Alexander Smoltczyk

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Alexander Smoltczyk (* 1958 in Berlin) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Alexander Smoltczyk bestand 1978 am Goldberg-Gymnasium in Sindelfingen das Abitur.[1]. Danach lebte und arbeitete er in Berlin, schrieb u.a. für taz, GEO und mare. Für seine Arbeit »Das Loch in Mitte« in der Wochenpost wurde er 1995 mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erhielt er den Henri-Nannen-Preis in der Kategorie "Besonders verständliche Berichterstattung" für seinen SPIEGEL-Beitrag Der Fehlbare über Papst Benedikt XVI. Smoltczyk lebte bis 2010 als Familienvater in Rom und war dort Reporter für den SPIEGEL. Er berichtete über den Vatikan und die italienische Politik.

Er bezeichnet sich als skeptischen Protestanten (ohne explizit theologische Kenntnisse), aber mit typisch nordischem Interesse am römischen Glaubens- und Lebensstil ausgestattet.

Starke Beachtung fanden zeitweilig seine Glossen unter Uups! - et orbi, bei SPIEGEL-online (Beispiel: Über Papstaudienzen. 02.03.2009), deren Qualität aber seit 2008 stark nachließ. Es erschien ein ebenso heiteres und faktenreiches wie erfolgsarmes Buch, Vatikanistan (Heyne 2008), das neben Allerlei über den Staat des Papstes, die Kirchenführung und das Kurienpersonal schließlich u.a. auch einige bemerkenswerte Passagen über Bischof Josef Clemens, Prälat Georg Gänswein und Prälat Walter Brandmüller enthält. (Wäre dem Verfasser nicht bereits ein exotisch klingender Name zu eigen, so könnte man ihn seither den "Hyperbaedeker" unter den Vaticanisti nennen.)

Papstkritiker

Im SPIEGEL 01/09 vom 29.12.2008 outet sich Smoltczyk dann, unter Vortäuschung eines sachlichen Anlasses (i.e. das angebliche[2] Schweigen des Papstes zur Finanzkrise), als zum antikatholischen "sozial" Nationalismus re-konvertiert: Wir waren Papst[3] betitelt er einen "Essay" (meint hier wohl: Mühsal), der, voller sachlicher Fehler und logischer Brüche, offenbar nur noch heftig auf Meistbegünstigung durch die Chefredaktion des Hamburger Magazins abzielt. Diese lässt in jüngerer Zeit wieder des öfteren die antichristliche Sirene heulen (besonders lautstark in Nr. 06/09 vom 02.02.2009: Der Entrückte). Am 04.02.2008 hat A.Sm. dann nochmal online nachgelegt. Um sein Fehlurteil zu rechtfertigen, nutzte er zunächst den deutschnationalen Medientornado um die Affäre "Williamson" aus. Aggressor Smoltczyk bleibt süffisant unbußfertig: Er kann seine klammheimliche Schadenfreude kaum noch verstecken, die ihn im SPIEGEL vom 2. Nov. 2009 dazu trieb, Papst Benedikt, traditionelle Anglikaner und jedweden "Traditionalismus" wiederum als einheitlichen "antimodernen" Block zusammenzufassen. Weit gefehlt, aber populistisch!

Die Kampagne wurde pünktlich zu Ostern 2010 seitens des SPIEGEL wieder verschärft, indem jetzt Sm.'s Prägung Der Fehlbare (2007) zum Titel aufrückte. Im SPIEGEL=Stil müsste man zusammenfassen: "Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete, hat der Spiegel-Autor Sm. im Jahre der F.-Krise 2008 so viel Kapital verloren, dass er sich, von freimaurerischen Kreisen gesponsort*, zum professionellen Papsthasser weiterbilden lassen musste." Aber wir sind ja gar nicht so!

(*Dafür spricht allerdings, dass Sm. 2010 nach Abu Dhabi weiterzog und das römische Büro einer vollends unfähigen Kraft überließ, die nicht einmal das Mater ecclesiae richtig am Vatikanpalast ablesen kann.)

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Vatikanistan. Eine Entdeckungsreise durch den kleinsten Staat der Welt, München (Heyne) 2008. ISBN 978-3-453-15434-6

Anmerkungen

  1. Schulbrief Goldberg-Gymnasium Sindelfingen, Ausgabe 3 vom 15. Juli 2009, S. 6.
  2. Papst Benedikt XVI., Weltfriedenstag: Die Armut bekämpfen - Den Frieden schaffen, 1. Januar 2009
  3. Der Spiegel: Wir waren Papst, 29. Dezember 2008
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