfallen.

40. Die Sequenzen sind mit Ausnahme von Ostern und Pfingsten nicht vorgeschrieben.

Die Homilie

41. Die Homilie ist ein Teil der Liturgie und wird nachdrücklich empfohlen,[33] denn sie ist notwendig, um das christliche Leben zu stärken. Ihr Inhalt sei eine Auslegung der Schriftlesung unter einem bestimmten Gesichtspunkt oder eine Auslegung anderer Texte der Tagesmesse unter Berücksichtigung des Mysteriums, das gefeiert wird und der besonderen Bedürfnisse der Hörer.[34]

42. An Sonn- und gebotenen Feiertagen ist in allen Messen, an denen Gläubige teilnehmen, eine Homilie zu halten; für die übrige Zeit ist sie besonders für die Wochentage des Advents, der österlichen Bußzeit und der Osterzeit empfohlen und auch für andere Feste und Anlässe, bei denen die Gläubigen zahlreicher zum Gottesdienst kommen.[35]

In der Regel soll der Leiter des Gottesdienstes selbst die Homilie halten.

Das Bekenntnis des Glaubens

43. Das Credo oder Glaubensbekenntnis dient als Element der Messfeier dazu, dass die Gemeinde dem Worte Gottes, wie sie es in den Lesungen und in der Homilie gehört hat, zustimmt, dass sie darauf antwortet und sich die wesentlichen Glaubenswahrheiten in Erinnerung ruft, bevor die eucharistische Feier beginnt.

44. Das Glaubensbekenntnis wird an den Sonntagen und Hochfesten vom Priester gemeinsam mit allen gesprochen. Es kann auch für andere feierliche Anlässe vorgesehen werden.

Will man es singen, soll es in der Regel von allen gemeinsam oder im Wechsel gesungen werden.

Das Fürbittgebet (Allgemeines Gebet)

45. Im Fürbittgebet übt die Gemeinde durch ihr Beten für alle Menschen ihr priesterliches Amt aus. Das Fürbittgebet gehört für gewöhnlich zu jeder mit einer Gemeinde gefeierten Messe, damit Fürbitten gehalten werden für die heilige Kirche, die Regierenden, für jene, die von mancherlei Not bedrückt sind, für alle Menschen und für das Heil der ganzen Welt.[36]

46. Die Reihenfolge der einzelnen Bitten soll in der Regel sein:

a) für die Anliegen der Kirche,

b) für die Regierenden und für das Heil der ganzen Welt,

c) für alle von verschiedener Not Bedrückten,

d) für die Ortsgemeinde.

Bei besonderen Feiern wie Firmung, Trauung, Begräbnis und ähnlichem kann die Reihenfolge der Fürbitten jedoch mehr diesen Anlaß berücksichtigen.

47. Es ist die Aufgabe des Priesters, dieses Gebet zu leiten, die Gläubigen zum Gebet einzuladen und es zu beschließen. Die Bitten sollen vom Diakon oder vom Kantor oder von jemand anderem vorgetragen werden.[37] Die ganze Gemeinde bringt ihr Beten durch eine gemeinsame Anrufung nach den einzelnen Bitten oder durch ein stilles Gebet zum Ausdruck.

C) Die Eucharistiefeier

48. Das Letzte Abendmahl, bei dem Christus die Gedächtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung einsetzte, wird in der Kirche immer gegenwärtig, so oft der Priester, der Christus den Herrn repräsentiert, das gleiche tut wie Christus selbst es getan und den Jüngern zu seinem Gedächtnis zu tun anvertraut hat, da er das Opfer und das österliche Mahl einsetzte.[38]

Christus nahm das Brot und den Kelch, sprach den Lobpreis, brach das Brot und reichte beides seinen Jüngern mit den Worten: "Nehmet, esset und trinket, das ist mein Leib, das ist der Kelch meines Blutes. Tut dies zu meinem Gedächtnis." Die Kirche hat die Liturgie der Eucharistiefeier so geordnet, dass sie diesen Worten und Handlungen Christi entspricht:

1) Bei der Gabenbereitung werden Brot und Wein sowie Wasser zum Altar getragen; jene Elemente, die Christus in seine Hände genommen hat.

2) Im eucharistischen Hochgebet wird Gott für das gesamte Heilswerk gedankt, und die Gaben werden zu Christi Leib und Blut.

3) Im Brechen des einen Brotes wird die Einheit der Gläubigen kundgetan, und in der Kommunion empfangen sie den Leib und das Blut des Herrn wie einst die Apostel aus Christi Hand.

Gabenbereitung

49. Zu Beginn der Eucharistiefeier bringt man zum Altar die Gaben, die Leib und Blut Christi werden.

Zuerst wird als Mittelpunkt der ganzen Eucharistiefeier der Altar, der Tisch des Herrn,[39] bereitet: Korporale, Purifikatorium, Kelch und Altarbuch werden zum Altar gebracht und bereitgestellt.

Dann bringt man die Gaben zum Altar. Sinnvoll und wünschenswert ist es, dass die Gläubigen Brot und Wein herbeibringen, die dann der Priester oder Diakon entgegennimmt und auf den Altar stellt; dabei spricht der Priester die Begleitgebete. Wenn heute auch die Gläubigen Brot und Wein für die Eucharistiefeier nicht mehr, wie früher, selbst zur Verfügung stellen, behält diese Handlung doch ihre Aussagekraft und Bedeutung.

Es können auch Geld und andere Gaben für die Armen oder für die Kirche von den Gläubigen gebracht bzw. in der Kirche eingesammelt, entgegengenommen und an einem geeigneten Platz - jedoch nicht auf dem Tisch der Eucharistiefeier niedergestellt werden.

50. Das Herbeibringen der Gaben wird vom Gesang zur Gabenbereitung begleitet, der wenigstens so lange fortgesetzt wird, bis die Gaben zum Altar gebracht sind. Die Bestimmungen für diesen Gesang sind dieselben wie für den Eröffnungsgesang (n. 26). Wird nicht gesungen, entfällt auch das Lesen des Textes.

51. Hierauf kann man die Gaben auf dem Altar und den Altar inzensieren; dadurch soll angedeutet werden, dass die Gabe der Kirche und ihr Gebet wie Weihrauch vor das Angesicht Gottes emporsteigt. Anschließend kann der Diakon oder ein anderer Altardiener auch den Priester und das Volk inzensieren.

52. Dann wäscht der Priester die Hände; es soll dies Ausdruck des Verlangens nach innerer Reinigung sein.

53. Wenn die Gaben auf dem Altar bereitgestellt und die begleitenden Handlungen beendet sind, wird die Gabenbereitung durch die Einladung an die Gemeinde, mit dem Priester zu beten, und durch das Gabengebet abgeschlossen, das zugleich zum eucharistischen Hochgebet überleitet.

Das eucharistische Hochgebet

54. Im eucharistischen Hochgebet, dem Gebet der Danksagung und Heiligung, erreicht die ganze Feier ihre Mitte und ihren Höhepunkt. Der Priester lädt die Gemeinde ein, in Gebet und Danksagung die Herzen zum Herrn zu erheben; so nimmt er alle Versammelten in jenes Gebet hinein, das er nun im Namen aller durch J esus Christus an Gott den Vater richtet. Sinn dieses Gebetes ist es, die ganze Gemeinde der Gläubigen im Lobpreis der Machterweise Gottes und in der Darbringung des Opfers mit Christus zu vereinen.

55. Die wesentlichen Elemente des eucharistischen Hochgebetes sind:

a) Die Danksagung: Sie findet in der Präfation ihre stärkste Ausprägung. Im Namen des ganzen heiligen Volkes Gottes rühmt der Priester den Vater und dankt ihm für das gesamte Werk der Erlösung beziehungsweise hebt entsprechend dem Tag, Fest oder Zeitabschnitt ein bestimmtes Geheimnis des Heilswerkes hervor.

b) Der Sanktus-Ruf: Die gesamte Gemeinde vereint sich mit den himmlischen Mächten und singt oder spricht das "Dreimalheilig" . Dieser Ruf gehört zum eucharistischen Hochgebet selbst und wird von allen gemeinsam mit dem Priester vorgetragen.

e) Bitte um Weihe: In besonderen Bittgebeten fleht die Kirche um Gottes Kraft, damit die von den Menschen bereiteten Gaben geweiht, das heißt zu Leib und Blut Christi werden, und damit das makellose Opfer denen, die es in der Kommunion empfangen, zum Heile gereiche.

d) Der Einsetzungsbericht: Durch Christi Wort und Tun wird das Abendmahl gegenwärtig, bei dem Christus, der Herr, selbst das Sakrament seines Leidens und seiner Auferstehung einsetzte, da er den Aposteln seinen Leib und sein Blut unter den Gestalten von Brot und Wein zum Essen und Trinken reichte und ihnen zugleich den Auftrag gab, dieses Mysterium fortdauern zu lassen.

e) Das Gedächtnisgebet: Die Kirche erfüllt den Auftrag, den sie von Christus, dem Herrn, durch die Apostel erhalten hat, und begeht sein Gedächtnis. Dabei gedenkt sie besonders des heilbringenden Leidens, der glorreichen Auferstehung und der Himmelfahrt.

f) Das Darbringungsgebet: In diesem Gedächtnis bringt die Kirche, vor allem insofern sie hier und jetzt zur Feier versammelt ist, im Heiligen Geist die makellose Opfergabe dem Vater dar. Die Kirche möchte erreichen, dass die Gläubigen nicht nur die makellose Opfergabe darbringen, sondern auch lernen, sich selbst hinzu schenken und durch Christus, den Mittler, zu einer immer innigeren Einheit mit Gott und untereinander gelangen, auf dass Gott alles in allem sei.[40]

g) Die Fürbitten: Sie bringen zum Ausdruck, dass die Eucharistie in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche, der himmlischen wie der irdischen, gefeiert wird und dass die Darbringung für sie und alle ihre Glieder, die Lebenden wie Verstorbenen erfolgt, da sie alle zur Teilnahme an dem durch Christi Leib und Blut erlangten Heil der Erlösten berufen sind.

h) Der abschließende Lobpreis: Er bringt die preisende Verherrlichung zum Ausdruck und wird durch die Akklamation der Gemeinde bekräftigt und abgeschlossen.

Die Bedeutung des eucharistischen Hochgebetes verlangt, dass alle es in ehrfürchtigem Schweigen anhören und durch die vorgesehenen Akklamationen mitvollziehen.

Die Speisung

56. Da die Eucharistiefeier das österliche Mahl ist, sollen die Gläubigen, entsprechend dem Auftrag des Herrn, seinen Leib und sein Blut als geistliche Nahrung empfangen.[41] Die Brotbrechung und die anderen vorbereitenden Handlungen dienen der unmittelbaren Vorbereitung auf die Kommunion der Gläubigen.

a) Das Gebet des Herrn: in ihm bitten wir um das tägliche Brot, das den Christen vor allem im Leib des Herrn zuteil wird; außerdem wird um Befreiung von Sünden gebeten, damit "das Heilige Geheiligten" gereicht werde. Der Priester lädt zum Gebet ein, alle Gläubigen sprechen es dann gemeinsam mit ihm. Der Priester allein trägt den Embolismus vor, den die Gemeinde mit der Doxologie abschließt. Der Embolismus führt die letzte Bitte des Vaterunser weiter und erbittet für die gesamte Gemeinde der Gläubigen die Befreiung von der Macht des Bösen. Die Einladung, das Vater unser selbst, der Embolismus und die Schlussdoxologie der Gemeinde werden gesungen oder vernehmlich gesprochen.

b) Es folgen Worte und Gesten, in denen die Gläubigen um Frieden und Einheit der Kirche und der gesamten Menschheitsfamilie bitten und einander ihre Liebe bezeugen, ehe sie an dem einen Brot teilhaben.

Die Form des Friedensgrußes soll von den Bischofskonferenzen entsprechend dem Charakter und den Bräuchen der Völker bestimmt werden.

c) Das Brotbrechen wurde von Christus beim letzten Abendmahl vollzogen und gab in der apostolischen Zeit der ganzen Eucharistiefeier den Namen. Das Brechen des Brotes hat nicht nur eine praktische Bedeutung, sondern zeigt, dass wir alle in der Kommunion von dem einen Brot des Lebens essen, das Christus ist, und dadurch ein Leib werden (1 Cor 10, 17).

d) Die Mischung: der Priester gibt einen Teil der Hostie in den Kelch.

e) Das Agnus Dei: während Brechung und Mischung wird vom Sängerchor oder vom Kantor unter Beteiligung aller das Agnus Dei in der Regel gesungen, sonst vernehmlich gesprochen. Diesen Ruf kann man solange wiederholen, bis das Brotbrechen beendet ist. Der letzte Ruf schließt mit den Worten Gib uns den Frieden.

f) Um den Leib und das Blut Christi fruchtbringend zu empfangen, bereitet sich der Priester in stillem Gebet darauf vor. Auch die Gläubigen sollen in Stille beten.

g) Der Priester zeigt dann den Gläubigen das eucharistische Brot, das sie in der Kommunion empfangen und lädt sie zum Mahl des Herrn ein. Gemeinsam mit ihnen drückt er mit Worten des Evangeliums die Gesinnung der Demut aus.

h) Für die Kommunion der Gläubigen sollten möglichst die Hostien in jeder Messe eigens konsekriert werden, bei den vorgesehenen Gelegenheiten sollen die Gläubigen auch am Kelch teilhaben. Dadurch wird die Teilnahme am Opfer, das gefeiert wird, auch im Zeichen besser sichtbar.[42]

i) Der Kommunionempfang des Priesters und der Gläubigen wird vom Kommuniongesang begleitet. Sein Sinn besteht darin, die geistliche Gemeinschaft der Kommunizierenden in gemeinsamem Singen zum Ausdruck zu bringen, die Herzensfreude zu zeigen und den Gang zur Kommunion brüderlicher zu gestalten. Sobald der Priester kommuniziert, wird der Gesang begonnen und während der Kommunion der Gläubigen solange fortgesetzt, wie es passend erscheint. Ist ein Gesang nach der Kommunion vorgesehen, soll der Kommuniongesang rechtzeitig beendet werden.

Als Gesang kann man die Antiphon aus dem Graduale Romanum - mit oder ohne Psalm verwenden oder die Antiphon mit Psalm aus dem Graduale Simplex oder einen andern passenden Gesang, der von der Bischofskonferenz approbiert ist. Der Gesang wird vom Sängerchor allein oder vom Sängerchor oder Kantor mit der Gemeinde ausgeführt.

Wird zum Kommuniongang nicht gesungen, wird die im Messbuch angegebene Antiphon von den Gläubigen oder von einer Gruppe oder vom Lektor gesprochen, notfalls vom Priester selbst nach seiner Kommunion, bevor er den Gläubigen die Kommunion reicht.

j) Gegebenenfalls beten Priester und Gläubige nach Beendigung der Kommunionspendung einige Zeit in Stille. Es kann aber auch noch ein Hymnus oder Psalm oder ein anderes Loblied gesungen werden.

k) Im Schlussgebet bittet der Priester, dass die Feier des Mysteriums Frucht bringe. Das Volk macht sich dieses Gebet durch die Akklamation Amen zu eigen.

D) Der Schluss

57. Den Abschluss der Feier bilden:

a) Gruß und Segen des Priesters, die an bestimmten Tagen und zu besonderen Anlässen durch ein Gebet über das Volk oder durch eine andere feierliche Textfassung erweitert werden.

b) Die Entlassung: sie schließt die gottesdienstliche Versammlung und läßt die Teilnehmer, den Herrn lobpreisend, zu ihren guten Werken zurückkehren.

III. KAPITEL: AUFGABEN UND DIENSTE IN DER MESSFEIER

58. In der Gemeinschaft, die sich zur Feier der Messe versammelt, hat jeder einzelne das Recht und den Auftrag, tätig mitzuwirken,[43] und zwar in verschiedener Weise, je nach seiner Stellung und Aufgabe.[44] Dabei sollen alle, ob sie einen besonderen Dienst ausüben oder nicht, nur das und all das tun, was ihnen zukommt.[45] Dadurch soll aus der Gestalt der Feier selbst die in verschiedenartige Ämter und Dienste gegliederte Kirche erkennbar werden.

I. AUFGABEN UND ÄMTER

AUF GRUND DES WEIHESAKRAMENTES

59. Jede rechtmäßige Feier der Eucharistie steht unter der Leitung des Bischofs, der ihr entweder selbst oder durch die Priester, seine Mitarbeiter, vorsteht.[46]

Ist der Bischof bei einer Messfeier, an der Gläubige teilnehmen, selbst anwesend, sollte er den Vorsitz führen und mit den Priestern - wenn möglich durch Konzelebration - eine Feiergemeinschaft bilden.

Das geschieht nicht, um die äußere Feier glanzvoller zu gestalten, sondern um das Mysterium der Kirche zu verdeutlichen, die das "Sakrament der Einheit" ist.[47]

Feiert jedoch der Bischof nicht die Eucharistie, sondern beauftragt er jemand anderen dazu, möge er selbst den Wortgottesdienst und den Abschluss der Messfeier leiten.

60. Auch der Priester steht der zur Feier versammelten Gemeinde in der Person Christi vor. Er leitet ihr Gebet, verkündet ihr die Botschaft des Heiles, bindet die Gläubigen mit sich, wenn er dem Vater durch Christus im Heiligen Geist das Opfer darbringt und hat mit seinen Brüdern am Brot des ewigen Lebens Anteil. Wenn er daher die Eucharistie feiert, soll er Gott und der Gemeinde in Würde und Demut dienen und durch sein ganzes Verhalten wie auch durch den Vortrag der heiligen Worte den Gläubigen die lebendige Gegenwart Christi bewusst machen.

61. Bei den Diensten steht der Diakon an erster Stelle, dessen Amt schon von Anbeginn der Kirche besonders geachtet ist. Bei der Messfeier hat er bestimmte, ihm zukommende Aufgaben: Verkündigung des Evangeliums, in bestimmten Fällen Verkündigung des Wortes Gottes, Führung des Gebetes der Gemeinde im Fürbittgebet, Unterstützung des Priesters bei der Ausspendung der Kommunion, besonders der Kelchkommunion; schließlich gibt er der Gemeinde bisweilen Hinweise für ihr Verhalten während der Feier.

II. AUFGABEN UND DIENSTE DES VOLKES GOTTES

62. In der Feier der Messe bilden die Gläubigen die heilige Gemeinde, das Volk, das Gott sich erworben hat, die königliche Priesterschaft, damit sie Gott danksagen und die makellose Opfergabe nicht nur durch die Hand des Priesters, sondern auch zusammen mit ihm darbringen und dadurch sich selber darbringen lernen.[48] Sie sollen sich bemühen, durch tiefe Frömmigkeit sowie durch ihre Liebe gegenüber den Mitfeiernden dies zum Ausdruck zu bringen.

Jede Eigenbrötelei und Uneinigkeit sei ihnen fern im Bewusstsein des einen gemeinsamen Vaters im Himmel, vor dem alle untereinander Brüder sind.

So bilden sie eine Gemeinschaft, wenn sie Gottes Wort hören, gemeinsam beten und singen, gemeinsam das Opfer darbringen und gemeinsam am Tisch des Herrn teilhaben. Diese Verbundenheit findet auch passenden Ausdruck in den Gesten und in der Körperhaltung, die alle Gläubigen einheitlich einnehmen.

Die Gläubigen mögen gerne bereit sein, dem Volk Gottes in Freude zu dienen, wenn sie gebeten werden, in der Feier einen besonderen Dienst zu übernehmen.

63. Unter den Gläubigen versieht der Sängerchor (Schola, Chor) einen eigenen liturgischen Dienst: ihm obliegt die würdige Ausführung der ihm zukommenden Teile je nach den verschiedenen Arten der Gesänge und die Förderung des Gemeindegesangs als tätige Teilnahme der Gläubigen.[49] Was vom Sängerchor gesagt wurde, gilt entsprechend für alle anderen, die im Gottesdienst musikalisch mitwirken, besonders auch für den Organisten.

64. Nach Möglichkeit soll ein Kantor oder Chorleiter den Gesang der Gemeinde leiten und stützen. Steht kein Sängerchor zur Verfügung, übernimmt die Aufgabe des Vorsingens der Kantor, wobei die Gemeinde sich an dem Gesang beteiligt.[50]

III. BESONDERE DIENSTE

65. Der Subdiakon ist zum Dienst am Altar und zur Unterstützung von Priestern und Diakon geweiht. Er soll Altar und liturgische Gefäße bereiten und die Epistel vortragen.

66. Der Lektor - auch wenn er Laie ist - hat in der Eucharistiefeier eine eigene Aufgabe, die er auch dann ausüben soll, wenn Dienste höherer Weihestufen anwesend sind. Ihm obliegt es, alle Lesungen der Heiligen Schrift vorzutragen, das Evangelium und, falls ein Subdiakon da ist, die Epistel ausgenommen. Er kann auch den Psalm zwischen den Lesungen vortragen, falls kein Psalmsänger da ist.

Da die Gläubigen beim Hören der Schriftlesung deren lebendige Kraft erfahren sollen,[51] ist es notwendig, dass die beauftragten Lektoren geeignet und gut vorbereitet sind.

Die Bischofskonferenz kann die Erlaubnis geben, dass Frauen außerhalb des Altarraumes die dem Evangelium vorausgehenden Lesungen vortragen, falls kein für den Dienst des Lektors geeigneter Mann da ist.

67. Aufgabe des Psalmsängers ist es, den Psalm oder andere biblische Zwischengesänge vorzutragen. Damit er seine Aufgabe richtig erfüllen kann, muß er mit dem Psalmsingen vertraut sein und gut vortragen können.

68. Unter den weiteren Diensten haben eInIge besondere Aufgaben innerhalb, andere außerhalb des Altarraumes zu erfüllen.

Zu den ersteren zählen jene, die Messbuch, Kreuz, Kerzen, Brot, Wein, Wasser und Rauchfass tragen.

Dienste außerhalb des Altarraumes sind:

a) Der Sprecher, der den Gläubigen Erklärungen und Hinweise gibt, um sie in die Feier einzuführen und ihnen ein tieferes Verständnis zu vermitteln. Seine Hinweise sollen sehr sorgfältig vorbereitet, knapp und verständlich sein.

Bei der Ausübung seines Dienstes soll der Sprecher einen geeigneten Platz vor den Gläubigen, jedoch nicht am Ambo, einnehmen.

b) In manchen Gebieten gibt es weitere Mitwirkende, welche die Gläubigen am Kircheingang empfangen, sie zu ihren Plätzen geleiten und Ordnungsdienste versehen.

c) Die Sammler in der Kirche.

69. Besonders in großen Kirchen und Gemeinschaften empfiehlt es sich, jemanden zu beauftragen, die liturgischen Feiern entsprechend vorzubereiten und für einen würdigen, geordneten und ehrfürchtigen Verlauf durch alle Mitwirkenden zu sorgen.

70. Alle Aufgaben, zu denen nicht die Diakonen oder eine höhere Weihestufe erforderlich ist, können auch von Laien ausgeführt werden. Dienste, die außerhalb des Altarraumes zu leisten sind, können auch Frauen übertragen werden. wenn der Kirchenrektor es für angebracht erachtet.

71. Wenn mehrere anwesend sind, die denselben Dienst ausüben können, kann man die verschiedenen Aufgaben ihres Dienstes aufteilen, zum Beispiel kann der eine Diakon die zum Singen vorgesehenen Texte übernehmen, ein anderer den Dienst am Altar; sind mehrere Lesungen vorgesehen, können sie unter die Lektoren aufgeteilt werden, und ähnliches.

72. Wenn in einer Messfeier mit Gemeinde nur ein Dienst zur Verfügung steht, kann er mehrere Aufgaben übernehmen.

73. Der Verlauf jeder liturgischen Feier soll im Hinblick auf rituelle, seelsorgliche und musikalische Gesichtspunkte von den Zuständigen sorgfältig vorbereitet werden. Die Leitung der Vorbereitung liegt beim Kirchenrektor, der auch die Meinung der Gläubigen zu den sie unmittelbar betreffenden Fragen zur Kenntnis nehmen soll.

IV. KAPITEL: DIE VERSCHIEDENEN FORMEN DER MESSFEIER

74. Wegen ihrer besonderen Bedeutung nimmt innerhalb der Ortskirche jene Messfeier einen besonderen Rang ein, die der Bischof selbst, umgeben von Priestern der Ortskirche und anderen Diensten,[52] leitet, und an der das heilige Volk Gottes voll und tätig teilnimmt. Denn hier wird in besonderer Weise die Kirche sichtbar.

75. Eine bedeutende Stellung kommt auch der Messe zu, die mit einer Gemeinschaft, vor allem mit einer Pfarrgemeinde, gehalten wird, da in dieser Feier die Gesamtkirche an einem bestimmten Ort und zu bestimmter Zeit gegenwärtig wird; das gilt besonders vom gemeinsamen Sonntagsgottesdienst.[53]

76. Unter den Messen, die von bestimmten Gemeinschaften gefeiert werden, hat die "Konventmesse" im täglichen Offizium eine eigene Stellung. Obwohl die Konventmesse keine besondere Form der Feier erfordert, sollte sie nach Möglichkeit als gesungene Messe gehalten werden und unter voller Teilnahme jener, die zur betreffenden Ordens- oder Kanonikergemeinschaft gehören. In dieser Feier sollen alle entsprechend ihrer Weihestufe den Dienst ausüben. Alle Priester sollten in der Konventmesse womöglich konzelebrieren, soweit nicht seelsorgliche Erfordernisse entgegenstehen.[54] Dabei können alle, die zu dieser Gemeinschaft gehören - sowohl Priester, die aus seelsorglichen Gründen einzeln zelebrieren müssen, wie auch Nichtpriester - unter beiden Gestalten die Kommunion empfangen.

I. DIE MESSFEIER MIT GEMEINDE

77. Unter "Messfeier mit Gemeinde" ist eine Messe zu verstehen, die mit Gläubigen gehalten wird. Besonders an Sonn- und Feiertagen sollte sie mit Gesang und unter Mitwirkung der entsprechenden Dienste gefeiert werden.[55] Sie kann jedoch auch ohne Gesang und mit nur einem Dienst gefeiert werden.

78. Außer dem Priester sollte in der Regel ein Lektor, ein Kantor und wenigstens ein Altardiener vorhanden sein; diese Form wird im folgenden als "Grundform" bezeichnet. Der nachstehend beschriebene Verlauf der Messfeier sieht jedoch auch die Möglichkeit einer größeren Anzahl von Mitwirkenden vor.

In jeder Form der Feier kann ein Diakon seinen Dienst ausüben.

Die Vorbereitung

79. Der Altar soll mit wenigstens einem Tuch bedeckt sein. Auf dem Altar oder um ihn werden mindestens zwei - wahlweise auch vier oder sechs, und wenn der Ortsbischof die Messe feiert siebenLeuchter mit brennenden Kerzen aufgestellt. Auf dem Altar oder in seiner Nähe soll außerdem das Kreuz stehen. Leuchter und Kreuz können auch in der Einzugsprozession mitgetragen werden. Das Evangelienbuch kann man auch auf den Altar legen, falls es vom Lektionar unterschieden ist und nicht in der Einzugsprozession mitgetragen wird.

80. Im Altarraum sind vorzubereiten:

a) Beim Priestersitz: das Messbuch und gegebenenfalls ein Buch mit den Gesängen;

b) Auf dem Ambo: das Lektionar;

c) Auf dem Kredenztisch: Kelch, Korporale, Purifikatorium, Palla (falls sie verwendet wird), Patene und Hostienbehälter (falls erforderlich) mit dem Brot für die Kommunion des Priesters, der Dienste und der Gemeinde, je ein Kännchen mit Wein und Wasser, wenn dies nicht von den Gläubigen zur Gabenbereitung herbeigebracht wird; außerdem, was zur Handwaschung nötig ist. Der Kelch sei mit einem Tuch bedeckt, das immer weiß sein kann.

81. In der Sakristei sollen die liturgischen Gewänder für Priester und Dienste bereitliegen, wie sie für die jeweilige Form der Feier benötigt werden:

a) für den Priester: Albe, Stola und Messgewand;

b) für den Diakon: Albe, Stola und Dalmatik; von der Dalmatik kann man, falls notwendig oder falls der Gottesdienst nicht so feierlich gehalten wird, absehen.

c) für den Subdiakon: Albe und Tunika; von der Tunika kann man aus den gleichen Gründen absehen;

d) für alle übrigen Dienste: Albe oder Chorrock.

Alle, die eine Albe anziehen, können gegebenenfalls auch Zingulum und Schultertuch gebrauchen.

A) DIE GRUNDFORM

Die Eröffnung

82. Ist die Gemeinde versammelt, ziehen Priester und Dienste in liturgischer Kleidung in dieser Reihenfolge zum Altar:

a) falls Weihrauch verwendet wird, ein Altardiener mit dem Weihrauchfaß, in das Weihrauch eingelegt ist;

b) die Altardiener - gegebenenfalls mit Kerzen - und zwischen ihnen, falls üblich, der Kreuzträger, dann die übrigen Dienste;

c) der Lektor, der das Evangelienbuch tragen kann;

d) der Priester, der die Messe feiert.

Wird Weihrauch verwendet, legt der Priester vor Beginn des Einzugs Weihrauch ein.

83. Während des Einzugs zum Altar wird der Eröffnungsgesang gesungen (vgl. nn. 25-26).

84. Am Altar angelangt, erweisen Priester und Dienste das entsprechende Zeichen der Verehrung, das heißt sie machen eine tiefe Verneigung beziehungsweise - wenn ein Tabernakel mit dem heiligen Sakrament da ist - eine Kniebeuge.

Wurde das Kreuz in der Prozession mitgetragen, stellt man es neben dem Altar oder an einer anderen passenden Stelle auf. Die Altardiener stellen die Leuchter neben den Altar oder auf den Kredenztisch; das Evangelienbuch wird auf den Altar gelegt.

85. Der Priester tritt an den Altar und küßt ihn; gegebenenfalls kann er ihn dann umschreiten und inzensieren.

86. Anschließend geht der Priester zum Sitz; alle stehen, und nach Beendigung des Eröffnungsgesangs macht der Priester gemeinsam mit der ganzen Gemeinde das Kreuzzeichen und spricht: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Die Gemeinde antwortet: Amen.

Dann begrüßt der Priester die Gemeinde. Er wendet sich ihr zu, breitet die Hände aus und spricht eines der vorgesehenen Grußworte. Er oder ein geeigneter Mitwirkender können auch in kurzen Worten die Gläubigen in die Tagesmesse einführen.

87. Nach dem Schuldbekenntnis folgen entsprechend den Rubriken Kyrie und Gloria (nn. 30-31). Das Gloria kann entweder vom Priester oder von den Vorsängern oder auch von allen gemeinsam angestimmt werden.

88. Der Priester lädt dann die Gemeinde zum Gebet ein; er faltet die Hände und spricht: "Lasset uns beten." Alle beten kurz unter Stillschweigen gemeinsam mit dem Priester. Dann breitet er die Hände aus und spricht das Tagesgebet; am Schluss stimmt die Gemeinde m;t dem "Amen" zu.

Der Wortgottesdienst

89. Ist das Tagesgebet beendet, geht der Lektor zum Ambo und trägt die erste Lesung vor; alle hören sie sitzend an und sprechen am Ende die Akklamation.

90. Der Psalmsänger bzw. der Kantor oder auch der Lektor trägt nach der Lesung den Psalm vor; die Gemeinde beteiligt sich mit dem Kehrvers (vgl. n. 36).

91. Kommt vor dem Evangelium noch eine zweite Lesung, trägt sie der Lektor wie oben angegeben vom Ambo aus vor. Alle sitzen und hören zu; am Schluss sprechen sie die Akklamation.

92. Es folgt das AlleLuja bzw. je nach der liturgischen Zeit ein anderer Gesang (vgl. nn. 37-39).

93. Während des Alleluja bzw. des anderen Gesangs legt der Priester gegebenenfalls Weihrauch ein. Dann faltet er die Hände, verneigt sich vor dem Altar und spricht leise das "Munda cor".

94. Wenn das Evangelienbuch auf dem Altar lag, nimmt er es nun und geht zum Ambo; vor ihm gehen Altardiener, die Weihrauch und Kerzen mittragen können.

95. Am Ambo öffnet der Priester das Buch und spricht: "Der Herr sei mit euch", dann "Aus dem ... ". Er macht mit dem Daumen das Kreuzzeichen auf das Buch und auf Stirn, Mund und Brust. Falls Weihrauch verwendet wird, inzensiert er dann das Buch. Nach der Akklamation der Gemeinde verkündet er das Evangelium. Danach küßt er das Buch und spricht leise: "Herr, durch dein Evangelium nimm hinweg unsere Sünden." Nach dem Evangelium folgt entsprechend dem jeweiligen Brauch die Akklamation der Gemeinde.

96. Ist kein Lektor da, trägt der Priester selbst alle Lesungen - und notfalls auch die Zwischengesänge - vom Ambo aus vor. Dort legt er gegebenenfalls auch Weihrauch ein und spricht verneigt das "Munda cor".

97. Die Homilie wird vom Priestersitz oder vom Ambo aus gehalten.

98. Das Glaubensbekenntnis wird von Priester und Gemeinde gesprochen (vgl. n. 44). Zu den Worten "Er hat Fleisch angenommen ... " verneigen sich alle; am Fest der Verkündigung des Herrn und an Weihnachten knien alle nieder.

99. Dann folgt unter Beteiligung der Gemeinde das Fürbittgebet, das der Priester vom Sitz oder vom Ambo aus leitet (vgl. nn. 45-47).

Die Eucharistiefeier

100. Sind die Fürbitten beendet, beginnt man mit dem Gabengesang (vgl. n. 50). Die Altardiener bringen Korporale, Purifikatorium, Kelch und Messbuch zum Altar.

101. Es ist wünschenswert, dass die Beteiligung der Gläubigen dadurch sichtbar wird, dass sie Brot und Wein für die Eucharistiefeier oder andere Gaben bringen, die den Bedürfnissen der Kirche und den Armen dienen.

Der Priester nimmt unter Mitwirkung der Altardiener die Gaben entgegen; Brot und Wein für die Eucharistiefeier werden zum Altar gebracht, andere Gaben an einem geeigneten Platz niedergelegt.

102. Der Priester nimmt am Altar von einem der Altardiener die Schale mit dem Brot entgegen, hebt sie mit beiden Händen ein wenig empor und spricht die zugehörigen Worte. Dann legt er die Schale mit dem Brot auf das Korporale.

103. Hierauf geht er an die Seite des Altares.

Einer der Altardiener reicht dem Priester die Kännchen. Der Priester gießt Wein und etwas Wasser in den Kelch und spricht leise die zugehörigen Worte. Dann kehrt er zur Mitte des Altars zurück, nimmt den Kelch, hebt ihn mit beiden Händen empor und spricht die zugehörigen Worte. Danach stellt er den Kelch auf das Korporale und bedeckt ihn gegebenenfalls mit der Palla.

104. Hat er den Kelch auf den Altar niedergestellt, so spricht er verneigt und leise "Im Geiste der Demut ... ".

105. Anschließend kann der Priester die Gaben und den Altar inzensieren; dann inzensiert einer der Dienste den Priester und die Gemeinde.

106. Nach dem Gebet "Im Geiste der Demut ... " bzw. nach der Weihrauchehrung geht der Priester zur Händewaschung an die Seite des Altars; während der Altardiener ihm Wasser über die Hände gießt, spricht der Priester leise den Psalmvers.

107. Der Priester kehrt zur Mitte zurück, wendet sich zur Gemeinde, breitet die Hände aus und lädt zum Gebet ein mit den Worten: "Lasset uns beten zu Gott ... ". Dann faltet er wieder die Hände. Nach der Antwort der Gemeinde breitet er die Hände aus und spricht das Gabengebet. Die Gemeinde bekräftigt es mit dem "Amen".

108. Dann beginnt der Priester das eucharistische Hochgebet. Zu den Worten: "Der Herr sei mit euch" breitet er die Hände aus. Zu den Worten: "Erhebet die Herzen" hebt er die ausgebreiteten Hände empor und spricht: "Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott." Nach der Antwort der Gemeinde "Das ist würdig und recht" trägt der Priester die Präfation vor. Hat er sie beendet, faltet er die Hände und alle, Priester, Mitwirkende und Gemeinde singen oder sprechen das "Sanctus-Benedictus" (vgl. n. 55 b).

109. Der Priester setzt das eucharistische Hochgebet entsprechend den Anweisungen in den einzelnen Hochgebeten fort.

110. Nach dem Lobpreis am Schluss des eucharistischen Hochgebetes faltet der Priester die Hände und spricht die Einleitung zum Gebet des Herrn. Alle beten dann gemeinsam das Vaterunser, wobei der Priester die Hände ausbreitet.

111. Nach dem Gebet des Herrn trägt der Priester allein das Einschaltgebet: "Erlöse uns, 0 Herr . . ." vor, wobei er die Hände ausbreitet. Den Ruf "Denn dein ist das Reich ... " spricht die ganze Gemeinde.

112. Dann spricht der Priester vernehmlich:

"Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt ... ". Zum Friedensgruß: "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch" breitet er die Hände aus und faltet sie dann wieder. Die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste." Der Priester kann dann zum Friedensgruß auffordern, worauf alle einander entsprechend den örtlichen Gewohnheiten sich in einem Zeichen Frieden und Bruderliebe bezeugen. Der Priester kann den Mitwirkenden den Friedensgruß geben.

113. Dann nimmt der Priester die Hostie, teilt sie über der HostienschaIe, senkt ein Teilchen in den Kelch und spricht dabei leise "Das Sakrament …" Inzwischen wird von Sängerchor und Gemeinde das "Lamm Gottes ... " gesungen oder gesprochen (vgl. n. 56 e).

114. Der Priester betet dann leise: "Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes ... " oder "Herr Jesus Christus, der Empfang deines Leibes und Blutes ... ".

115. Hat der Priester das Gebet beendet, macht er eine Kniebeuge, nimmt die Hostie, hält sie etwas über die Schale empor und spricht zur Gemeinde gewandt: "Seht das Lamm Gottes ... ". Gemeinsam mit der Gemeinde spricht er dann einmal:

"Herr, ich bin nicht würdig ... ".

116. Zum Altar gewandt spricht er leise: "Der Leib Christi ... " und empfängt ehrfürchtig den Leib Christi. Dann nimmt er den Kelch und spricht dabei: "Das Blut Christi ... " und empfängt ehrfürchtig das Blut Christi.

117. Dann nimmt er die Patene oder die Hosticnschale, geht zu den Kommunizierenden, zeigt jedem einzelnen die Hostie, indem er sie etwas emporhält, und spricht: "Der Leib Christi." Der Kommunizierende antwortet "Amen" und empfängt den Leib des Herrn.

118. Für die Kelchkommunion sind die unten angegebenen Weisungen zu beachten (vgl. nn. 240 bis 252).

119. Während der Priester kommuniziert, wird der Kommuniongesang begonnen (vgl. n. 56 i).

120. Nach der Kommunionausteilung kehrt der Priester zum Altar zurück, sammelt eventuell verstreute Teilchen der Hostie, geht an die Seite, reinigt Patene oder HostienschaIe über dem Kelch, dann den Kelch selbst und trocknet ihn mit dem Kelchtüchlein. Ein Altardiener bringt die gereinigten Gefäße zum Kredenztisch. Man kann die Gefäße, vor allem wenn es mehrere sind, auch auf dem Altar oder auf dem Kredenztisch auf einem Korporale verhüllt stehen lassen und erst nach der Messe reinigen.

121. Sind die Gefäße gereinigt, kann der Priester zum Priestersitz gehen. Während alle sitzen, kann man eine längere Gebetsstille halten oder ein Loblied bzw. einen Psalm singen (vgl. n. 56 k).

122. Der Priester spricht beim Sitz oder beim Altar stehend zur Gemeinde gewandt: "Lasset uns beten"; nach einer kurzen Stille - falls eine solche nicht bereits vorher auf die Kommunion gefolgt war - breitet er die Hände aus und spricht das Schlussgebet, dem die Gemeinde mit dem "Amen" zustimmt.

Der Schluss

123. Auf das Schlussgebet folgen gegebenenfalls kurze Bekanntmachungen an die Gemeinde.

124. Dann breitet der Priester die Hände aus und grüßt die Gemeinde mit den Worten: "Der Herr sei mit euch." Die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste." Dann spricht der Priester: "Es segne euch der allmächtige Gott", und fährt fort während er das Segenszeichen macht -: "Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." Alle antworten: "Amen." An bestimmten Tagen und bei besonderen Anlässen wird diesem Segen gemäß der angegebenen Ordnung ein anderer feierlicher Spruch oder ein Gebet über die Gemeinde vorausgestellt.

Nach dem Segen faltet der Priester die Hände und spricht: "Gehet hin in Frieden"; alle antworten: "Dank sei Gott, dem Herrn."

125. Dann ehrt der Priester den Altar durch einen Kuß, macht gemeinsam mit den Mitwirkenden das vorgesehene Zeichen der Verehrung und kehrt in die Sakristei zurück.

126. Folgt auf die Messe eine andere liturgische Feier, entfällt der Schluss, d. h. Gruß, Segen und Entlassung.

B) DIE AUFGABEN DES DIAKONS

127. übt bei der Messe ein Diakon seinen Dienst aus, gelten die Bestimmungen des vorhergehenden Abschnittes mit folgenden Ausnahmen.

Allgemeine Aufgabe des Diakons ist es:

a) dem Priester zu assistieren und ihn zu begleiten;

b) am Altar sowohl beim Kelch wie am Buch zu dienen;

c) falls keine anderen Mitwirkenden da sind, deren Aufgaben soweit als notwendig zu übernehmen.

Die Eröffnung

128. Bekleidet mit den liturgischen Gewändern geht der Diakon - falls er das Evangelienbuch trägt, vor dem Priester, sonst neben ihm - zum Altar.

129. Gemeinsam mit dem Priester erweist er dem Altar das vorgesehene Zeichen der Verehrung, tritt mit dem Priester zum Altar und legt dort das Evangelienbuch, wenn er es mitgetragen hat, nieder. Dann ehrt er zusammen mit dem Priester den Altar durch einen Kuß. Wird Weihrauch verwendet, so assistiert er dem Priester beim Einlegen des Weihrauchs und beim Inzensieren des Altars.

130. Dann geht er gemeinsam mit dem Priester zum Sitz, bleibt dort an der Seite des Priesters und hilft ihm, falls es nötig ist.

Der Wortgottesdienst

131. Während das Alleluja oder der entsprechende andere Gesang vorgetragen wird, hilft der Diakon dem Priester gegebenenfalls beim Einlegen des Weihrauchs. Dann verneigt er sich vor dem Priester und erbittet mit den leise gesprochenen Worten den Segen: "Ich bitte um den Segen." Der Priester segnet ihn mit den Worten: "Der Herr sei in deinem Herzen ... ". Der Diakon antwortet:

"Amen." Dann nimmt der Diakon das Evangelienbuch, sofern es auf dem Altar liegt, und geht zum Ambo. Falls Altardiener ihn begleiten, gehen sie ihm voraus; sie können Leuchter und Weihrauch mittragen. Am Ambo angelangt, grüßt er die Gemeinde, inzensiert das Buch und verkündet das Evangelium. Dann küßt er das Buch und spricht dabei leise: "Herr, durch dein Evangelium ... " und kehrt zum Priester zurück. Folgt keine Homilie und auch kein Glaubensbekenntnis, kann der Diakon zu den Fürbitten am Ambo bleiben; die Altardiener gehen jedoch an ihre Plätze zurück.

132. Nach der Einleitung des Priesters spricht der Diakon vom Ambo oder einer anderen passenden Stelle aus die einzelnen Gebetsmeinunge'h des Fürbittgebetes.

Die Eucharistiefeier

133. Zur Gabenbereitung bleibt der Priester zunächst am Sitz. Der Diakon bereitet den Altar unter Mithilfe anderer Altardiener, wobei er für die liturgischen Geräte zu sorgen hat. Er hilft auch dem Priester beim Entgegennehmen der Gaben der Gemeinde. Dann reicht er dem Priester die Hostienschale mit dem Brot für die Eucharistiefeier, gießt Wein und etwas Wasser in den Kelch und reicht ihn dem Priester. Er kann jedoch den Kelch auch am Kredenztisch bereiten, d. h. Wein und Wasser dort eingießen. Wird Weihrauch verwendet, hilft der Diakon dem Priester bei der Inzensierung der Gaben und des Altares; dann inzensiert er oder ein anderer Altardiener den Priester und die Gemeinde.

134. Während des eucharistischen Hochgebetes steht der Diakon beim Priester, jedoch etwas hinter ihm. Falls notwendig, hilft er beim Kelch und Messbuch.

135. Zur Schlussdoxologie des eucharistischen Hochgebetes steht der Diakon neben dem Priester und hält den Kelch empor, während der Priester die Schale mit den Hostien emporhält, bis die Gemeinde die Akklamation "Amen" gesprochen hat.

136. Nach dem Friedensgebet und den Worten "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch", auf welche die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste", kann der Diakon eine eventuell vorgesehene Einladung zum Friedensgruß sprechen. Der Diakon empfängt vom Priester den Friedensgruß und gibt ihn gegebenenfalls in seiner Nähe stehenden Altardienern weiter.

137. Nach der Kommunion des Priesters empfängt der Diakon die Kommunion unter beiden Gestalten und hilft dann dem Priester bei der Kommunionspendung. Wird auch der Kelch gereicht, obliegt dies dem Diakon, der als letzter aus dem Kelch trinkt.

138. Nach der Kommunionausteilung kehrt der Diakon mit dem Priester zum Altar zurück, sammelt eventuell verstreute Teilchen der Hostie und trägt dann den Kelch und die anderen Gefäße zum Kredenztisch, reinigt sie dort und deckt sie wie üblich zu; währenddessen ist der Priester zum Sitz zurückgegangen. Doch können die Gefäße, die zu reinigen sind, auch verhüllt auf einem Korporale am Kredenztisch niedergestellt und nach der Messe gereinigt werden.

Der Schluss

139. Nach dem Schlussgebet trägt der Diakon gegebenenfalls die kurzen Bekanntmachungen an die Gemeinde vor, sofern der Priester dies nicht lieber selbst macht.

140. Hat der Priester den Segen erteilt, spricht der Diakon die Entlassungsworte an die Gemeinde: "Gehet hin in Frieden."

141. Dann ehrt er gemeinsam mit dem Priester den Altar durch einen Kuß und das entsprechende Zeichen der Verehrung und geht in der gleichen Reihenfolge wie beim Einzug in die Sakristei zurück.

C) DIE AUFGABEN DES SUB DIAKONS

142. Versieht ein Subdiakon in der Messfeier seinen Dienst, hat er folgende Aufgaben.

Allgemeine Aufgabe des Subdiakons ist es:

a) dem Diakon oder dem Priester - soweit erforderlich - zu helfen;

b) die Epistel, bzw. die Lesung vor dem Evangelium vorzutragen;

c) falls keine anderen Mitwirkenden zur Verfügung stehen, auch die anderen Lesungen vor dem Evangelium zu verkünden und notfalls Aufgaben anderer Mitwirkender zu übernehmen.

Die Eröffnung

143. Bekleidet mit den liturgischen Gewändern, kann der Subdiakon beim Einzug das Evangelienbuch tragen; dann geht er vor dem Diakon, sonst neben dem Priester. Doch kann er auch zwischen zwei Altardienern mit brennenden Kerzen das Kreuz tragen.

144. Nach dem entsprechenden Zeichen der Verehrung des Altars tritt der Subdiakon mit dem Priester und Diakon an den Altar, legt das Evangelienbuch auf den Altar und ehrt gemeinsam mit Priester und Diakon den Altar durch einen Kuß. Wird Weihrauch verwendet, assistiert er dem Priester beim Inzensieren. Dann geht er mit Priester und Diakon zum Sitz und ist dort, soweit erforderlich, dem Priester behilflich.

Der Wortgottesdienst

145. Vom Ambo aus liest er die Epistel bzw. auch die andere Lesung vor dem Evangelium und kehrt dann zum Priester zurück.

146. Vor dem Evangelium assistiert er dem Priester beim Einlegen des Weihrauchs. Dann begleitet er den Diakon zur Verkündigung des Evangeliums zum Ambo und hilft dort. Nach dem Evangelium kehrt er gemeinsam mit dem Diakon in der üblichen Ordnung zum Priester zurück.

Die Eucharistiejeier

147. Nach den Fürbitten, während der Gabengesang begonnen wird, bereitet der Subdiakon unter Mithilfe anderer Altardiener den Altar. Priester und Diakon bleiben währenddessen beim Sitz. Ist der Altar bereitet, hilft der Subdiakon dem Diakon und dem Priester beim Entgegennehmen etwaiger Gaben, die von den Gläubigen gebracht werden. Dann geht der Sub diakon mit beiden zum Altar und gießt dort das Wasser in den Kelch. Wird Weihrauch verwendet, hilft er dem Priester beim Inzensieren der Gaben und des Altares.

148. Während des eucharistischen Hochgebetes steht der Subdiakon beim Priester, jedoch hinter ihm. Falls notwendig, hilft er beim Messbuch.

149. Wenn der Diakon die Einladung zum Friedensgruß gesprochen hat, empfängt der Sub diakon nach dem Diakon vom Priester den Friedensgruß, den er den in seiner Nähe Stehenden weitergeben kann.

150. Nach dem Diakon kommuniziert auch der Sub diakon unter beiden Gestalten.

151. Während der Priester nach der Kommunion zum Sitz geht, kann der Subdiakon beim Reinigen und Zusammenstellen der Gefäße dem Diakon helfen. Dann kehrt er mit ihm zum Priester zurück.

Der Schluss

152. Nach dem Entlassungswort des Diakons an die Gemeinde ehrt der Subdiakon gemeinsam mit Priester und Diakon den Altar durch einen Kuß, macht dann gemeinsam mit allen übrigen Mitwirkenden das vorgesehene Zeichen der Verehrung und geht in derselben Reihenfolge wie beim Einzug in die Sakristei zurück.

II. DIE MESSFEIER IN KONZELEBRATION

Vorbemerkungen

153. Die Konzelebration, in der die Einheit des Priestertums und des Opfers wie auch des ganzen Gottesvolkes sinnvoll zum Ausdruck gebracht wird, ist neben den jeweils in den liturgischen Ordnungen vorgeschriebenen Anlässen in folgenden Fällen gestattet:

1. a) am Donnerstag in der Karwoche für die Chrisammesse und für die Abendmesse,

b) bei Messfeiern anläßlich von Konzilien, Bischofsversammlungen und Synoden,

c) bei der Messfeier anläßlich einer Abtweihe.

2. Außerdem mit Einverständnis des Ordinarius, dem die Beurteilung zusteht, ob eine Konzelebration angebracht ist:

a) für die Konventmesse und den Hauptgottesdienst in Kirchen und Oratorien, soweit nicht die Bedürfnisse der Gläubigen Einzelzelebration erfordern,

b) für Messfeiern bei jeder Art von Zusammenkünften von Welt- oder Ordenspriestern.[56]

154. Wo viele Priester anwesend sind, kann der zuständige Vorgesetzte gestatten, dass an einem Tag auch mehrere Konzelebrationen gehalten werden, die jedoch nicht zur gleichen Zeit im gleichen Raum stattfinden dürfen.[57]

155. Dem Bischof steht es zu, entsprechend dem geltenden Recht für die Konzelebration in seiner Diözese Richtlinien aufzustellen, die auch für exemte Kirchen und halb öffentliche Oratorien gelten. Der jeweilige Ordinarius beziehungsweise höhere Vorgesetzte auch nichtexemter Orden und Gemeinschaften von Klerikern ohne Gelübde haben für ihre Kirchen und Oratorien zu entscheiden, ob eine Konzelebration angebracht ist; ihnen steht auch zu, die Erlaubnis dafür zu erteilen.[58]

156. Unter keinen Umständen darf jemand zur Konzelebration zugelassen werden, wenn die Messfeier schon begonnen hat.[59]

157. Besondere Wertschätzung verdient die Konzelebration der Priester einer Diözese mit ihrem Bischof, vor allem bei der Chrisammesse am Donnerstag in der Karwoche sowie anläßlich einer Synode oder eines Bischofsbesuches. Aus demselben Grund ist eine Konzelebration zu empfehlen, sooft Priester bei anderen Gelegenheiten mit ihrem Bischof zusammenkommen, etwa bei geistlichen übungen. Bei solchen Feiern wird der Sinn jeder Konzelebration - Zeichen der Einheit des Priestertums und der Kirche - besonders deutlich sichtbar.[60]

158. Wegen der Bedeutung der Feier oder des Festes darf in folgenden Fällen mehrmals am Tag zelebriert beziehungsweise konzelebriert werden.

a) Wer am Donnerstag in der Karwoche bei der Chrisammesse zelebriert beziehungsweise konzelebriert hat, kann auch bei der Abendmesse zelebrieren beziehungsweise konzelebrieren.

b) Wer bei der Messe der Ostern acht zelebriert oder konzelebriert hat, kann auch bei einer zweiten Messe am Ostertag zelebrieren beziehungsweise konzelebrieren.

c) Am Weihnachtsfest können alle Priester drei Messen zelebrieren; sie können auch konzelebrieren, wenn die Messen jeweils zu der entsprechenden Zeit gefeiert werden.

d) Wer bei einer Synode, einem Bischofsbesuch oder bei einem Priestertreffen mit dem Bischof oder dessen Delegaten konzelebriert, kann mit Erlaubnis des Bischofs nochmals für die Gläubigen zelebrieren.[61] Dasselbe gilt sinngemäß für Zusammenkünfte von Ordens angehörigen mit ihrem eigenen Ordinarius.

159. Die liturgische Ordnung für eine Messfeier in Konzelebration ist, abgesehen von folgenden Änderungen, genau wie die entsprechende Form einer Messfeier mit einem einzigen Priester.

160. Wenn bei einer Konzelebration kein Diakon und auch keine anderen Mitwirkenden assistieren, können deren Aufgaben von einigen Konzelebranten übernommen werden.

Die Eröffnung

161. Die Konzelebranten bekleiden sich in der Sakristei oder in einem entsprechenden Raum mit den gleichen liturgischen Gewändern, die sie auch bei der Einzelzelebration tragen. Aus einem triftigen Grund (zum Beispiel größere Zahl von Konzelebranten und fehlende Paramente) können die Konzelebranten - mit Ausnahme des Hauptzelebranten - das Messgewand weglassen und über der Albe nur die Stola tragen.

162. Zu Beginn zieht man üblicherweise in Prozession durch die Kirche zum Altar. Die konzelebrierenden Priester gehen vor dem Hauptzelebranten.

163. Vor dem Altar erweisen die Konzelebranten und der Hauptzelebrant das entsprechende Zeichen der Verehrung; dann folgt der Altarkuß. Danach gehen sie zu ihren Sitzen. Wenn der Hauptzelebrant den Altar inzensiert, geht er anschließend zu seinem Sitz.

Der Wortgottesdienst

164. Während des Wortgottesdienstes bleiben die Konzelebranten an ihren Plätzen; sie sitzen oder stehen wie der Hauptzelebrant.

165. Die Homilie hält für gewöhnlich der Hauptzelebrant oder einer der Konzelebranten.

Die Eucharistiejeier

166. Die Gabenbereitung wird vom Hauptzelebranten vorgenommen; die Konzelebranten bleiben an ihren Plätzen.

167. Nach der Gabenbereitung treten die Konzelebranten an den Altar. Sie stellen sich so auf, dass sie die Handlungen - auch den Dienst des Diakons und Subdiakons - nicht behindern und dass das Geschehen am Altar VOn den Gläubigen gut gesehen werden kann.

168. Die Präfation wird vom Hauptzelebranten allein vorgetragen, das Sanctus jedoch von allen Konzelebranten gemeinsam mit der Gemeinde und dem Sängerchor gesungen beziehungsweise laut gesprochen.

169. Ist das Sanctus beendet, wird das eucharistische Hochgebet von den Konzelebranten, wie nachstehend beschrieben, fortgesetzt. Falls nicht anders angegeben, macht allein der Hauptzelebrant die Gesten.

Der Vortrag des eucharistischen Hochgebetes

170. Jene Teile, die von allen Konzelebranten gemeinsam vorzutragen sind, sollen von den Konzelebranten mit leiser Stimme gesprochen werden, damit die Stimme des Hauptzelebranten deutlich vernehmbar ist. Die Gemeinde kann so den Text besser verstehen.

A) Das eucharistische Hochgebet I, der Römische Kanon

171. Das "Dich gütiger Vater" spricht der Hauptzelebrant allein; er breitet dabei die Hände aus.

172. Das "Memento" der Lebenden und "Communicantes" kann jeweils ein Konzelebrant übernehmen; er breitet die Hände aus und spricht diese Gebete allein, mit lauter Stimme.

173. Das "Nimm gnädig an" wird wieder vom Hauptzelebranten allein gesprochen; er breitet dabei die Hände aus.

174. Von "Schenke, 0 Gott, diesen Gaben" bis zu "In Demut flehen wir zu dir" sprechen die Konzelebranten alle Texte gemeinsam, und zwar in dieser Weise:

a) Zum Gebet "Schenke, 0 Gott, diesen Gaben" strecken sie die Hände zu den Gaben hin aus.

b) Zu den Gebeten "Am Abend" und "In gleicher Weise" halten sie die Hände gefaltet.

c) Zu den Worten des Herrn können sie, wenn es angebracht scheint, die rechte Hand zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Bei der Erhebung blicken sie auf Hostie und Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung.

d) Zu den Gebeten: "Darum feiern wir" und "Blicke versöhnt" breiten sie die Hände aus.

e) Zum Gebet "In Demut flehen wir" halten sie die Hände gefaltet und bleiben verneigt bis zu den Worten: "durch diese Teilnahme an dem Altar", dann richten sie sich auf und bekreuzigen sich zu den Worten: "Erfülle uns mit aller Gnade und allem Segen des Himmels."

175. Das Gedächtnis der Toten und das "Auch uns, deinen sündigen Dienern" kann jeweils ein Konzelebrant allein laut sprechen; er breitet dabei die Hände aus.

176. Zu den Worten "Auch uns, deinen sündigen Dienern" schlagen alle Konzelebranten an die Brust.

177. Das "Durch ihn erschaffst du" wird vom Hauptzelebranten allein gesprochen.

178. In diesem eucharistischen Hochgebet können die Texte von "Schenke, 0 Gott, diesen Gaben" bis zu "In Demut flehen wir" und auch die Schlussdoxologie gesungen werden.

B) Das eucharistische Hochgebet II

179. Das "Ja, heilig" wird vom Hauptzelebranten allein gesprochen; er hält dabei die Hände ausgebreitet. .

180. Von "Darum bitten wir dich" bis zu "In Demut bitten wir dich" sprechen die Konzelebranten alle Texte gemeinsam, und zwar in folgender Weise:

a) Zum Gebet "Darum bitten wir dich" strecken sie die Hände zu den Gaben hin aus.

b) Zu den Gebeten: "Denn am Abend" und "Ebenso nahm er" halten sie die Hände gefaltet. c) Zu den Worten des Herrn können sie, wenn es angebracht scheint, die rechte Hand zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Bei der Erhebung blicken sie auf Hostie und Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung.

d) Zu den Gebeten: "So gedenken wir" und "In Demut bitten wir" halten sie die Hände ausgebreitet.

181. Die Fürbitten für die Lebenden "Gedenke deiner Kirche" wie für die Toten "Gedenke aller unserer Brüder" kann jeweils ein Konzelebrant allein übernehmen; er hält dabei die Hände ausgebreitet.

182. In diesem eucharistischen Hochgebet können die Texte: "Denn am Abend", "Ebenso nahm er", "So gedenken wir" und die Schlussdoxologie gesungen werden.

C) Das eucharistische Hochgebet III

183. Das "Ja, heilig" wird vom Hauptzelebranten allein gesprochen; er hält die Hände ausgebreitet.

184. Von "In Demut bitten wir" bis zu "Wir bitten dich" sprechen die Konzelebranten alle Texte gemeinsam und zwar in folgender Weise:

a) Zum Gebet: "In Demut bitten wir" strecken sie die Hände zu den Gaben hin aus.

b) Zu den Gebeten: "Denn in der Nachtff und "Ebenso nahm er" halten sie die Hände gefaltet.

c) Zu den Worten des Herrn können sie, wenn es angebracht scheint, die rechte Hand zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Bei der Erhebung blicken sie auf Hostie und Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung.

d) Zu den Gebeten: "Darum feiern wir" und "Wir bitten dich" halten sie die Hände ausgebreitet.

185. Die Fürbitten "Er mache uns" und "Barmherziger Gott" kann jeweils ein Konzelebrant allein übernehmen; er hält dabei die Hände ausgebreitet.

186. In diesem eucharistischen Hochgebet können die Texte "Denn in der Nacht", "Ebenso nahm er", "Darum feiern wir" und die Schlussdoxologie gesungen werden.

D) Das eucharistische Hochgebet IV

187. Das Gebet "Wir preisen dich" bis zu den Worten "und alle Heiligung vollenden" wird vom Hauptzelebranten allein gesprochen; er hält dabei die Hände ausgebreitet.

188. Von den Worten "So bitten wir" bis zu "Sieh her auf die Gabe" sprechen die Konzelebranten alle Texte gemeinsam und zwar in folgender Weise:

a) Zum Gebet: "So bitten wir" strecken sie die Hände zu den Gaben hin aus.

b) Zu den Abschnitten: "Da er die Seinen liebte" und "Ebenso nahm er" halten sie die Hände gefaltet.

c) Zu den Worten des Herrn können sie, wenn es angebracht scheint, die rechte Hand zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Bei der Erhebung blicken sie auf Hostie und Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung.

d) Zu den Abschnitten: "Darum feiern wir" und "Sieh her" halten sie die Hände ausgebreitet.

189. Die Fürbitten "Herr, gedenke aller" kann ein Konzelebrant allein sprechen; er hält dabei die Hände ausgebreitet.

190. In diesem eucharistischen Hochgebet können die Texte "Da er die Seinen", "Ebenso nahm er", "Darum feiern wir" und die Schlussdoxologie gesungen werden.

191. Die Schlussdoxologie des eucharistischen Hochgebets wird vom Hauptzelebranten allein oder von allen Konzelebranten gemeinsam mit dem Hauptzelebranten vorgetragen.

Die Kommunion

192. Der Hauptzelebrant hält die Hände gefaltet und spricht die Einladung zum Gebet des Herrn. Dann breitet er die Hände aus und spricht gemeinsam mit den übrigen Konzelebranten und der Gemeinde das Gebet des Herrn.

193. Das Gebet "Erlöse uns" spricht der Hauptzelebrant allein; er hält dabei die Hände ausgebreitet. Alle Konzelebranten sprechen gemeinsam mit der Gemeinde die Schluss akklamation "Denn dein ist das Reich".

194. Der Diakon oder ein Konzelebrant spricht die Aufforderung zum Friedensgruß. Dann geben alle einander den Friedensgruß. Die dem Hauptzelebranten am nächsten Stehenden erhalten den Friedensgruß von ihm vor dem Diakon.

195. Während des "Agnus Dei" können elmge Konzelebranten dem Hauptzelebranten beim Brechen der Hostie für die Kommunion der Konzelebranten und der Gemeinde helfen.

196. Nach der Mischung spricht der Hauptzelebrant allein mit leiser Stimme das Gebet "Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes" oder "Herr Jesus Christus, der Empfang".

197. Hat der Hauptzelebrant das Gebet vor der Kommunion beendet, macht er eine Kniebeuge und tritt ein wenig zurück. Die Konzelebranten gehen nacheinander zur Mitte des Altars, machen eine Kniebeuge und nehmen ehrfürchtig vom Altar den Leib des Herrn. Sie halten die Hostie mit der rechten Hand, legen die linke Hand darunter und kehren an ihre Plätze zurück. Die Konzelebranten können auch an ihren Plätzen bleiben und den Leib des Herrn von der Patene nehmen, die der Hauptzelebrant oder einer bzw. mehrere Konzelebranten halten und jedem hinreichen. Man kann die Patene jedoch auch von den einzelnen Konzelebranten weiterreichen lassen.

198. Dann nimmt der Hauptzelebrant die Hostie, hält sie ein wenig über die Patene empor und spricht zu Gemeinde gewendet: "Seht das Lamm Gottes." Gemeinsam mit den Konzelebranten und der Gemeinde spricht er: "Herr, ich bin nicht würdig."

199. Dann spricht der Hauptzelebrant, zum Altar gewendet, leise: "Der Leib Christi schenke mir ewiges Leben", und empfängt ehrfürchtig den Leib des Herrn. In gleicher Weise kommunizieren auch die Konzelebranten. Nach ihnen empfangen Diakon und Subdiakon vom Hauptzelebranten den Leib des Herrn.

200. Das Blut des Herrn kann man direkt aus dem Kelch oder mit einem Röhrchen oder mit einem Löffel oder auch durch Eintauchen der Hostie empfangen.

201. Erfolgt die Kommunion durch Trinken aus dem Kelch, kann dies in einer der folgenden Weisen geschehen:

a) Der Hauptzelebrant nimmt den Kelch und spricht leise: "Das Blut Christi schenke mir ewiges Leben." Er trinkt ein wenig und reicht den Kelch dem Diakon oder einem Konzelebranten. Dann teilt er die Kommunion an die Gläubigen aus oder geht an seinen Platz. Die Konzelebranten treten einzeln oder - wenn zwei Kelche verwendet werden - zu zweien zum Altar, empfangen das Blut Christi und kehren an ihren Platz zurück. Der Diakon oder ein Konzelebrant reinigt jedesmal den Kelch mit einem Kelchtüchlein.

b) Der Hauptzelebrant trinkt das Blut des Herrn und bleibt wie sonst in der Mitte des Altares stehen.

Die Konzelebranten können an ihren Plätzen bleiben, wo ihnen der Diakon oder ein Konzelebrant den Kelch zum Trinken reicht; sie können auch den Kelch selbst weiterreichen. Der Kelch soll immer gereinigt werden, entweder von dem, der trinkt, oder von dem, der den Kelch reicht. Wer kommuniziert hat, kehrt an seinen Platz zurück.

202. Erfolgt die Kommunion mit einem Röhrchen, kann dies in folgender Weise geschehen: Der Hauptzelebrant nimmt das Röhrchen und spricht leise: "Das Blut Christi schenke mir ewiges Leben." Er trinkt etwas, reinigt das Röhrchen mit Wasser (ein Gefäß soll dafür am Altar bereitstehen) und legt das Röhrchen auf eine Patene. Dann stellt der Diakon oder ein Konzelebrant den Kelch in der Mitte oder an der rechten Seite des Altares auf ein anderes Korporale. Daneben stellt er ein Gefäß mit Wasser zum Abwaschen der Röhrchen und eine Patene, auf die dann die Röhrchen gelegt werden.

Die Konzelebranten treten nacheinander hinzu, nehmen ein Röhrchen und trinken ein wenig, dann reinigen sie das Röhrchen mit etwas Wasser und legen es in das bereitgestellte Gefäß.

203. Erfolgt die Kommunion mit einem Löffel, geschieht dies ähnlich wie bei der Kommunion mit dem Röhrchen; man achte darauf, dass nach der Kommunion der Löffel in ein Gefäß mit Wasser gelegt wird, das der Sub diakon dann nach Schluss der Kommunion zum Kredenztisch trägt, um dort die Löffel zu reinigen und abzutrocknen.

204. Als letzte treten Diakon und Subdiakon hinzu. Der Subdiakon trinkt aus dem Kelch, den ihm der Diakon mit den Worten: "Das BLut Christi" reicht; er antwortet: "Amen." Dann trinkt der Diakon den Rest des konsekrierten Weines, trägt den Kelch zum Kredenztisch und reinigt ihn dort. Für gewöhnlich trocknet der Subdiakon den Kelch und stellt die Gefäße zusammen.

205. Die Kommunion der Konzelebranten kann auch so geschehen, dass sie einzeln am Altar den Leib und gleich darauf das Blut des Herrn empfangen.

In diesem Fall kommuniziert der Hauptzelebrant unter beiden Gestalten wie bei der Einzelzelebration. Bei der Kelchkommunion hält er sich an eine der dargelegten Formen, die dann auch von den Konzelebranten eingehalten werde.

Nach der Kommunion des Hauptzelebranten wird der Kelch an der rechten Seite des Altars auf ein anderes Korporale gestellt. Die Konzelebranten gehen nacheinander zur Altarmitte, machen eine Kniebeuge und empfangen den Leib des Herrn; dann gehen sie zur rechten Seite des Altars und empfangen das Blut des Herrn entsprechend der Form, die für die Kelchkommunion gewählt und oben angegeben ist.

Der Kommunionempfang von Diakon und Subdiakon und die Reinigung des Kelches erfolgen wie oben angegeben.

206. Erfolgt die Kommunion der Konzelebranten durch Eintauchen der Hostie, empfängt der Hauptzelebrant in gewohnter Weise den Leib und das Blut des Herrn. Er achte jedoch darauf, dass im Kelch genügend konsekrierter Wein für die Kommunion der Konzelebranten bleibt. Der Diakon oder ein Konzelebrant stellt dann den Kelch in der Altarmitte oder an der rechten Seite auf ein anderes Korporale, daneben die Patene mit den Hostien. Die Konzelebranten gehen nacheinander zum Altar, machen eine Kniebeuge, nehmen eine Hostie und tauchen sie in den Kelch. Sie halten eine Patene unter den Mund, kommunizieren und gehen dann an die Plätze zurück, die sie bei Beginn der Messe hatten.

Auch Diakon und Sub diakon empfangen die Kommunion durch Eintauchen der Hostie. Auf die Worte eines der Konzelebranten: "Der Leib und das Blut Christi" antworten sie mit "Amen". Der Diakon trinkt am Altar den Rest des konsekrierten Weines, trägt den Kelch zum Kredenztisch und reinigt ihn dort. Für gewöhnlich trocknet ihn dann der Subdiakon, der auch die Gefäße zusammenstellt.

Schluss

207. Alles weitere bis zum Abschluss der Messe macht in der Regel der Hauptzelebrant allein; die Konzelebranten bleiben an ihren Sitzen.

208. Bevor man den Altarraum verläßt, machen alle vor dem Altar das entsprechende Zeichen der Verehrung. Der Hauptzelebrant küßt den Altar.

III. DIE MESSFEIER OHNE GEMEINDE

Vorbemerkungen

209. Es handelt sich hier um die Messfeier eines Priesters, dem nur ein Altardiener assistiert und antwortet.

210. Im allgemeinen wird diese Messe gefeiert wie eine Messe mit Gemeinde; der Altardiener übernimmt nach Möglichkeit die Texte, die der Gemeinde zukommen.

211. Nur aus schwerwiegenden Gründen darf eine Messe ohne Altardiener gefeiert werden. Es entfallen dann die Begrüßungen und der Segen am Schluss der Messe.

212. Den Kelch stellt man vor der Messe auf einen Kredenztisch neben dem Altar oder auf den Altar; das Messbuch legt man auf die linke Seite des Altars.

Die Eröffnung

213. Der Priester erweist dem Altar das entsprechende Zeichen der Verehrung. Dann macht er das Kreuzzeichen und spricht: "Im Namen des Vaters" USW., wendet sich zum Altardiener, grüßt ihn mit einem der vorgesehenen Texte und bleibt an den Stufen des Altares stehen. Es folgt das Schuldbekenntnis.

214. Dann tritt der Priester an den Altar, küßt ihn, geht zum Messbuch auf der linken Seite des Altars und bleibt dort bis zum Schluss der Fürbitten.

215. Er liest den Eröffnungsspruch und betet der Messordnung entsprechend - Kyrie und Gloria.

216. Dann spricht er - die Hände gefaltet: "Lasset uns beten. " Nach einer kurzen Stille der Besinnung breitet er die Hände aus und spricht das Tagesgebet. Der Altardiener spricht abschließend die Akklamation "Amen".

Der Wortgottesdienst

217. Nach dem Tagesgebet liest der Altardiener oder der Priester selbst die erste Lesung und den Psalm und dann, falls vorgesehen, die zweite Lesung mit dem Allelujavers oder dem entsprechenden. anderen Gesangstext.

218. Der Priester bleibt an seinem Platz, verneigt sich und spricht: "Heiliger Gott, reinige." Dann liest er das Evangelium. Abschließend küßt er das Buch und spricht leise: "Herr, durch dein Evangelium" usw. Der Altardiener antwortet mit der Akklamation.

219. Priester und Altardiener sprechen dann gemeinsam das Glaubensbekenntnis, falls es vorgesehen ist.

220. Es folgen die Fürbitten, die auch in dieser Messform gebetet werden können; der Priester spricht die einzelnen Bitten, der Altardiener gibt die Antworten.

Die Eucharistiefeier

221. Die Antiphon zur Gabenbereitung entfällt.

Der Altardiener bringt Korporale, Kelchtüchlein und Kelch zum Altar, falls dies nicht bereits vor Beginn der Messfeier geschehen ist.

222. Die Bereitung der Gaben von Brot und Wein und das Eingießen des Wassers erfolgt wie in der Messfeier mit Gemeinde; es werden die in der Messordnung angegebenen Texte gesprochen. Hat der Priester Brot und Wein auf den Altar gestellt, wäscht er die Hände. Er tritt dazu an die Seite des Altars, wo der Diener ihm Wasser über die Hände gießt.

223. Das Gabengebet und das eucharistische Hochgebet spricht der Priester in derselben Weise wie in der Messfeier mit Gemeinde.

224. Das Gebet des Herrn mit dem Einschaltgebet wird wie in der Messfeier mit Gemeinde gesprochen.

225. Nach der Akklamation am Schluss des Einschaltgebetes spricht der Priester das Friedensgebet und anschließend: "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch"; der Altardiener antwortet:

"Und mit deinem Geiste." Der Priester kann ihm den Friedenskuß geben.

226. Während der Priester mit dem Altardiener "Lamm Gottes ... " spricht, bricht er die Hostie über der Patene. Nach dem "Lamm Gottes" nimmt er die Mischung vor und spricht leise: "Das Sakrament ... "

227. Nach der Mischung spricht der Priester leise das Gebet: "Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes" oder "Herr Jesus Christus, der Empfang". Dann macht er eine Kniebeuge und nimmt die Hostie. Falls der Altardiener kommuniziert, wendet er sich ihm zu, hält die Hostie etwas über die Patene empor und sagt: "Seht das Lamm Gottes ... " Gemeinsam sprechen sie dann einmal: "Herr, ich bin nicht würdig ... " Der Priester wendet sich dann zum Altar und empfängt den Leib des Herrn. Kommuniziert der Altardiener nicht, so macht der Priester eine Kniebeuge, nimmt die Hostie, bleibt zum Altar gewendet, spricht einmal still: "Herr, ich bin nicht würdig ... " und empfängt den Leib des Herrn. Die Kelchkommunion erfolgt wie in der Messfeier mit Gemeinde.

228. Bevor der Priester dem Altardiener die Kommunion reicht, trägt er den Spruch zur Kommunion vor.

229. Der Kelch wird an der Seite des Altars gereinigt; er kann danach vom Altardiener zum Kredenztisch getragen werden oder - wie zu Beginn der Messe - auf dem Altar verbleiben.

230. Nach der Kelchreinigung kann der Priester eine besinnliche Stille halten. Darauf spricht er das Schlussgebet.

Der Schluss

231. Der Schluss ist derselbe wie in der Messfeier mit Gemeinde; jedoch entfallen die Worte "Gehet hin in Frieden".

IV. ALLGEMEINE HINWEISE FüR ALLE FORMEN DER MESSFEIER

Verehrung des Altares und des Evangelienbuches

232. Entsprechend dem überlieferten liturgischen Brauch verehrt man den Altar und das Evangelienbuch mit einem Kuß. Wo jedoch dieses Zeichen nicht der Tradition bzw. dem Empfinden des Landes entspricht, soll die Bischofskonferenz ein anderes Zeichen vorsehen und den Apostolischen Stuhl davon in Kenntnis setzen.

Kniebeuge und Verneigung

233. Während der Messe sind drei Kniebeugen vorgesehen: Nach dem Erheben der Hostie und nach dem Erheben des Kelches und vor der Kommunion.

Befindet sich der Tabernakel mit dem Heiligen Sakrament im Altarraum, macht man auch zu Beginn und am Ende der Messe eine Kniebeuge, desgleichen, sooft jemand vor dem Heiligen Sakrament vorbeigeht.

234. Zwei Arten von Verneigungen sind vorgesehen: Kopf- und Körperverneigung.

a) Die Kopfverneigung macht man beim Namen Jesu, Mariens und des Heiligen, zu dessen Gedenken die Messe gefeiert wird.

b) Die Körperverneigung oder tiefe Verneigung erfolgt bei der Begrüßung des Altars, wenn sich auf ihm kein Tabernakel mit dem Sakrament befindet, zu den Gebeten: "Heiliger Gott, reinige" und "Im Geiste der Demut", im Glaubensbekenntnis zu den Worten: "Er hat Fleisch angenommen", im Römischen Kanon zu den Worten: "In Demut flehen wir zu dir." Die gleiche Verneigung macht der Diakon, wenn er zur Verkündigung des Evangeliums den Segen erbittet. Der Priester verneigt sich auch ein wenig, wenn er bei der Konsekration die Worte des Herrn spricht.

Verwendung von Weihrauch

235. Weihrauch kann bei jeder Form der Messfeier verwendet werden:

a) zum Einzug;

b) in der Eröffnung zum Inzensieren des Altars;

c) zur Evangelienprozession und zur Verkündigung des Evangeliums;

d) zur Gabenbereitung, um Gaben, Altar, Priester und Gemeinde zu inzensieren.

236. Der Priester legt den Weihrauch in das Rauchfaß, segnet ihn mit dem Kreuzzeichen, spricht jedoch keine Begleitworte.

Die Inzensierung des Altars erfolgt in dieser Weise:

a) Ist der Altar von der Wand getrennt, so inzensiert ihn der Priester beim Umschreiten.

b) Ist der Altar nicht getrennt, inzensiert der Priester zuerst die rechte, dann die linke Seite des Altars.

Ist das Kreuz auf dem Altar oder in dessen Nähe, wird es vor dem Altar inzensiert; ist es jedoch hinter dem Altar, so inzensiert es der Priester, wenn er dort vorbeigeht.

Reinigung

237. Bleiben Hostienteilchen an den Fingern haften, etwa nach dem Brotbrechen oder nach der Kommunion der Gläubigen, reinigt der Priester die Finger über der Patene; wenn nötig wäscht er die Finger. Etwaige Teilchen, die außerhalb der Patene liegen, sammelt er ein.

238. Die liturgischen Gefäße werden vom Priester oder vom Diakon nach der Kommunion bzw. nach der Messe, wenn möglich am Kredenztisch, gereinigt. Der Kelch wird mit Wein und Wasser oder mit Wasser allein gereinigt, das der Priester oder der Diakon darauf trinkt. Die Hostienschale kann man in der Regel mit dem Kelchtüchlein reinigen.

239. Ist eine Hostie oder ein Hostienteilchen hinuntergefallen, hebt man es ehrfurchtsvoll auf. Ist konsekrierter Wein verschüttet worden, wäscht man die betreffende Stelle mit Wasser, das nachher in das Sacrarium geschüttet wird.

Kommunion unter beiden Gestalten

240. Die Kommunion gewinnt ihre volle Zeichenhaftigkeit, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahles auf vollkommenere Art verdeutlicht. Es wird auch klarer zum Ausdruck gebracht, dass der neue und ewige Bund im Blut des Herrn geschlossen wurde. Außerdem wird der Zusammenhang aufgezeigt, der zwischen dem eucharistischen Mahl und dem endzeitlichen Mahl im Reich des Vaters besteht.[62]

241. Die Seelsorger sollen dafür sorgen, dass den Gläubigen, die so kommunizieren oder an einer solchen Feier teilnehmen, in geeigneter Weise die katholische Lehre über die Kommunion ins Gedächtnis gerufen wird, wie sie den Aussagen des Konzils von Trient entspricht. Vor allem sollen sie darauf hinweisen, dass nach katholischem Glauben der ganze und ungeteilte Christus und das wahre Sakrament unter jeder der beiden Gestalten empfangen wird. Was daher die Frucht der Kommunion anbelangt, wird denen, die nur unter einer Gestalt kommunizieren, keine zum Heile notwendige Gnade vorenthalten.[63]

Ferner sollen sie darauf hinweisen, dass die Kirche über die Form der Spendung von Sakramenten, ausgenommen die Substanz der Sakramente, verfügen kann und dass sie Festlegungen bzw. Änderungen vornehmen kann, wie sie sie aus Gründen der Ehrfurcht gegenüber den Sakramenten oder des Nutzens der Empfänger, je nach Zeit, Ort und anderen Umständen als günstig erachtet.[64] Die Gläubigen sollen auch darauf hingewiesen werden, dass sie das heilige Geschehen, in dem das Zeichen des eucharistischen Mahles vollkommener sichtbar wird, auch mit größerer Anteilnahme mitfeiern.

242. Nach dem Ermessen des Bischofs dürfen folgende Personen nach gebührender Unterweisung die Kelchkommunion empfangen:[65]

1. Neugetaufte Erwachsene in der Messe, die auf ihre Taufe folgt; neugefirmte Erwachsene in der Messe ihrer Firmung; Getaufte, die in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden;

2. Brautleute in ihrer Brautmesse;

3. Neugeweihte in ihrer Weihemesse;

4. eine Äbtissin in der Messe ihrer Weihe; Jungfrauen in der Messe ihrer Jungfrauenweihe; Professen in der Messe ihrer ersten oder erneuerten Profeß, sofern sie die Gelübde innerhalb der Messe ablegen oder erneuern;

5. Laienmissionshelfer in der Messe, in der sie öffentlich ihre Sendung erhalten; desgleichen andere, die innerhalb einer Messe eine kirchliche Sendung erhalten;

6. bei der Spendung der Wegzehrung: der Kranke und alle Anwesenden, wenn die Messe in übereinstimmung mit den rechtlichen Vorschriften im Hause des Kranken gefeiert wird;

7. Diakone, Subdiakone und alle, die einen besonderen Dienst in einer Messfeier mit Gesang versehen;

8. bei Konzelebrationen:

a) alle, auch Laien, die bei einer Konzelebration ein wirklich liturgisches Amt ausüben, sowie alle Seminaralumnen, die mitfeiern;

b) alle Mitglieder von Ordensgemeinschaften und anderen Vereinigungen mit Gelübden, Weihen oder Versprechen in ihren Kirchen; ferner alle, die sich Tag und Nacht in Häusern der genannten Gemeinschaften und Vereinigungen aufhalten;

9. Priester, die an großen Feierlichkeiten teilnehmen und selbst nicht zelebrieren oder konzelebrieren können;

10. alle Teilnehmer an geistlichen Übungen in der Messe, die speziell für sie als Gemeinschaftsfeier gehalten wird; ebenso alle Teilnehmer einer Tagung mit pastoraler Thematik in der Messe, die sie in Gemeinschaft feiern;

11. die unter Nr. 2 und 4 genannten Personen in der Jubiläumsmesse;

12. Paten, Eltern, Ehegatten und Laienkatecheten eines getauften Erwachsenen bei der Taufmesse;

13. Eltern, Verwandte sowie besondere Wohltäter eines Neupriesters, die an der Primizmesse teilnehmen.

243. Für die Kommunionausteilung unter beiden Gestalten werden gebraucht:

a) Bei der Kelchkommunion mit dem Röhrchen: silberne Röhrchen für den Zelebranten und für die einzelnen Kommunikanten sowie ein Gefäß mit Wasser zur Reinigung der Röhrchen und eine Ablageschale für die Röhrchen.

b) Bei der Kelchkommunion mit einem Löffel: ein Löffel.

c) Bei der Kelchkommunion durch Eintauchen möge man dafür sorgen, dass die Hostienteile nicht zu klein und zu dünn sind, sondern eher dicker als gewöhnlich, damit sie nach dem Eintauchen ohne Schwierigkeiten gereicht werden können.

1. Die Ordnung der Kommunion unter beiden Gestalten, wenn die Kommunikanten direkt aus dem Kelch trinken

244. Wenn ein Diakon (oder ein zweiter Priester) assistiert:

a) Der zelebrierende Priester empfängt in gewohnter Weise den Leib und das Blut des Herrn, wobei er darauf achtet, dass im Kelch genügend vom Blute für die Kommunikanten bleibt; den äußeren Rand des Kelches reinigt er mit dem Kelchtuch.

b) Der Priester reicht Kelch und Kelchtuch dem Diakon. Er selbst nimmt die Patene oder die Schale mit den Hostien; darauf stellen sich Priester und Diakon dorthin, von wo aus sie am besten den Gläubigen die Kommunion spenden können.

c) Die einzelnen Gläubigen treten hinzu, machen ein Zeichen der Verehrung und bleiben vor dem Priester stehen. Der Priester spricht, während er die Hostie erhebt: "Der Leib Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen" und empfängt vom Priester den Leib des Herrn.

d) Dann geht der Kommunikant zum Diakon und steht vor ihm. Der Diakon spricht: "Das Blut Christi"; der Kommunikant antwortet: "Amen." Der Diakon reicht ihm Kelchtuch und Kelch, den der Kommunikant üblicherweise selbst mit seinen Händen zum Mund führt. Der Kommunikant hält mit der linken Hand das Kelchtuch unter den Mund, trinkt ein wenig aus dem Kelch - wobei er achtgibt, dass nichts verschüttet wird - und gibt den Kelch zurück. Der Diakon reinigt den äußeren Rand des Kelches mit dem Kelchtuch.

e) Wenn andere Anwesende nur unter einer Gestalt kommunizieren, stellt der Diakon, nachdem alle, die unter beiden Gestalten kommunizieren aus dem Kelch getrunken haben, diesen auf den Altar. Der Priester teilt den Gläubigen die Kommunion aus und kehrt dann an den Altar zurück. Das übriggebliebene Blut trinkt der Priester oder der Diakon; die Reinigung wird in gewohnter Weise vorgenommen.

245. Wenn kein Diakon oder zweiter Priester assistiert:

a) Der Priester empfängt in gewohnter Weise den Leib und das Blut des Herrn, wobei er darauf achtet, dass im Kelch genügend vom Blute für die Kommunikanten bleibt; den äußeren Rand des Kelches reinigt er mit dem Kelchtuch.

b) Der Priester begibt sich dahin, wo er die Kommunion am besten spenden kann und reicht den Leib des Herrn in gewohnter Weise. Diejenigen, die unter beiden Gestalten kommunizieren, treten einzeln heran, machen ein Zeichen der Verehrung und bleiben vor dem Priester stehen. Nach dem Empfang des Leibes des Herrn gehen sie ein wenig zur Seite.

c) Wenn die einzelnen den Leib des Herrn empfangen haben, stellt der Priester die Hostienschale auf den Altar und nimmt Kelch und Kelchtuch. Die einzelnen, die aus dem Kelch kommunizieren, treten wieder zum Priester und bleiben dann vor ihm stehen. Der Priester spricht: "Das Blut Christi"; der Kommunikant antwortet: "Amen." Der Priester reicht ihm dann Kelch und Kelchtuch. Der Kommunikant hält mit der linken Hand das Kelchtuch unter den Mund, trinkt ein wenig aus dem Kelch - wobei er achtgibt, dass nichts verschüttet wirdund gibt den Kelch zurück. Der Priester reinigt den äußeren Rand des Kelches mit dem Kelchtuch.

d) Nach der Kelchkommunion stellt der Priester den Kelch auf den Altar. Wenn andere nur unter einer Gestalt kommunizieren, teilt er ihnen den Leib des Herrn in gewohnter Weise aus, kehrt dann zum Altar zurück und trinkt den Rest vom Blute; dann nimmt er die Reinigung in gewohnter Weise vor.

2. Die Ordnung der Kommunion unter beiden Gestalten durch Eintauchen

246. Wenn ein Diakon (oder ein zweiter Priester) assistiert:

a) Der zelebrierende Priester reicht dem Diakon Kelch und Kelchtuch. Er selbst nimmt die Patene oder HostienschaIe; darauf stellen sich Priester und Diakon dorthin, wo sie am besten die Kommunion spenden können.

b) Die Kommunikanten treten heran, machen ein Zeichen der Verehrung, stehen vor dem Priester und halten eine Patene unter den Mund. Der Priester taucht einen Teil der Hostie in den Kelch und spricht, während er sie erhebt: "Der Leib und das Blut Christi"; der Kommunikant antwortet:

"Amen", empfängt vom Priester die Kommunion und geht dann zurück.

e) Die Kommunion der anderen, die nur unter einer Gestalt kommunizieren, der Genuß des übriggebliebenen Blutes und die Reinigung geschehen wie oben beschrieben.

247. Wenn kein Diakon oder zweiter Priester assistiert:

a) Der Priester nimmt nach seiner Kommunion die Schale oder die Patene mit den Hostien zwischen den Zeigefinger und den Mittelfinger der linken Hand und den Kelch zwischen Daumen und Zeigefinger derselben Hand und geht dorthin, wo er am besten die Kommunion reichen kann.

b) Die Kommunikanten treten heran, machen ein Zeichen der Verehrung und bleiben vor dem Priester stehen. Sie halten die Patene unter ihren Mund. Der Priester taucht einen Teil der Hostie in den Kelch und spricht, wobei er sie erhebt: "Der Leib und das Blut Christi"; der Kommunikant antwortet "Amen", empfängt die Kommunion und geht zurück.

c) Es ist auch erlaubt, einen kleinen - mit einem Tuch und einem Korporale bedeckten - Tisch an der unteren Altarstufe oder am Rand des Altarraums aufzustellen, auf den der Priester den Kelch stellt, um die Austeilung der Kommunion zu erleichtern.

d) Die Kommunion der anderen, die nur unter einer Gestalt kommunizieren, der Genuß des übriggebliebenen Blutes und die Reinigung geschehen wie oben beschrieben.

=====3. Die Ordnung der Kommunion unter beiden Gestalten mit Röhrchen ====?

248. Auch der zelebrierende Priester gebraucht ein Röhrchen, um das Blut des Herrn zu trinken.

249. Wenn ein Diakon (oder ein zweiter Priester) assistiert:

a) Die Kommunion des Leibes des Herrn geschieht wie oben unter Nr. 244 bund c beschrieben.

b) Dann tritt der Kommunikant zum Diakon und stellt sich vor ihn. Der Diakon spricht: "Das Blut Christi"; der Kommunikant antwortet: "Amen", nimmt das Röhrchen von einem Altardiener, senkt es in den Kelch und nimmt ein wenig von dem Blut. Dann zieht er das Röhrchen heraus, wobei er darauf achtet, dass nichts vom Blute herabfließt, senkt es in ein Gefäß mit Wasser, das ein Altardiener hält, der bei dem Diakon steht, trinkt zur Reinigung des Röhrchens etwas von dem Wasser und legt es in ein Gefäß, das von demselben Diener gehalten wird.

250. Wenn kein Diakon oder zweiter Priester assistiert, spendet der zelebrierende Priester selbst den Kommunikanten den Kelch in der Ordnung, die oben (Nr. 245) für die Kelchkommunio;.: beschrieben ist. Ein Altardiener hält dabei ein Gefäß mit Wasser zur Reinigung der Röhrchen.

4. Die Ordnung der Kommunion unter beiden Gestalten mit einem Löffel

251. Wenn ein Diakon (oder ein zweiter Priester) assistiert, hält dieser den Kelch in der linken Hand und teilt mit dem Löffel den einzelnen Kommunikanten, die eine Patene unter dem Mund halten, das Blut des Herrn aus mit den Worten: "Das Blut Christi", wobei er darauf achtet, dass er mit dem Löffel nicht Lippen oder Zunge der Kommunikanten berührt.

252. Wenn kein Diakon oder zweiter Priester assistiert, teilt der Priester selbst, nachdem er allen, die unter beiden Gestalten kommunizieren, den Leib des Herrn gereicht hat, auch das Blut des Herrn aus.

V. KAPITEL: DIE GESTALTUNG UND AUSSTATTUNG DES KIRCHENRAUMES FÜR DIE MESSFEIER

I. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

253. Zur Feier der Eucharistie soll sich das Volk Gottes in der Regel in einem Kirchenraum versammeln; steht keiner zur Verfügung, kann ein anderer Raum gewählt werden, der eine würdige Feier der Eucharistie gewährleistet. In jedem Fall müssen die Räume für den Vollzug des heiligen Geschehens geeignet sein und die tätige Teilnahme der Gläubigen ermöglichen. Die Gottesdiensträume und alles, was dazu gehört, sollen würdig und gediegen sein, Zeichen und Symbol überirdischer Wirklichkeit.[66]

254. Die Kirche sucht daher den Dienst der Kunst aller Völker und Länder und gibt ihm Raum.[67] Wie sie darauf bedacht ist, die Kunstschätze früherer Zeiten zu bewahren[68] und wenn nötig den Erfordernissen unserer Zeit anzupassen, geht ihr besonderes Streben auch dahin, Neues als Ausdruck seiner Zeit zu fördern.[69]

Bei der Berufung von Künstlern und bei der Auswahl von Kunstwerken für Gottesdiensträume sind daher die Maßstäbe echter Kunst anzulegen. Glaube und Frömmigkeit sollen vertieft und die darzustellende Wirklichkeit und der Zweck beachtet werden.[70]

255. Die Kirchen sollen konsekriert werden. Die Gläubigen mögen ihre Bischofskirche und die eigene Kirche besonders ehren und in ihnen ein Zeichen jener geistigen Kirche sehen, die sie durch ihren christlichen Glauben aufbauen und ausbreiten sollen.

256. Bei Neubauten, Renovierungen und bei der Umgestaltung der Innenräume soll die Diözesankommission für Liturgie und kirchliche Kunst zu Rate gezogen werden. Der Ortsbischof soll den Rat und die Hilfe dieser Kommission in Anspruch nehmen, wenn es gilt, Richtlinien zu erlassen, Pläne für Neubauten zu genehmigen oder über wichtige Einzelfragen zu entscheiden.[71]

II. DIE GESTALTUNG DES KIRCHENRAUMES FüR DIE EUCHARISTIEFEIER

257. Das Volk Gottes, das sich zur Messfeier versammelt, hat eine organische und hierarchische Ordnung, die sich in den verschiedenartigen Aufgaben und dem unterschiedlichen Handeln in den einzelnen Teilen der Feier zeigt. Der Kirchenraum soll deshalb so gestaltet sein, dass er gleichsam den Aufbau der versammelten Gemeinde widerspiegelt, ihre richtige Gliederung ermöglicht und jedem die rechte Ausübung seines Dienstes erleichtert.

Die Plätze für die Gläubigen und den Sängerchor sollen so angeordnet sein, dass ihre tätige Teilnahme leicht möglich ist.[72]

Der Priester und die Altardiener sollen im Altarraum Platz nehmen, das heißt in jenem Teil des Kirchenraumes, der ihr hierarchisches Amt ausdrückt, nämlich in der je zukommenden Weise das Gebet zu leiten, das Wort Gottes zu verkünden und den Dienst am Altar zu versehen.

Die Gliederung des Kirchenraumes soll diesen hierarchischen Aufbau der Gemeinde und die Verschiedenheit der Dienste berücksichtigen; zugleich jedoch muß der Raum ein geschlossenes Ganzes bilden, damit so die Einheit des ganzen heiligen Volkes deutlich zum Ausdruck gelangt. Die Gestaltung und Schönheit des Raumes wie auch der ganzen Ausstattung sollen die Frömmigkeit fördern und auf die Heiligkeit der Mysterien, die hier gefeiert werden, hinweisen.

III. DER ALTARRAUM

258. Der Altarraum soll sich vom übrigen Kirchenraum abheben, entweder durch eine leichte Erhöhung oder durch seine besondere Gestaltung und Ausstattung. Er soll so geräumig sein, dass die Liturgie ohne Behinderung vollzogen werden kann.[73]

IV. DER ALTAR

259. Der Altar, auf dem das Kreuzesopfer unter sakramentalen Zeichen gegenwärtig wird, ist auch der Tisch des Herrn, an dem Anteil zu haben das Volk Gottes in der Messfeier zusammenkommt. Er ist zugleich Mittelpunkt der Danksagung, die in der Eucharistiefeier zur Vollendung kommt.[74]

260. In einem geweihten Raum feiert man die Eucharistie an einem feststehenden oder an einem beweglichen Altar. Außerhalb eines geweihten Raumes, besonders wenn es sich um Einzelfälle handelt, ~ann die Feier an einem passenden Tisch vollzogen werden; Altartuch und Korporale sind jedoch auch hier zu verwenden.

261. Ein "feststehender Altar" ist so mit dem Boden verbunden, dass er nicht bewegt werden kann; ein "beweglicher" Altar hingegen kann weggetragen werden.

262. Der Hauptaltar soll freistehen, so dass man ihn ohne Schwierigkeiten umschreiten und an ihm, der Gemeinde zugewandt, die Messe feiern kann. Er soll einen solchen Platz erhalten, dass er wirklich den Mittelpunkt des Raumes bildet, dem sich die Aufmerksamkeit der ganzen versammelten Gemeinde von selbst zuwendet.[75]

Er soll in der Regel ein feststehender Altar und konsekriert sein.

263. Die Altarplatte eines feststehenden Altars sei nach altem kirchlichem Brauch und wegen ihrer symbolischen Bedeutung aus Naturstein. Die Bischofskonferenz kann auch anderes passendes, würdiges und haltbares Material zulassen.

Der Altarsockel beziehungsweise der Unterbau für die Altarplatte kann aus jedem beliebigen Material verfertigt werden, das würdig und dauerhaft ist.

264. Ein beweglicher Altar kann aus jedem beliebigen würdigen und haltbaren Material bestehen, das den Erfordernissen des Gottesdienstes gemäß den Bräuchen und Sitten in den verschiedenen Gegenden entspricht.

265. Feststehende und bewegliche Altäre werden in der vom Pontifikale Romanum vorgesehenen Weise konsekriert. Bei beweglichen Altären genügt eine Segnung. Für einen beweglichen Altar oder für einen Tisch, der außerhalb des Kirchenraumes zur Eucharistiefeier verwendet wird, ist kein Altarstein nötig (vgl. n. 260).

266. Soweit angebracht, soll man den Brauch beibehalten, in oder unter einem zu konsekrierenden Altar Reliquien von Märtyrern oder anderen Heiligen aufzubewahren. Deren Echtheit muß jedoch gesichert sein.

267. Zahlreiche Nebenaltäre soll es nicht geben.

Bei Neubauten sind sie in vom Hauptraum irgendwie getrennten Seitenkapellen unterzubringen.[76]

V. DIE AUSSTATTUNG DES ALTARS

268. Aus Ehrfurcht gegenüber der Feier des Herrengedächtnisses und des Mahles, bei dem Leib und Blut des Herrn gereicht werden, soll man den Altar mit wenigstens einem Tuch bedecken, das in Form, Ausmaß und Schmuck zum Altar paßt.

269. Der Festcharakter der verschiedenen liturgischen Feiern wird durch die Verwendung von Leuchtern hervorgehoben. Sie können auf oder um den Altar gestellt werden. Dabei beachte man die Form des Altares und die Anlage des Altarraumes, damit alles harmonisch aufeinander abgestimmt ist und die Sicht der Gläubigen zum Altar nicht behindert wird.

270. Gut sichtbar für die ganze versammelte Gemeinde sei auf dem Altar oder in seiner Nähe ein Kreuz.

VI. DER SITZ DES LEITERS UND DER TEILNEHMER MIT BESONDEREN DIENSTEN - DER PLATZ DES VORSTEHERS

271. Der Sitz des Leiters der Feier soll seinen Dienst als Vorsteher der Gemeinde und seine Aufgabe, das Gebet zu leiten, gut erkennbar machen. Der geeignete Platz ist daher im Scheitelpunkt des Altarraumes, der Gemeinde zugewandt, sofern nicht die Gestalt des Raumes oder andere Gründe dqs nicht zulassen (etwa wenn der Kontakt zwischen ihm und der Gemeinde wegen zu großer Entfernung erschwert ist). Der Sitz darf nicht die Form eines Thrones haben. Die Plätze der Teilnehmer mit besonderen Diensten sollen sich an passender Stelle im Altarraum befinden, damit alle ihre Aufgaben ohne Schwierigkeiten ausführen können.[77]

VII. DER AMBO - DER ORT, VON DEM AUS DAS WORT GOTTES VERKüNDET WIRD

272. Die Würde des Wortes Gottes erfordert für die Verkündigung einen besonderen Ort in der Kirche, dem sich im Wortgottesdienst die Aufmerksamkeit der Gläubigen wie von selbst zuwendet.[78]

In der Regel soll dieser Platz ein feststehender Ambo, nicht eine einfaches transportables Lesepult sein. Der Ambo soll je nach der Gestalt der Kirche dort stehen, wo die Vortragenden von allen gut gesehen und gehört werden können.

Am Ambo werden die Lesungen, der Antwortpsalm und der österliche Preisgesang (Exultet) vorgetragen; er kann auch für die Homilie und die Fürbitten benutzt werden.

Kommentator, Kantor und Chorleiter sollten an sich ihren Dienst nicht vom Ambo aus versehen.

VIII. DER RAUM DER GEMEINDE

273. Die Plätze für die Gläubigen sollen so angeordnet sein, dass sich der ganze Mensch mit Leib und Seele an der Feier der Liturgie beteiligen kann. Es ist zweckmäßig, in der Regel Kniebänke beziehungsweise Sitze für die Gläubigen vorzusehen. Der Brauch, Privatpersonen bestimmte Plätze zu reservieren, ist jedoch abzuschaffen.[79] Die Sitze beziehungsweise Kniebänke sollen so beschaffen sein, dass die Gläubigen die von der Liturgie geforderten Körperhaltungen ohne Schwierigkeiten einnehmen und unbehindert zur Kommunion gehen können.

Man sorge dafür, dass die Gläubigen den Priester und die anderen Teilnehmer mit besonderen Diensten nicht nur sehen, sondern auch gut verstehen können, falls nötig, unter Verwendung der modernen technischen Hilfsmittel.

IX. DER PLATZ FüR SÄNGERCHOR, ORGEL UND ANDERE MUSIKINSTRUMENTE

274. Der Sängerchor soll unter Berücksichtigung der Gestalt des Raumes einen solchen Platz erhalten, dass klar ersichtlich wird, was er ist: ein Teil der versammelten Gemeinde, der einen besonderen Dienst versieht. Der Platz soll ihm die Ausübung seiner liturgischen Aufgabe erleichtern und den Sängern die volle Teilnahme an der Messfeier einschließlich des Kommunionempfangs ohne Schwierigkeiten gestatten.[80]

275. Die Orgel und die anderen für den Gottesdienst geeigneten Musikinstrumente sollen so aufgestellt werden, dass sie Sängerchor und Gemeinde beim Gesang unterstützen und auch bei reinem Instrumentalspiel von allen gut gehört werden können.

X. DIE AUFBEWAHRUNG DER EUCHARISTIE

276. Sehr geeignet für die Aufbewahrung der Eucharistie ist eine vom Kirchenraum getrennte und für das private Gebet des einzelnen Gläubigen geeignete Kapelle.[81] Wo das nicht möglich ist, soll man das Sakrament - entsprechend den Gegebenheiten des Raums und den rechtmäßigen Bräuchen - auf einem Altar oder an einer anderen bevorzugten und würdig hergerichteten Stelle des Kirchenraumes aufbewahren.[82]

277. Die Eucharistie soll nur in einem einzigen - festen und sicheren - Tabernakel aufbewahrt werden. Daher soll in der Regel jede Kirche nur einen einzigen Tabernakel haben.[83]

XI. DIE VEREHRUNG VON BILDERN DURCH DIE GLÄUBIGEN

278. Nach sehr altem und wohlbegründetem kirchlichem Brauch werden in den Gottesdiensträumen Darstellungen des Herrn, der Jungfrau Maria und der Heiligen angebracht, damit die Gläubigen sie verehren können. Damit die Aufmerksamkeit der Gläubigen nicht von der liturgischen Feier abgelenkt werde, soll man nicht zu viele Darstellungen und diese in rechter Ordnung anbringen.[84] Von demselben Heiligen soll es nur eine Darstellung geben. Grundsätzlich soll man bei der Ausstattung und Gestaltung des Kirchenraumes die religiöse Einstellung der Gesamtgemeinde vor Augen haben.

XII. DIE GESTALTUNG DES KIRCHENRAUMES IM ALLGEMEINEN

279. Die Ausstattung der Kirche soll edel und einfach sein und keiner Prachtentfaltung dienen. In der Auswahl des Schmuckmaterials sei man auf Echtheit bedacht; alles soll zur Formung der Gläubigen und zur Würde des ganzen liturgischen Raumes beitragen.

280. Eine gute Gestaltung des Kirchenraumes und seiner Umgebung soll den Erfordernissen der heutigen Zeit entsprechen. Deshalb genügt es nicht, nur die unmittelbaren Voraussetzungen für die liturgischen Feiern selbst zu schaffen. Man sorge auch dafür, dass berechtigten Anforderungen des Wohlbefindens entsprochen wird, die an ständige Versammlungsräume gestellt werden.

VI. KAPITEL: BEDARFS GEGENSTÄNDE FüR DIE MESSFEIER

I. BROT UND WEIN

281. Dem Beispiel Christi folgend, hat die Kirche stets Brot und Wein mit Wasser für die Feier des Herrenmahles verwendet.

282. Nach der Überlieferung verwendet die gesamte Kirche für die Eucharistiefeier Weizenbrot, das nach dem Brauch der lateinischen Kirche ungesäuert ist.

283. Die Aussagekraft des Zeichens verlangt, dass man die Materie der Eucharistiefeier tatsächlich als Speise erkennt. Daher soll das eucharistische Brot, auch das ungesäuerte, so beschaffen sein, dass der Priester bei einer Gemeindemesse das Brot wirklich in mehrere Teile brechen kann, die er wenigstens einigen Gläubigen reicht. Die kleinen Hostien braucht man jedoch deshalb nicht abzuschaffen, da die Zahl der Kommunizierenden oder andere seelsorgliche überlegungen sie erfordern können. Der Vorgang des Brotbrechens, der in apostolischer Zeit der Eucharistiefeier ihren Namen gab, bringt die Einheit aller in dem einen Brot wirksam und deutlich zum Ausdruck. Ebenso ist er ein Zeichen brüderlicher Liebe, da dieses eine Brot unter Brüder geteilt wird.

284. Der Wein für die Eucharistiefeier muß "vom Gewächs des Weinstockes" (vgl. Lk 22,18) stammen und naturrein, das heißt ohne Beimischung von Fremdstoffen sein.

285. Mit besonderer Sorgfalt achte man darauf, dass Brot und Wein, die für die Eucharistie bestimmt sind, sich in einwandfreiem Zustand befinden: der Wein darf nicht zu Essig geworden und das Brot niC!ht verdorben oder so hart sein dass man es nur mit Mühe brechen kann.

286. Bemerkt der Priester nach der Konsekration oder beim Kommunionempfang, dass statt Wein Wasser verwendet wurde, so fülle er das Wasser in ein Gefäß; dann gieße er Wein und Wasser in den Kelch und wiederhole die Worte des Einset.zungsberichtes zum Kelch, ohne nochmals Brot zu konsekrieren.

II. DIE LITURGISCHEN GERÄTE IM ALLGEMEINEN

287. Wie für die kirchliche Architektur werden von der Kirche auch für alle liturgischen Geräte die künstlerischen Ausdrucksformen jeder Kultur gutgeheißen. Dabei kann alles Verwendung finden, was der Eigenart und den Bräuchen der verschiedenen Völker entspricht, sofern es den liturgischen Erfordernissen, für die die Geräte bestimmt sind, gerecht wird.[85]

Doch soll auch hierbei auf jene edle Schlichtheit Wert gelegt werden, die echter Kunst eigen ist.

288. Für die Anfertigung liturgischer Geräte kann man neben den bisher üblichen Materialien auch andere Werkstoffe verwenden, sofern sie nach heutigem Empfinden als edel gelten, haltbar und für den Gottesdienst geeignet sind. Darüber hat in den einzelnen Gebieten die Bischofskonferenz zu entscheiden.

III. DIE LITURGISCHEN GEFÄSSE

289. Von den Bedarfsgegenständen für die Feier der Messe sind die liturgischen Gefäße besonders ehrfürchtig zu behandeln, vor allem Kelch und Hostienschale, in denen Brot und Wein dargebracht, konsekriert und zum Empfang gereicht werden.

290. Die liturgischen Gefäße sollen aus haltbarem und - nach der allgemeinen Auffassung innerhalb eines Kulturbereiches - als edel geltendem Material bestehen. Man bevorzuge jedoch solche Materia.lien, die nicht leicht zerbrechlich sind und die nicht schnell unbrauchbar werden.

291. Kelche und andere Gefäße für den konsekrierten Wein sollen aus einem Material bestehen, das keine Flüssigkeit eindringen läßt. Für den Kelchfuß kann man auch andere dauerhafte und angemessene Materialien verwenden.

292. Die Gefäße für die Hostien, wie Patene, Pyxis, HostienschaIe, Monstranz und ähnliche können auch aus anderen, für die Verwendung im Gottesdienst geeigneten und allgemein in einer Gegend als wertvoll geltenden Materialien hergestellt werden, wie zum Beispiel Elfenbein oder bestimmten Hartholzarten.

293. Für die Konsekration der Hostien sollte man nach Möglichkeit eine einzige, größere Patene verwenden, auf die das Brot für den Zelebranten, für die Teilnehmer mit besonderen Diensten und für die Gläubigen gelegt werden kann.

294. Aus Metall hergestellte Gefäße für den Gebrauch im Gottesdienst sollen in der Regel innen vergoldet sein, sofern es sich um oxydierendes Metall handelt; sind sie jedoch aus rostfreiem und edlerem Metall als Gold, ist eine Vergoldung nicht notwendig.

295. Die Form der liturgischen Gefäße kann der Künstler entsprechend den Eigenarten der verschiedenen Kulturen gestalten; doch müssen sie für ihren jeweiligen Verwendungs zweck im Gottesdienst geeignet sein.

296. Eine Benediktion beziehungsweise Konsekration liturgischer Gefäße erfolgt nach den in den liturgischen Büchern vorgesehenen Ordnungen.

IV. DIE LITURGISCHE KLEIDUNG

297. Die Kirche als Leib Christi kennt für die einzelnen Glieder verschiedene Aufgaben. Diese Vielfalt der Dienste wird im Gottesdienst durch eine unterschiedliche liturgische Kleidung verdeutlicht, die somit Kennzeichen der jedem Teilnehmer mit besonderem Dienst eigenen Aufgabe ist; zugleich soll sie aber auch den Festcharakter des liturgischen HandeIns hervorheben.

298. Das liturgische Gewand für alle Altardiener ist die Albe, die gegebenenfalls mit einem Gürtel gehalten wird. Man kann darunter ein Schultertuch tragen. Statt der Albe kann man einen Chorrock nehmen, wenn nicht Kasel, Dalmatik oder Tunika anzuziehen sind oder die Stola das Messgewand beziehungsweise die Dalmatik vertritt.

299. Zur Messe und zu anderen mit ihr unmittelbar verbundenen liturgischen Feiern trägt der Priester das Messgewand (Kasel), sofern nichts anderes angegeben ist.

300. Das Gewand des Diakons ist die Dalmatik, die über der Albe getragen wird.

301. Der Sub diakon trägt, ebenfalls über der Albe, die Tunika.

302. Der Priester trägt die Stola, ohne sie zu kreuzen so, dass sie über beide Schultern nach vorne herabhängt. Der Diakon trägt sie von der linken Schulter quer zur rechten Körperseite.

303. Einen Chormantel trägt der Priester bei Prozessionen und anderen liturgischen Feiern entsprechend den Anweisungen in den jeweiligen liturgischen Ordnungen.

304. Hinsichtlich der liturgischen Kleidung können die Bischofskonferenzen Änderungen vornehmen, die den Erfordernissen und Bräuchen der einzelnen Gebiete Rechnung tragen. Solche Anpassungen sind dem Apostolischen Stuhl zur Kenntnisnahme vorzulegen.[86]

305. Für die liturgische Kleidung können außer den bisher gebräuchlichen Stoffen auch andere in den verschiedenen Gebieten übliche Naturfasern verwendet werden. Auch Stoffe aus Kunstfasern ~ann man verwenden, sofern sie den Erfordernissen des Gottesdienstes entsprechen. Die Entscheidung darüber steht der Bischofskonferenz zu.[87]

306. Schönheit und Würde der liturgischen KleIdung soll nicht durch eine Anhäufung von Schmuck und Verzierung erreicht werden, sondern durch die Auswahl des Stoffes und seinen Zuschnitt. Die Gewänder sollen nur insoweit mit Bildern beziehungsweise Symbolen versehen werden, als diese dem liturgischen Gebrauch gerecht werden.

307. Der Wechsel in den Farben der liturgischen Kleidung soll einerseits den besonderen Charakter der jeweils gefeierten Glaubensgeheimnisse :mm Ausdruck bringen und andererseits die Entfaltung des christlichen Lebens im Ablauf des liturgischen Jahres verdeutlichen.

308. Die Farben der liturgischen Kleidung sollen in der bisher üblichen Weise verwendet werden, nämlich:

a) Weiß: für Stundengebet und Messfeier in der Oster- und Weihnachtszeit; außerdem an den Festen und Gedenktagen des Herrn mit Ausnahme solcher seines Leidens; an den Festen und Gedenktagen der Jungfrau Maria, der Engel, der Heiligen, die nicht Märtyrer sind; am Fest Allerheiligen (1. November), Johannes des Täufers (24. Juni), Johannes Evg. (27. Dezember), Kathedra Petri (22. Februar) und Pauli Bekehrung (25. Januar).

b) Rot: für Passionssonntag und Karfreitag; an Pfingsten, an den Festen des Leidens Christi, an den Festen der Apostel und Evangelisten und der Märtyrer.

c) Grün: für Stundengebet und Messfeier in der allgemeinen Kirchenjahrzeit.

d) Violett: für Advent und Österliche Bußzeit; außerdem nach Wunsch bei der Totenliturgie für Stundengebet und Messe.

e) Schwarz: kann bei der Totenliturgie verwendet werden.

f) Rosa: kann an Gaudete (3. Adventssonntag) und Laetare (4. Fastensonntag) verwendet werden.

Die Bischofskonferenzen können geeignete Änderungen vornehmen, die den Erfordernissen und Bräuchen der einzelnen Völker Rechnung tragen; sie sind dem Apostolischen Stuhl zur Kenntnisnahme vorzulegen.

309. Zu festlichen Anlässen können wertvolle Paramente verwendet werden, auch wenn sie nicht der Tagesfarbe entsprechen.

310. Die Votivmessen können in der Farbe, die dem jeweiligen Messtext entspricht, oder in der Farbe des Tages oder der entsprechenden liturgischen Zeit gefeiert werden; die Messen zu besonderen Anlässen in der ihnen entsprechenden Farbe oder in der Farbe des Tages oder der liturgischen Zeit.

V. ANDERE FüR DEN LITURGISCHEN GEBRAUCH BESTIMMTE GEGENSTÄNDE

311. Außer bei den liturgischen Gefäßen und Gewändern, für die es eigene Bestimmungen gibt, ist auch bei den anderen Gegenständen, die direkt für den Gebrauch beim Gottesdienst bestimmt sind oder sonst in der Kirche verwendet werden, auf Würdigkeit und Zweckmäßigkeit zu achten.

312. Auch bei geringfügigen Dingen sollen immer guter Geschmack, Schlichtheit und Sauberkeit gewahrt bleiben.

VII. KAPITEL: DIE AUSWAHL DER MESSTEXTE UND IHRER EINZELNEN TEILE

313. Die Messfeier wird seelsorglich viel wirksamer, wenn die Lesungen, Orationen und Gesänge so ausgewählt werden, dass sie möglichst weitgehend der jeweiligen Situation und der religiösen wie geistigen Fassungskraft der Teilnehmer entsprechen. Das kann man durch die vielfältigen Auswahlmöglichkeiten erreichen, die nachfolgend beschrieben werden.

Der Priester soll daher bei der Zusammenstellung der Messtexte mehr das geistliche Wohl der mitfeiernden Gemeinde als seine eigenen Wünsche vor Augen haben. Die Auswahl der einzelnen Texte möge er auch im Einvernehmen mit denjenigen vornehmen, die bei der Feier eine bestimmte Aufgabe übernehmen; dazu gehören auch die Gläubigen hinsichtlich solcher Fragen, die sie unmittelbar betreffen.

Da für die verschiedenen Teile der Messe reiche Auswahlmöglichkeiten bestehen, müssen Diakon, Lektor, Psalmsänger, Kantor, Kommentator und Sängerchor vor der Feier genau erfahren, welche Texte sie vorzutragen haben, damit nichts unvorbereitet geschieht. Denn eine wohlüberlegte Abstimmung und gut vorbereitete Ausführung des Gottesdienstes trägt erheblich zu einer fruchtbaren Mitfeier der Eucharistie durch alle Teilnehmer bei.

I. DIE WAHL DES MESSTEXTES

314. An Hochfesten hat sich der Priester an das Kalendarium der Kirche, in der er zelebriert, zu halten.

315. An Sonntagen, an den Wochentagen des Advents und der Österlichen Bußzeit, an den Festen und an gebotenen Gedenktagen ist folgendes zu beachten:

a) Handelt es sich um eine Messfeier mit Gemeinde, soll sich der Priester an das Kalendarium der Kirche halten, in der er zelebriert.

b) Handelt es sich um eine Messfeier ohne Gemeinde, so kann der Priester sich nach dem Kalendarium der betreffenden Kirche oder dem eigenen richten.

316. An nichtgebotenen Gedenktagen kann der Priester die Messe vom Wochentag oder vom betreffenden Heiligen oder von einem der Heiligen wählen, deren Gedächtnis für diesen Tag vorgesehen ist. Er kann auch die Messe von jedem Heiligen nehmen, der an diesem Tag im Martyrologium erwähnt ist oder eine der Messen zu besonderen Anlässen oder eine Votivmesse. An einem Wochentag der allgemeinen Kirchenjahrzeit kann er die Messe von diesem Tag oder von einem Heiligen nehmen, der an diesem Tag im Martyrologium steht, oder eine der Messen zu besonderen Anlässen oder eine Votivmesse.

Feiert der Priester die Messe mit einer Gemeinde, soll er vor allem das geistliche Wohl der Gläubigen vor Augen haben und vermeiden, ihnen seine eigene Vorliebe aufzudrängen. Er achte vor allem darauf, nicht häufiger und nicht ohne ausreichenden Grund den vorgesehenen Lesungszyklus der Wochentage zu unterbrechen, denn die Kirche wünscht, dass "den Gläubigen der Tisch des Wortes Gottes in reicher Fülle bereitet werde.[88]

Aus demselben Grund soll er nicht zu oft Messtexte für die Verstorbenen wählen, da j'a doch jede Messe für die Lebenden und Verstorbenen gefeiert wird; außerdem ist in jedem eucharistischen Hochgebet ein eigenes Gedenken der Verstorbenen vorgesehen.

Wo nichtgebotene Gedenktage der seligen Jungfrau Maria oder bestimmter Heiliger in der Frömmigkeit der Gläubigen besonders tief verwurzelt sind, soll wenigstens eine Messe mit diesen Texten gefeiert werden, um damit berechtigte Erwartungen der Gläubigen zu erfüllen.

Besteht die Wahlmöglichkeit zwischen einem Gedenktag nach dem Allgemeinen Kalender und einem anderen Gedenktag nach dem Kalender der Diözese oder der Ordensgemeinschaft, kommt traditionsgemäß unter gleichen Bedingungen dem Eigengedenktag der Vorrang zu.

II. DIE AUSWAHL DER EINZELNEN TEXTE

317. Bei der Auswahl der einzelnen Texte für die Messen der Kirchenjahrzeiten oder der Heiligenfeste sind folgende Richtlinien zu beachten.

Lesungen

318. An Sonn- und Festtagen sind drei Lesungen vorgesehen, nämlich: "Prophet", "Apostel" und Evangelium. Dadurch soll das christliche Volk mit der gemäß göttlichem Ratschluss ungebrochenen Einheit der Heilsgeschichte vertraut werden.

Es ist daher sehr zu wünschen, dass wirklich drei Lesungen vorgetragen werden; jedoch kann die Bischofskonferenz aus seelsorglichen Erwägungen die Verwendung von nur zwei Lesungen gestatten. Bei einer Wahl zwischen den beiden ersten Lesungen soll man die im Lektionar angegebenen Richtlinien beachten und sich bemühen, die Gläubigen zu einer tieferen Kenntnis der Heiligen Schrift zu führen. Keinesfalls soll man stets nur die kürzere oder leichtere Lesung aussuchen.

319. Im Lektionar für die Wochentage sind für alle Tage im Verlauf des Kirchenjahres eigene Lesungen vorgesehen. Daher sollen in der Regel diese Lesungen an den angegebenen Tagen genommen werden, wenn nicht ein Hochfest oder Fest auf den Tag fällt.

Es kann jedoch vorkommen, dass die Bahnlesung während der Woche durch ein Fest oder eine besondere Feier unterbrochen wird. Der Priester kann dann unter Berücksichtigung aller für die Woche angegebenen Lesungen Abschnitte, die sonst ausfallen würden, mit anderen verbinden oder selbst entscheiden, welche Texte vorzuziehen sind.

Bei Messfeiern mit besonderen Gruppen kann der Priester die Lesungen aus der Wochenordnung so wählen, wie es ihm für die Unterweisung dieser Gruppe geeignet scheint.

320. Eine besondere Auswahl an Schriftlesungen ist für jene Messen vorgesehen, die mit der Feier von Sakramenten oder Sakramentalien verbunden sind oder zu besonderen Anlässen gefeiert werden.

Dafür wurden eigene Lesungen vorgesehen, damit durch eine angepaßte Verkündigung des Wort Gottes die Gläubigen zu einem tieferen Verständnis des Geschehens, an dem sie teilnehmen, gelangen und zugleich immer mehr von Gottes Wort ergriffen werden.

Daher sind die Texte, die bei einer bestimmten liturgischen Feier vorgetragen werden, unter pastoralem Gesichtspunkt aus den angegebenen Möglichkeiten auszuwählen.

Gebete

321. Durch die Vielzahl der Präfationen des Römischen Messbuches soll das Thema der Danksagung des eucharistischen Hochgebetes in mannigfacher Weise zum Ausdruck gebracht und bestimmte Aspekte des Heilsmysteriums hervorgehoben werden.

322. Für die Wahl des eucharistischen Hochgebetes sind folgende Hinweise zu beachten:

a) Das erste eucharistische Hochgebet, der Römische Kanon, kann immer verwendet werden. Besonders geeignet ist er an Tagen, für die ein eigenes "Communicantes" vorgesehen ist, bei Messfeiern mit einem eigenen "Hanc igitur" und an den Festen der Apostel und Heiligen, die im Kanon genannt werden; ferner an den Sonntagen, falls man nicht aus seelsorglichen Erwägungen ein anderes eucharistisches Hochgebet vorzieht.

b) Das zweite eucharistische Hochgebet kann man wegen seiner besonderen Eigenart vor allem an Wochentagen oder bei bestimmten Anlässen verwenden.

Obwohl es eine eigene Präfation hat, können in ihm auch andere Präfationen verwendet werden, vor allem solche, die eine Gesamtschau des Heilsmysteriums bieten, zum Beispiel die Präfationen für die Sonntage der allgemeinen Kirchenjahrzeit oder die allgemeinen Präfationen.

Wird die Messe für einen Verstorbenen gefeiert, so kann man in dieses eucharistische Hochgebet einen besonderen Text vor dem "Gedenke aller" einfügen.

c) Beim dritten eucharistischen Hochgebet kann jede Präfation verwendet werden; es kann besonders an Sonn- und Festtagen gebraucht werden.

Auch in dieses Gebet kann man einen besonderen Text für Verstorbene nach den Worten "Führe zu dir auch alle deine Söhne" einfügen.

d) Das vierte eucharistische Hochgebet bat eine Präfation, die nicht ausgetauscht werden kann. Es bietet eine Zusammenfassung der gesamten Heilsgeschichte. Man kann dieses Hochgebet bei Messen, für die keine eigene Präfation vorgesehen ist, verwenden; ebenso bei Gemeinschaften, die bereits über eine tiefere Kenntnis der Heiligen Schrift verfügen.

Auf Grund seiner besonderen Struktur kann in dieses eucharistische Hochgebet kein besonderer Text für Verstorbene eingefügt werden.

323. Sofern nichts anderes angegeben, sind in jeder Messe jene Orationen zu nehmen, die beim Messtext verzeichnet sind.

In den Messen an Gedenktagen kann man das jeweils angegebene Tagesgebet oder das aus dem entsprechenden allgemeinen Messtext verwenden; Gabengebet und Schlussgebet kann man, falls keine Eigentexte vorliegen, aus dem allgemeinen Messtext oder vom betreffenden Wochenta.g nehmen.

An den Wochentagen während des Jahres kann man an Stelle der Orationen des vorhergehenden Sonntags die eines anderen Sonntags der Jahresreihe nehmen. Man kann auch die Orationen der Messen zu besonderen Anlässen wählen, die im Messbuch angeboten werden. Es ist immer möglich, aus diesen Messen nur das Tagesgebet zu verwenden.

Damit steht eine große Auswahl an Texten zur Verfügung, so dass man die Möglichkeit hat, das Gebet der liturgischen Versammlung mit immer neuen Themen zu bereichern und bestimmte Anliegen der Gläubigen, der Kirche und der Menschheit zu berücksichtigen. In den liturgisch bedeutenden Zeiten des Kirchenjahres geschieht dies bereits durch die Orationen, die für jeden Wochentag im Messbuch vorgesehen sind.

Gesänge

324. Für die Auswahl der Zwischengesänge und der Gesänge zur Eröffnung, zur Gabenbereitung und zur Kommunion sind die entsprechenden Anweisungen zu beachten.

Sonderregelungen

325. Außer den in den vorhergehenden Artikeln erwähnten Erlaubnissen, passende Texte auszuwählen, können die Bischofskonferenzen in besonderen Situationen für die Lesungen zusätzliche Auswahlmöglichkeiten vorsehen; die Texte müssen jedoch einem rechtmäßig approbierten Lektionar entnommen werden.

VIII. KAPITEL: DIE MESSTEXTE BEI BESONDEREN ANLÄSSEN, BEI VOTIVMESSEN UND MESSFEIERN FÜR VERSTORBENE

I. DIE MESSTEXTE BEI BESONDEREN ANLÄSSEN UND BEI VOTIVMESSEN

326. Da es "Wirkung der Liturgie der Sakramente und Sakramentalien ist, den recht bereiteten Gläubigen nahezu jedes Ereignis ihres Lebens durch die göttliche Gnade, die vom Pascha-Mysterium ausströmt, zu heiligen"[89], und da die Eucharistie das Sakrament der Sakramente ist, bietet das Messbuch Vorlagen für Messtexte und Orationen, die man bei verschiedenen Anlässen des christlichen Lebens, für die Anliegen der ganzen Menschheit, der Gesamtkirche oder Ortskirche verwenden kann.

327. Angesichts der allgemeinen großen Auswahlmöglichkeit bezüglich Lesungen und Orationen sollen die Messtexte zu besonderen Anlässen nicht zu oft verwendet werden, das heißt nur dann, wenn ein tatsächlicher Anlaß besteht.

328. Bei allen Messen zu besonderen Anlässen kann man - sofern nicht ausdrücklich anders bestimmt - Lesungen und Zwischengesänge des betreffenden Wochentages verwenden, wenn sie zur Feier passen.

329. Die Messen zu besonderen Anlässen gliedern sich in drei Gruppen:

a) Messen, die mit der Feier von Sakramenten oder Sakramentalien bzw. deren Jahresgedächtnis verbunden sind.

b) Messen in verschiedenen Anliegen, die man gelegentlich oder zu bestimmten Zeiten je nach den Gegebenheiten feiert.

c) Votivmessen von Mysterien Christi oder zu Ehren Mariens und der Heiligen, die bei entsprechender Verehrung der Gläubigen verwendet werden können.

330. Für die Messen, die mit der Feier der Sakramente oder Sakramentalien verbunden sind, gelten eigene Bestimmungen, die in den Ritualien oder bei den betreffenden Messtexten angegeben sind.

331. Aus den Messen in verschiedenen Anliegen kann die zuständige Autorität Messtexte für die von der Bischofskonferenz festzulegenden Bittgottesdienste während des Jahres auswählen.

332. Bei Eintritt einer besonderen NotIa,ge kann die entsprechende Messe im Auftrag oder mit Erlaubnis des Ordinarius an allen Tagen gefeiert werden, jedoch nicht an den Hochfesten und an den Sonntagen der Adventszeit, der Österlichen Bußzeit und der Osterzeit.

333. Sofern besondere Umstände es verlangen, kann man an einem gebotenen Gedenktag in Gemeindemessen die dem Anliegen entsprechenden Messtexte verwenden. Die Entscheidung darüber liegt beim Kirchenrektor oder bei dem Priester, der die Messe feiert.

334. An einem nichtgebotenen Gedenktag oder an einem Wochentag der Allgemeinen Kirchenjahrzeit kann man jeden Messtext und jede Oration für besondere Anlässe verwenden, ausgenommen die Texte für die Messen in Verbindung mit der Feier der Sakramente oder Sakramentalien.

II. DIE MESSFEIERN FüR VERSTORBENE

335. Das eucharistische Opfer des Pascha-Mysteriums bringt die Kirche für die Verstorbenen dar: da alle Glieder am Leibe Christi miteinander eine Gemeinschaft bilden, erbitten und schenken sie sich wechselseitig geistliche Hilfe und tröstende Hoffnung.

336. Unter den Messfeiern für Verstorbene nimmt den ersten Platz die Begräbnismesse ein. Sie darf an allen Tagen, ausgenommen Hochfeste und Sonntage der Adventszeit, der Österlichen Bußzeit und der Osterzeit gefeiert werden.

337. Nach Eintreffen der Todesnachricht oder bei der endgültigen Beisetzung des Verstorbenen oder am ersten Jahrestag können die Messtexte für Verstorbene auch an einem gebotenen Gedenktag verwendet werden.

Andere Messen für Verstorbene oder die sogenannten "täglichen Totenmessen" können an Tagen verwendet werden, an denen Votivmessen erlaubt sind, vorausgesetzt, dass sie bestimmten Verstorbenen appliziert werden.

338. In den Begräbnismessen soll in der Regel eine kurze Homilie gehalten werden, jedoch keine Begräbnisrede auf den Verstorbenen. Auch bei anderen Totenmessen mit Gemeinde ist es angebracht, eine Homilie zu halten.

339. Man soll die Gläubigen, besonders die Angehörigen einladen, durch den Kommunionempfang ganz an dem eucharistischen Opfer teilzunehmen, das für den Verstorbenen dargebracht wird.

340. Schließt sich das Begräbnis unmittelbar an die Messe an, so entfällt der Schluss der Messfeier. Nach dem Schlussgebet folgt die Liturgie der Verabschiedung, jedoch nur dann, wenn der Leichnam des Verstorbenen am Ort der Messfeier aufgebahrt ist.

341. Bei der Vorbereitung der Messfeiern für Verstorbene, besonders der Begräbnismesse, sollen die austauschbaren Teile (zum Beispiel Orationen, Lesungen, Fürbitten) möglichst so gewählt werden, dass sie den Gegebenheiten von seiten des Verstorbenen, der Angehörigen und aller Anwesenden pastoral entsprechen.

Darüber hinaus sollen die Seelsorger jene Teilnehmer berücksichtigen - seien es Nichtkatholiken oder Katholiken, die nie oder selten die Messe mitfeiern oder den Glauben sogar verloren zu haben scheinen -, die anläßlich eines Begräbnisses einen Gottesdienst erleben und das Wort Gottes hören; der Priester ist ja Künder der Frohbotschaft Christi für alle Menschen.

Anmerkungen

  1. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum concilium, Nr. 41; Dogmatische Konstitution über die Kirche, Lumen gentium Nr. 11; Dekret über das Leben und den Dienst der Priester, Presbyterorum ordinis, Nrn. 2, 5, 6; über die Hirtenaufgabe der Bischöfe , Christus Dominus, Nr. 30; Dekret über den Ökumenismus , Unitatis redintegratio, Nr. 15; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25 Mai 1967, Nrn. 3 e, 6: AAS 59 (1967) SS. 542, 544-545.
  2. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 10.
  3. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 102
  4. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret über das Leben und den Dienst der Priester, Presbyterorum ordinis, Nr. 5; Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 10.
  5. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nrn. 14, 19, 26, 28, 30.
  6. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 47.
  7. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 14.
  8. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 41.
  9. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret über das Leben und den Dienst der Priester, Presbyterorum ordinis, Nr. 13.
  10. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 59.
  11. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nrn. 37-40.
  12. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret über das Leben und den Dienst der Priester, Presbyterorum ordinis, Nr. 5; Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 33.
  13. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 56; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25 Mai 1967, Nr. 10: AAS 59 (1967) S. 547.
  14. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 51.
  15. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 48; Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung Dei verbum, Nr. 21; Dekret über das Leben und den Dienst der Priester, Presbyterorum ordinis, Nr. 4.
  16. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctttm Concilium, Nrn. 7, 33.
  17. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 52.
  18. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 33.
  19. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Musicam sacram, 5 März 1967, Nr. 14: AAS 59 (1967) S. 104.
  20. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nrn. 26, 27; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25 Mai 1967, Nr. 3 d: AAS. 59 (1967) S. 542.
  21. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 30.
  22. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Musicam sacram, 5 März 1967, Nr. 16 a: AAS 59 (1967) S. 305.
  23. Predigt 336, 1: PL 38, 1472.
  24. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Musicam sacram, 5 März 1967, Nrn. 7, 16: AAS 59 (1967) SS. 302, 305.
  25. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 54; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 59: AAS 56 (1964) S. 891; Instruktion Musicam sacram, 5 März 1967, Nr. 47: AAS. 59 (1967) S. 314.
  26. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 30.
  27. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 39.
  28. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 30; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Musicam sacram, 5 März 1967, Nr. 17: AAS 59 (1967) S. 305.
  29. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 33.
  30. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 7.
  31. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 51.
  32. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 50: AAS 56 (1964) S. 889.
  33. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 52.
  34. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 54: A.AS. 56 (1964) S. 890.
  35. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 53: AAS 56 (1964) S. 890.
  36. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 53.
  37. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 56: AAS (1964) S. 890.
  38. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 47; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25 Mai 1967, Nr. 3, a, b: AAS 59 (1967) SS. 540-541.
  39. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 91: AAS 56 (1964) S. 898; Instruktion Eucharisticum mysterium, 25 Mai 1967, Nr. 24: AAS 59 (1967) S. 554.
  40. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 48; Dekret über das Leben der Priester, Presbyterorum ordinis, Nr. 5; S. Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 12: AAS. 59 (1967) SS. 548-549.
  41. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nrn. 12, 33 a: AAS. 59 (1967) SS. 549, 559.
  42. Vgl. ebd., Nrn. 31, 32: AAS 59 (1967) SS. 558-559.
  43. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 14.
  44. Vgl. ebd., Nr. 26.
  45. Vgl. ebd., Nr. 28.
  46. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche, Lumen gentium, Nr. 96; Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 42.
  47. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 26.
  48. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 48; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 12: AAS 59 (1967) SS. 548-549.
  49. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Musicam sacram, 5 März 1967, Nr. 19: AAS. 59 (1967) S. 306.
  50. Vgl. ebd., Nr. 21: AAS. 59 (1967) SS. 306-307.
  51. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 24.
  52. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 41.
  53. Vgl. ebd., Nr. 42; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, Nr. 26: AAS 59 (1967) S. 555; Zweites Vatikanisches Konzil., Dogmatische Konstitution über die Kirche, Lumen gentium, Nr. 28; Dekret über das Leben und den Dienst der Priester, Presbyterorum ordinis, Nr. 5.
  54. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 47: AAS 59 (1967) S. 565.
  55. Vgl. ebd., Nr. 26: AAS 59 (1967) S. 555; Instruktion Musicam sacram, 5 März 1967, Nrn. 16, 27: AAS 59 (1967) PS. 305, 308.
  56. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 57.
  57. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 47: AAS 59 (1967) S. 566.
  58. Vgl. Ritus servandus in concelebratione Missae, Nr. 3.
  59. Vgl. ebd., Nr. 8.
  60. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Dekret Ecclesiae semper, 7 martü 1965: AAS 57 (1965) SS. 410-412; Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 47: A.AS. 59 (1967) S. 565.
  61. Vgl. Ritus servandus in concelebratione Missae, Nr.9.
  62. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 32: AAS 59 (1967) S. 558.
  63. Vgl. Conc. Trid., Sess. XXI, Dekret über die Kommunion, c. 1-3: Denz. 929-932 (1725-1729).
  64. Vgl. ebd., c. 2: Denz. 931 (1728).
  65. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 32: AAS 59 (1967) SS. 558-559.
  66. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nrn. 122-124; Dekret über das Leben und den Dienst der Priester, Presbyterorum ordinis, Nr. 5; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 90: AAS. 56 (1964) S. 897; Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 24: AAS 59 (1967) S.554.
  67. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 123.
  68. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 24: AAS 59 (1967) S. 554.
  69. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nrn. 123, 129; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 13 c: AAS 56 (1964) S. 880.
  70. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 123.
  71. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 126.
  72. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nrn. 97-98: AAS. 56 (1964) S. 899.
  73. Vgl. ebd., Nr. 91: AAS 56 (1964) S. 898.
  74. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 24: AAS 59 (1967) S. 554.
  75. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 91 AAS 56 (1964) S. 898.
  76. Vgl. ebd., Nr. 93: AAS 56 (1964) S. 898.
  77. Vgl. ebd., Nr. 92: AAS 56 (1964) S. 898.
  78. Vgl. ebd., Nr. 96: AAS 56 (1964) S. 899.
  79. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 32; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 98: AAS 56 (1964) S. 899.
  80. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Musicam sacram, 5 März 1967, Nr. 23: AAS 59 (1967) S. 307.
  81. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 53: AAS 59 (1967) S. 568.
  82. Vgl. ebd., Nr. 54: AAS 59 (1967) S. 568; Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 95: AAS 56 (1964) S. 898.
  83. Vgl. Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 52: AAS 59 (1967) S. 568; Instruktion Inter oecumenici, 26. Sept. 1964, Nr. 95: AAS 56 (1964) S. 898; Sakramentenkongregation, Instruktion Nullo umquam tempore, 28. Mai 1938, Nr. 4: AAS 30 (1938) PS. 199-200.
  84. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum concilium, Nr. 125.
  85. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 128; Heilige Ritenkongregation, Instruktion Eucharisticum mysterium, 25. Mai 1967, Nr. 24: AAS 59 (1967) S. 854.
  86. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum concilium, Nr. 128.
  87. Vgl. ebd.
  88. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 51.
  89. Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum concilium, Nr. 61.

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