Académie française

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Die Académie française ging aus einem Pariser Literatenzirkel hervor, der sich seit 1629 bei dem heute kaum noch bekannten Autor Valentin Conrart versammelte und 1634 durch den regierenden Minister Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu, den Kardinal de Richelieu, auf 34 Mitglieder aufgestockt (heute 40) und am 2. Januar 1635 durch König Ludwig XIII. zu einer staatlichen Institution erhoben wurde.

Nach dem Tod des Kardinal de Richelieu († 1642) wurde die Schirmherrschaft von dem Kanzler und „Siegelbewahrer“ Pierre Séguier übernommen, dann von Ludwig XIV. und seitdem von allen Königen, Kaisern und Staatschefs Frankreichs. Die Mitglieder werden auf Lebenszeit auf die begehrten fauteuils (Sitze) gewählt. Offizielle Aufgabe der Akademie ist die Pflege der französischen Sprache. Sie gibt ein großes Wörterbuch heraus und verleiht Literaturpreise.

Die Mitgliedschaft in der Akademie ist aber vor allem mit hohem sozialen Prestige verbunden. Viele der besten und berühmtesten französischen Literaten wurden aber mangels politischer Konformität nie aufgenommen. Mehrfach wurden auch Geistliche dazu erwählt, etwa im 20. Jahrhundert die Kardinäle Eugène Tisserant, Jean Daniélou und Jean-Marie Lustiger.

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