Über die falsche Interpretation einiger Bibeltexte 1933

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der Bibelkommission
von Papst
Pius XI.
Die Auslegung von Ps 16,10f EU, Mt 16,26 EU und Lk 9,25 EU
1. Juli 1933
(Offizieller lateinischer Text: AAS 25 [1933] 344; Enchiridion Biblicum Nr. 513f)

(Quelle: Denzinger-Hünermann)
Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


DH 3750: Frage 1: Ist es einem Katholiken erlaubt, vor allem nachdem die authentische Auslegung der Apostelfürsten gegeben wurde (Apg 2,24-33 EU; Apg 13,35-37 EU), die Worte des Psalms 16,10– 11: »Du wirst meine Seele nicht in der Unterwelt lassen und wirst nicht zulassen, dass dein Heiliger die Verwesung sieht. Du hast mir die Wege des Lebens kundgetan«, so auszulegen, als ob der heilige Verfasser nicht von der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus geredet habe?
Antwort: Nein.

DH 3751: Frage 2: Kann man behaupten, dass die Worte Jesu Christi, die man beim Heiligen Matthäus 16,26 liest: »Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, an seiner Seele aber Schaden leidet? Oder welche Wechselgabe wird der Mensch für seine Seele geben?«, und ebenso jene, die sich beim Heiligen Lukas 9,25 finden: »Was nützt es nämlich dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, sich selbst aber verliert und sich zu Schaden bringt?«, im buchstäblichen Sinne nicht das ewige Heil der Seele, sondern nur das zeitliche Leben des Menschen betreffen, trotz des Inhalts der Worte selbst und ihres Zusammenhanges sowie der einhelligen katholischen Auslegung?
Antwort: Nein.

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