Päpstliche Akademie Thomas von Aquin

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Bei der Päpstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin (Pontificia Academia di S. Tommaso d'Aquino) handelt es sich um eine nach dem Vorbild der seit der Renaissance bestehenden Römischen Akademien 1880 von Papst Leo XIII. zur Umsetzung seines thomistischen Programms gegründeten Akademie. Auch die Nachfolger Leos auf dem Stuhl des hl. Petrus haben die Akademie besonders gefördert. Viele Jahre lang konnte die Akademie auch Doktordissertationen betreuen. Sowohl Johannes XXIII. wie Paul VI. haben hier einen Titel in thomistischer Philosophie erworben.

Im Jahr 1998 hat Papst Johannes Paul II mit dem Schreiben "Inter munera Academiarum" das Leben der Akademie neu geordnet und den Spanischen Dominikaner Abelardo Lobato zu deren Präsidenten ernannt, Sekretär der Akademie ist der argentinische Bischof Marcelo Sanchez Sorondo. Die Zahl der Mitglieder ist strikt begrenzt. Sie werden vom Vatikanischen Staatssekretariat auf Vorschlag der Akademie hin ernannt. Die Mitglieder, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, werden zu socii emeriti. Daneben gibt es noch Ehrenmitglieder, zu denen u.a. der Papst Benedikt XVI. und zahlreiche Kardinäle gehören. Da die Akademie als ein Teil der Römischen Kurie gilt, werden alle Mitglieder im Annuario Pontificio verzeichnet. Deutschsprachige Mitglieder sind Kardinal Christoph Schönborn, Günther Pöltner, Jan Aertsen, Albert Zimmermann, Ruedi Imbach und David Berger.

Offizielles Organ der Akademie ist die von Antonio Piolanti begründete Zeitschrift "Doctor Communis". Alle 10 Jahre veranstaltet die Akademie einen großen Internationalen Thomistenkongress (letzter Kongress: 2003).

Literatur

  • David Berger, In dulcedine societatis quaerere veritatem. Zur Geschichte der Päpstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin, in: Doctor Angelicus 2 (2002) 135-180.
  • Ders., Zur Geschichte der Päpstlichen Thomasakademie unter Papst Johannes Paul II, in: [1]

Siehe auch:

Päpstliche Schreiben

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