Weger Verlag

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Der A. Weger Verlag ist eine südtiroler Verlag, eine Druckerei, Papierhandlung und Universitätsbuchhandlung. Das Unternehmen wurde um 1550 gegründet.

Geschichte

Donatus Faetius aus Termenago, (geb. ca.1528 – gest. 1596), gründete um 1550 eine kleine Druckerei in Brixen. 1564 erschien in Brixen das erste gedruckte Buch. Es war das erste gedruckte Buch in ganz Südtirol. Nach dem Tod von Donatus Faetius, 1596, trat in Brixen bezüglich der Ausübung der Buchdruckerkunst eine kleine Pause ein. Hieronymus Agricola (Paur) führte die Druckerei weiter. Fürstbischof Siegmund Alphons Graf von Thun kaufte die Druckerei am 29. Jänner 1666 und überließ sie nach zwei Jahren dem Brixner Bürger Anton Thanaya. 1679 zeichnete Paul Führer für die Druckerei. Nach dessen Tod führte die Witwe Sabina Führerin die Druckerei weiter bis diese im Jahre 1698 an Joseph Schuechegger, Ratsbürger in Brixen, überging. Er führte den Titel „Fürst- bischöflicher Hof-Buchdrucker. Am 30. Dezember 1740 kaufte das fürstbischöfliche Priesterseminar in Brixen die Druckerei samt Schriften, Presse und Verlag, gab diese aber schon im folgenden Jahr dem Johann Baptist Brandl in Pacht. Sein Nachfolger war Johann Kassian Krapf, welcher Brandls Witwe Rosa Oberhofer heiratete. Dieser hinterließ nach dem Tode die Druckerei seinem Neffen Thomas Weger welcher von Fürstbischof Leopold mit dem Diplom vom 27. Jänner 1773 ebenfalls zum „Hofbuchdrucker“ mit dem Recht ernannt wurde, Bücher „zu drucken, zu verlegen und zu verwenden, und alle Vorzüge zu genießen, die mit dieser Buchdrucker-Freihet verbunden“ waren. Es erschien in seiner Druckerei bis anfangs des 19. Jahrhunderts ein politisches Wochenblatt „Brixner Zeitung“ betitelt. Nach dem Tod Thomas Wegers übernahm im Jahr 1796 sein Sohn Joseph Weger den Betrieb und führte ihn bis zu seinem Tod 1828 fort. Auf ihn folgte wiederum sein Sohn Alois Weger. Er vergrößerte die Druckerei und kaufte 1856 eine Schnellpresse und legte damit den Grund zu einem Verlagsgeschäft, das weit über die Grenzen Tirols hinaus bekannt wurde. Im Jahr 1870 trat Anton von Mörl als Geschäftsführer ein. Er wurde zwei Jahre darauf Compagnon und übernahm 1880 nach dem Tod seines Schwiegervaters Alois Weger den Betrieb. 1912 starb Anton von Mörl inmitten des schönsten Aufblühens und Entwicklung des Verlages, Druckerei und Buchhandlung. Sein Erbe übernahmen die Brüder Josef und Bernard von Mörl. Nachdem Bernard im Ersten Weltkrieg an der Front fiel, leitete Josef die Firma alleine weiter. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fiel Südtirol an Italien und war somit von seinem Vaterland (Hauptabsatzgebiet der Verlagsbücher) abgeschnitten. Trotz Bittgesuch gelang es nicht Exporterleichterungen zu bewirken; das Verlagsgeschäft stand still. 1946 wurde die Reihe „An der Etsch und im Gebirge“ geboren. Josef von Mörl verlegte 1931 die Druckerei vom Peter-Mayer-Platz 2 (später Großer Graben 2 und dann Maria-Hueber-Platz 2) in den Mitteltrakt des Pfaundlerhauses am Großen Graben 3. Die Buchhandlung wurde 1951 neu gestaltet. 1962 erbte sein Sohn Bernhard von Mörl den Betrieb. Dieser bewahrte und rettet trotz großer Raumnot, gegensätzlichem Zeitgeist, der wegen der neuen Veränderungen in Technologie und in der Wirtschaft vorherrschte, viele Archivalien, historische Maschinen und Geräte. 1981 trat Andreas von Mörl in den Betrieb ein. Aus dem Einzelbetrieb wurde 1985 eine KG (Kommanditgesellschaft). Im August 1988 wurde die Buchhandlung erweitert. In der Druckerei wurde der ganze Maschinenpark durch neue, moderne Maschinen ersetzt. 1999 tritt Bernhard von Mörl aus gesundheitlichen Gründen aus der KG aus. Der Sohn Andreas leitete nun zusammen mit seiner Frau Ruth Costa das Unternehmen. 1999 wurde im August eine Filiale der Buch- und Papierhandlung in Klausen eröffnet. Im Jahr 2000 zog die Druckerei in die Industriezone Brixen Süd, Julius- Durst-Straße 72/A. Der dadurch frei gewordene Raum in Brixen wurde 2003 für die Erweiterung der Buchhandlung umgebaut und genützt. Im Sommer 2007 wurde der Maschinenpark der Druckerei durch den Ankauf der neuen, mit allen Optionals ausgestatteten 5-Farb-Druckmaschine mit Lackturm und Trockner erweitert. Eine Maschine zur chemiefreien Herstellung von Druckplatten (CTP) wurde angeschafft.<ref>Geschichte de A. Weder Verlags, abgerufen am 17. April 2021</ref>

Weblinks

Anmerkungen

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