Nouvelle Théologie

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Unter Nouvelle Théologie (frz. Neue Theologie) versteht man eine Richtung der theologischen Forschung im 20. Jahrhundert, die einerseits etliche positive Anstöße gegeben hat, die im II. Vatikanum zum Durchbruch kamen, andererseits aber auch Strömungen des Progressismus oder sogar des so gen. Neo-Modernismus begünstigt haben.

Nach der raschen und erfolgreichen Überwindung der Modernismus-Krise 1907-09 durch Papst Pius X., insbesondere aber seit der Verurteilung der "politischen Theologie" der Action francaise 1926/27 durch Pius XI., entwickelten Theologen in Frankreich und in den von dort mitbeeinflussten französischsprachigen Teilen Belgiens und der Schweiz neue Ansätze der Theologie, die pastoral, biblisch und historisch redlicher in Dialog mit der Moderne eintreten wollte, zu diesem Zweck aber auf die ältesten Quellen des Christentums, insbesondere die Kirchenväter, zurückging.

Führende Vertreter, wie Henri de Lubac und Jean Daniélou, teils auch Yves Congar, vertraten nach 1965 eine streng konzilstreue und papsttreue Position. Andere Theologen, die aber nur zum Teil in der Tradition der N.T. stehen, gingen zu einer papst- und konzilskritischen Haltung über (siehe Geist des Konzils); noch nicht im Blickfeld der N.T. war der Teilhardismus einerseits oder die Befreiungstheologie andererseits. Diese Tendenzen, die durch die nachkonziliare Krise verbreitet wurden, stellen, jedenfalls in ihren Extrempositionen, das kirchliche Lehramt und die sakramental verfasste Kirche wiederum in Frage. So weit wären die Vertreter der Nouvelle théologie nie gegangen.

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