Ecclesia Dei
Aus Kathpedia
Die Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei", die mit dem Apostolischen Schreiben desselben Namens errichtet wurde, ist ein Teil der Römischen Kurie und wurde am 2. Juli 1988 von Papst Johannes Paul II. als Antwort auf die unrechtmäßigen Bischofsweihe von Marcel Lefebvre bzw. der Piusbruderschaft gegründet.
Struktur
Die Kommission besteht aus einem Kardinalpräsidenten und anderen Mitgliedern der Römischen Kurie. Präsident war Kardinal Darío Castrillón Hoyos. Die Kommission "Ecclesia Dei" wurde am 8. Juli 2009 dem Glaubenskongregation unterstellt.
Aufgabe
Die Kommission hat die Aufgabe, mit den Bischöfen, den Dikasterien der Römischen Kurie und den betreffenden Gruppen zusammenzuarbeiten, um die volle kirchliche Gemeinschaft der Priester, Seminaristen, Ordensgemeinschaften oder einzelnen Ordensleuten zu ermöglichen, die bisher auf verschiedene Weise mit der von Erzbishof Lefebvre gegründeten Bruderschaft verbunden waren und die mit dem Nachfolger Petri in der katholischen Kirche verbunden bleiben wollen.
Über diese historisch veranlasste Aufgabe hinaus ist die Kommission seit 2007 für die Durchführung des Motu proprio Summorum pontificum zur "alten Messe" zuständig. Für den älteren Gebrauch des Römischen Ritus gibt es (wie vor Sacrosanctum concilium, 1963) keine eigentliche Zuständigkeit der Bischofskonferenzen; vor Ort ist der Diözesanbischof zuständig.

