Würzburger Synode

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Die Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland oder so gen. Würzburger Synode war eine - kirchenrechtlich nicht vorgesehene (weder im CIC 1917 noch im CIC 1983) - gemeinsame Synode mehrerer Diözesen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in Westdeutschland. Sie fand in acht Sitzungsperioden vom 3. Januar 1971 - 23. November 1975 statt. Die Idee dazu wurde in einer euphorischen Aufbruchstimmung 1968 auf dem Katholikentag in Essen geboren. Die Synode wurde von der Deutschen Bischofskonferenz im Februar 1969 einberufen.

Sie wollte das II. Vatikanum „eindeutschen“. Die rund 300 Delegierten verabschiedeten 18 Beschlusstexte und sechs Arbeitspapiere zu fast allen Bereichen des kirchlichen Lebens. Der Heilige Stuhl sprach ihr in wichtigen Fragen jedoch erwartungsgemäß kein Entscheidungsrecht zu, etwa zur Frage des Zölibats der Weltpriester oder dem Diakonat der Frau. In seinem Referat vor den deutschen Bischöfen von 2005, das in der Festschrift für Gerhard Ludwig Müller 2007 erneut publiziert wurde, versucht Kardinal Karl Lehmann der Synode gute Seiten abzugewinnen. Man merkt aber dem Text des Synodenbefürworters auch echte Ratlosigkeit angesichts der mangelhaften Wirkungen des "Großunternehmens" der Gemeinsamen Synode an.

Literatur

  • Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, Offizielle Gesamtausgabe, Band 1, Band 2 [Ergänzungsband], Herder Freiburg 1976+1977: Band I enthält eine allgemeine Einleitung, die Synodenbeschlüsse mit einführenden Texten, einen dokumentarischen Anhang (u. a. mit Zeittafel, Statut, Geschiäftsordung) sowie ein Register; Band II enthält die Arbeitspapiere der Sachkommissionen mit einführenden Texten, eine allgemeine Einleitung, ein Verzeichnis der Mitglieder, Berater und Organe der Gemeinsamen Synode sowie ein Register.

siehe auch: Die Pastoralsynode der Katholischen Kirche in der DDR

Weblinks

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