Alexandre José Maria dos Santos

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alexandre José Maria dos Santos OFM (* 18. März 1924 in Zavala, Mosambik; † 29. September 2021 in Maputo, Mosambik) war Erzbischof der mosambikanischen Hauptstadt Maputo und Kardinal. Er war der erste einheimische Priester, Bischof und Kardinal seines Landes.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Alexandre José Maria dos Santos kam in der Diözese Inhambane zur Welt. Er besuchte zunächst das von Franziskanern geführte Knabenseminar in Amatongas, gefolgt vom Philosophiestudium in Malawi. 1947 wurde er in das Noviziat der portugiesischen Provinz der Franziskaner in Varatojo aufgenommen und studierte im nahegelegenen Lissabon Theologie. Nach seiner feierlichen Profess empfing er am 25. Juni 1953 die Priesterweihe. Er kehrte 1954 in sein Land zurück und übte seinen pastoralen Dienst in den Franziskanermissionen der Region Inhambane aus. Ab 1972 war er Rektor des neu eingerichteten Knabenseminars in Vila Pery (heute: Chimoio).

Erzbischof

Nachdem Mosambik die Unabhängigkeit von Portugal erlangt hatte, ernannte ihn Papst Paul VI. am 23. Dezember 1974 Erzbischof von Maputo. Seine Bischofweihe empfing er am 9. März 1975. Er engagierte sich sehr für die von Bürgerkrieg und Naturkatastrophen betroffenen Völker. Er gründete die Caritas von Mosambik und war ihr erster Präsident. Johannes Paul II. nahm ihn am 28. Juni 1988 als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Frumenzio ai Prati Fiscali ins Kardinalskollegium auf. Im September desselben Jahres empfing er Johannes Paul II. bei dessen Apostolischer Reise nach Mosambik, und dreißig Jahre später, am 5. September 2019, war ihm vergönnt, auch noch Papst Franziskus in der Kathedrale von Maputo begrüßen zu können. Am 22. Februar 2003 nahm Papst Johannes Paul II. sein aus Altersgründen vorgebrachtes Rücktrittsgesuch als Erzbischof von Maputo an. Altershalber konnte er weder am Konklave des Jahres 2005 noch an jenem des Jahres 2013 teilnehmen.[1]

Weblinks

Anmerkungen

  1. Osservatore Romano, 8. Oktober 2021, S. 3.
Meine Werkzeuge